Beschreibung der Studie

Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D ist für einen normalen Schwangerschaftsverlauf und die gesunde Entwicklung des Neugeborenen besonders wichtig. In einer kürzlich veröffentlichten Querschnittsstudie konnten wir zeigen, dass in den Wintermonaten > 90% der untersuchten Schwangeren und Blutproben aus der Nabelschnur unterhalb der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung lagen. Diese und andere Ergebnisse zeigen, dass bei Schwangeren ein erhöhtes Risiko für einen Vitamin D-Mangel besteht. Das Ziel dieser Studie ist es, den Einfluss zu untersuchen, den eine tägliche Einnahme von 25 µg (1000 IE) Vitamin D3 während der Schwangerschaft auf den Vitamin D-Status hat. Die Einnahme erfolgt nur, wenn bei der Schwangeren ein Vitamin D-Mangel festgestellt wurde, definiert als eine Konzentration des 25-Hydroxy Vitamin D (25 OH D) im Blut kleiner als 50 Nanomol pro Liter (nmol/l). Schwangere mit 25 OH D-Werten > 50 nmol/l bekommen keine Vitamin D-Tablette. Während der Schwangerschaft wird insgesamt vier Mal Blut abgenommen und der Vitamin D-Status kontrolliert. Nach der Entbindung wird eine letzte Blutprobe aus der Nabelschnur entnommen.

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Studiendetails

Studienziel Serum 25-Hydroxy Vitamin D Konzentration bei Schwangeren im Ersten, Zweiten und Dritten Trimester sowie in einer Probe aus der Nabelschnur
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Institut für Ernährungswissenschaft, JLU Giessen

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Schwangere Frauen im Alter zwischen 18 und 40 Jahren, Entbindung im St. Josefs Krankenhaus, Uniklinikum Gießen oder der Asklepios Klinik Lich

Ausschlusskriterien

  • Serum 25 OH D > 125 nmol/L und Calcium > 2,65 mmol/L,
  • Hypercalcämie, primärer Hyperparathyreoidismus, Schilddrüsenerkrankungen (zu Beginn der Schwangerschaft bekannt), Sarkoidose, Tuberkulose und andere granulomatöse Erkrankungen, Nierenerkrankungen (nephrotisches Syndrom), Fett-Malabsorption, Zöliakie, Colitis Ulcerosa, Morbus Chron, exokrine Pankreasinsuffizienz, Vitamin D-Rezeptordefekt, Einnahme von Antiepileptika, Glucocorticoiden sowie unter Heparin-Therapie bei Thrombophilen Diathesen

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Vitaminmangel-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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In der Literatur gibt es deutliche Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen niedrigen mütterlichen 25-Hydroxy-Vitamin D-Spiegeln (25 OH D) und dem Auftreten von Schwangerschaftskomplikationen, wie z.B. Gestationsdiabetes, Präeklampsie oder Frühgeburt. Für das Neugeborene besteht ein erhöhtes Risiko für eine unzureichende Knochenmineralisation, respiratorische Erkrankungen und Diabetes mellitus im späteren Leben. In einer kürzlich abgeschlossenen Querschnittsstudie (Wuertz C et al., epub ahead of print Mai 2013, British Journal of Nutrition) konnten wir zeigen, dass bei 98% der Frauen sowie bei 94% der Blutproben aus der Nabelschnur Serum 25 OH D-Konzentration < 50 nmol/L vorlagen; dieser Status wird entsprechend internationaler Fachgesellschaften als Vitamin D-Mangel definiert (Internationale Osteoporose Gesellschaft 2011, Nordamerikanische Fachgesellschaft für Endokrinologie 2011). Aufgrund dieser Ergebnisse sollte die Einnahme eines Vitamin D-haltigen Supplements in der Schwangerschaft unbedingt empfohlen werden. Sowohl die Höhe der zu empfehlenden Vitamin D-Einnahme als auch die adäquate 25 OH D-Konzentration im Blut werden zurzeit kontrovers diskutiert. Mit der vorliegenden Studie wird der Effekt einer täglichen Supplementation mit 25 µg (1000 IE) Vitamin D3 auf die 25 OH D-Konzentration bei der Schwangeren und im Nabelschnurblut beobachtet. Nach diagnostiziertem Vitamin D-Mangel (25 OH D < 50 nmol/L) erhalten schwangere Frauen zwischen der 12. und 16. Schwangerschaftswoche täglich 1000 IE Vitamin D3. Schwangere mit 25 OH D-Werten > 50 nmol/L erhalten kein Supplement. Die Einnahme erfolgt bis zur Entbindung. Blutproben zur Analyse von 25 OH D (Enzymimmunoassay, ADVIA Centaur), 1,25(OH)2D3, Parathormon, Alkalischer Phosphatase und Calcium werden zu den routinemäßigen Ultraschallterminen beim Gynäkologen im ersten, zweiten und dritten Trimester sowie aus der Nabelschnur entnommen. Lebensstilfaktoren, BMI und besondere Befunde der Schwangeren sowie anthropometrische Daten des Neugeborenen werden anhand eines Fragebogens erfasst und der medizinischen Akte entnommen.

Quelle

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