Beschreibung der Studie

Innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte wuchs der Stellenwert von psychosozialer Gesundheit und hat so die Lebensqualität von Patienten, neben ihrer körperlichen Gesundheit, in den Fokus der heutigen Medizin gerückt. Dass chronisch leberkranke Patienten geringere Lebensqualität im Vergleich zur Normalbevölkerung aufweisen, ist vielfach beschrieben. Jedoch wurde deren zeitlicher Verlauf in diesen Patienten, welche doch viele Monate bis Jahre mit dieser Krankheit leben, nicht gut und umfassend beleuchtet. Weiters ist der definitive Einfluss vieler klinischer Faktoren (z.B. Aszites, Episoden von Hepatischer Enzephalopathie etc.) auf die Lebensqualität nicht sicher geklärt Vorgesehen ist eine multizentrische bi-nationale klinische prospektive Beobachtungsstudie, in welcher wir chronisch leberkranke Patienten über ein Jahr begleiten und in 2 monatlichen Abständen zu deren aktueller Lebensqualität befragen.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Evaluierung der Auswirkung von prinzipiell behandelbaren Komplikationen des chronischen Leberversagens (stattgehabte Episoden von Ascites, stattgehabte Episoden on hepatischer Encephalopathie, Beinödeme) auf die Lebensqualität des Patienten. In der Fachliteratur wird eine Assoziation zwischen spezifischen Komplikationen und der Lebensqualität beschrieben. Nun stellt sich die Frage, ob ein verbesserte Therapieregime und dadurch eventuell verringerter dieser Komplikationen zu einer verbesserten Lebensqualität führt.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 400
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Europäische Kommission, Seven Framework Programme (Projektnummer 287596)

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patientenalter >= 18 Jahre - Patienten mit chronischer Lebererkrankung (durch Histologie bestätigt) jeglicher Genese, auch alkoholische Lebererkrankung oder Verdacht auf Zirrhose bei Vorliegen von Komplikationen wie Aszites, Varizen, hepatische Enzephalopathie oder erhöhtem Bindegewebsanteil der Leber - Patienten, die ihre schriftliche Einwilligung an der Studie gegeben haben

Ausschlusskriterien

  • Verdacht auf maligne Erkrankungen; exklusive hepato-zellulärem Karzinom (HCC) laut Krankengeschichte - laufende antivirale Therapie gegen Hepatitis C-Virus (HCV)

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Toxische Lebererkrankung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Im Zuge des von der EU-Kommission unterstützten d-LIVER-Projektes soll eine verbessertes Therapie-und Behandlungssystem für chronisch leberkranke Patienten entwickelt werden. Weiterentwicklung von therapeutischen Maßnahmen und die Implementierung von telemedizinischen Aspekten in die Routine-Behandlung von chronisch leberkranken Patienten könnte das Auftreten von medizinischen Komplikationen frühzeitig erkennen lassen. Derartige Erkenntnisse könnten unmittelbar in eine Optimierung der Patientenbehandlung umgesetzt werden. So könnten eventuelle dekompensatorische Episoden verhindert werden und somit eine Verbesserung der Lebensqualität und Verlängerung der Lebenserwartung derartiger Patienten begünstigen. Es ist gut bekannt, dass viele klinische Faktoren einen Einfluss auf die aktuelle Lebensqualität von chronisch leberkranken Patienten haben. Jedoch gibt es keine umfassenden Daten hinsichtlich der zeitlichen Entwicklung der Lebensqualität bei Patienten mit chronischer Lebererkrankung. Auch ist letztlich nicht umfassend geklärt ob und wie weit typische klinische Symptome (wie z.B. Ascites, Episoden von hepatischer Enzephalopathie die Lebensqualität langfristig beeinflussen. Es werden in an unserem Institut behandelte Patienten mit chronischer Lebererkrankung eingeschlossen (ambulante oder hospitalisierte Patienten). Zur Erhebung der Lebensqualität und der derzeitigen Versorgungslage werden die Patienten in regelmäßigen Abständen (alle 2 Monate) Fragebögen aufüllen. Bei den verwendeten Fragebögen wird zum einem auf validierte und bewährte Produkte wie den SF-36, CLDQ zurückgegriffen. Andererseits werden bewährte englischsprachige Fragebögen in deutscher Sprache verwendet (PROMIS-HAQ, PBC 40). Der Beobachtungszeitraum beträgt mindestens 1 Jahr nach Studieneinschluss. Anschließend wird der klinische Verlauf der Patienten in Bezug auf das Langzeitüberleben 3 und 5 Jahre nach Studieneinschluss registriert. Dazu werden die Patienten telefonisch kontaktiert. Zusätzlich werden an der Charité - Universitätsmedizin Berlin die Leberfunktion durch Laborparameter und anhand des hier entwickelten LiMAx-Tests (maximum liver function capacity) erhoben.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.