Beschreibung der Studie

Krämpfe der Skelettmuskulatur sind durch außerordentlich hohe intramuskuläre Spannungen gekennzeichnet. Da letztere auch als besonders anabole Reize für die Muskulatur gelten, war das primäre Ziel der vorliegenden Studie, Muskelkrämpfe zu induzieren, um ein Muskelwachstum hervorzurufen. Zu diesem Zweck wurde die Wadenmuskulatur von zehn gesunden männlichen Sportstudenten zweimal pro Woche in verkürzter Muskelposition stimuliert, wodurch Muskelkrämpfe hervorgerufen werden. Die Wadenmuskulatur der Gegenseite wurden mit dem selben Protokoll stimuliert, jedoch verhinderte hier eine Fixierung des oberen Sprunggelenkes in neutraler Position die Entstehung von Muskelkrämpfen. Beide Unterschenkel von fünf männlichen Sportstudenten dienten als Kontrolle. Per Zufall fanden wir heraus, dass die minimale Frequenz die notwendig ist, um einen Krampf auszulösen, nach der Intervention nur in den Unterschenkeln erhöht war, welche in verkürzter Position stimuliert wurden. Da diese Frequenz bekanntermaßen mit der individuellen Krampfneigung assoziiert ist, könnte das verwendete Trainingsprotokoll eine vielversprechende Präventionsmethode darstellen.

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Studiendetails

Studienziel Messung der minimalen Stimulationsfrequenz, welche einen Krampf des M. gastrocnemius medialis auslöst, vor, nach drei Wochen und nach der sechswöchigen Trainingsintervention.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 15
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Institut für Trainingswissenschaft und Sportinformatik Deutsche Sporthochschule Köln

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Männliche Sportstudenten zwischen 20 und 35 Jahren

Ausschlusskriterien

  • Verletzungen des muskuloskelettalen Systems der unteren Extremität in den letzten sechs Monaten vor der Studie sowie kardiopulmonale Grunderkrankungen.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Das primäre Ziel der Studie war es, die außerordentlich hohen intramuskulären Spannung muskulärer Krämpfe zu nutzen, um ein Muskelwachstum zu induzieren. Zu diesem Zweck wurde die Wadenmuskulatur von zehn gesunden männlichen Sportstudenten zweimal pro Woche in verkürzter Muskelposition (d.h. in Plantarflektion) elektrisch stimuliert (5 sec on, 10 sec off, 150µsec Impulsweite, 30 Hz über der individuellen Krampfschwellenfrequenz, bei 85% der maximal tolerierten Stimulationsenergie), sodass Muskelkrämpfe ausgelöst wurden. Das gegenseitige Bein wurde mit dem selben Protokoll stimuliert, jedoch verhinderte hier eine Fixierung des oberen Sprunggelenkes in neutraler Position die Entstehung von Muskelkrämpfen. Beide Unterschenke von fünf männlichen Sportstudenten dienten als Kontrolle. Per Zufall fanden wir heraus, dass die Frequenz zur Auslösung von Muskelkrämpfen (CTF) durch die Intervention nur in den Unterschenkeln erhöht war, welche in verkürzter Position stimuliert wurden. Da die CFT mit der individuellen Krampfneigung assoziiert ist, könnte das verwendete Trainingsprotokoll eine vielversprechende Präventionsmethode darstellen.

Quelle

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