Beschreibung der Studie

Bei herzchirurgischen Patienten ist nach der Anwendung der Herz-Lungen-Maschine ein akutes Nierenversagen eine häufige Komplikation. Bei der "peripheren ischämischen Präkonditionierung" wird mittels Blutdruckmanschette am Oberarm die Durchblutung am Oberarm dreimal unterbrochen und danach wieder freigegeben. Das Ziel der Studie ist es, den Einfluss der sogenannten „peripheren, ischämischen Präkonditionierung“ auf das Auftreten eines akuten Nierenversagens nach herzchirurgischen Eingriffen zu untersuchen und somit zukünftig die Behandlung von Patienten mit akutem Nierenversagen zu verbessern.

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Studiendetails

Studienziel Inzidenz des akuten Nierenversagens
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 240
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Münster Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • elektiver herzchirurgischer Eingriff unter Einsatz des HLM
  • Cleveland-Score >= 6
  • schriftliche Einwilligung des Patienten

Ausschlusskriterien

  • vorbestehendes akutes Nierenversagen
  • Nierentransplantation
  • vorbestehende Nierenerkrankung (GFR < 30 ml/min)
  • Myokardinfarkt in den letzten 7 Tagen
  • pAVK (peripheren arteriellen Verschlusskrankheit) der oberen Extremität
  • Hepatorenales Syndrom
  • Schwangerschaft
  • medikamentöse Therapie mit Sulfonamiden oder Nicorandil

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Der kardiopulmonale Bypass wird bei den meisten herzchirurgischen Eingriffen eingesetzt und führt, über bislang nicht verstandene Mechanismen, zu einem ischämischen, inflammatorischen und oxidativen Schaden von renalen Tubulusepithelzellen, der mit an der Entstehung des akuten Nierenversagens beteiligt ist. Trotz zahlreicher klinischer Studien im Bereich der Herzchirurgie, in denen verschiedene pharmakologische Interventionen getestet wurden, konnte keine Maßnahme die Entstehung des akuten Nierenversagens effektiv verhindern. Die periphere ischämische Präkonditionierung ist ein Phänomen bei dem ein Ischämie-Reperfusionsschaden eines Organes durch ein vorher ausgelöstes ischämisches Intervall eines anderen Organs bzw. einer Extremität vermindert werden kann.

Quelle

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