Beschreibung der Studie

Gefässverkalkungen stellen ein wichtiges Problem bei Dialysepatienten dar. Mit einem neu entwickelten Test kann das Risiko für die Ausbildung solcher Verkalkungen und damit schlussendlich auch das Risiko daran zu versterben vorausgesagt werden. Magnesium ist ein Faktor der Gefässverkalkungen verhindern kann und die Resultate des neuen Testverfahrens in-vitro positive beeinflusst. Magnesium wird während der Dialysebehandlung standartmässig in unterschiedlichen Konzentrationen durch das Dialysat (Dialysewasser) zugeführt. Hier soll untersucht werden welchen Einfluss die in der Standartdialysetherapie angewendeten unterschiedlichen Magnesiumkonzentrationen auf den neuen Test ausüben. Potentiel könnten höhere Dialysat-Mg Konzentrationen das Verkalkungsrisiko (und damit auch die Testresultate) verbessern.

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Studiendetails

Studienziel Verkalkungsneigung des Patientenserum, gemessen mit einem neuen in vitro Verkalkungstest (Nephelometrisch bestimmter T50 Wert) zu den Zeitpunkten "Baseline (1. Tag Woche 1), T2 (1. Tag Woche 2), T3 (1. Tag Woche 3), T4 (2. Tag Woche 3), T5 (3. Tag Woche 3), T6 (1. Tag Woche 4), T7 (1.Tag Woche 5), T8 (1. Tag Woche 6), T9 (1. Tag Woche 7), T10 (2. Tag Woche 7), T11 (3.Tag Woche 7), T12 (1.Tag Woche 8) Wobei Baseline und T2 sowie T9-T12 unter 0.5mmol Magnesium und T3-T8 unter 0.75mmol Magnesium gemessen werden. 1. bzw. 2. oder 3. Tag bezieht sich auf die erste, zweite oder dritte Dialysebehandlung in der entsprechenden Woche
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 35
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Abteilung für Nephrologie, Medizinische Klinik Bürgerspital Solothurn

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Chronische Dialyse seit mehr als 3 Monaten

Ausschlusskriterien

  • Schwangerschaft
  • Alter<18 Jahre

Adressen und Kontakt

Bürgerspital, Solothurn

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Häufig gestellte Fragen

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Hintergrund der Studie: Die Morbidität und Mortalität von Hämodialyse Patienten ist extrem hoch. Die mittlere Überlebensdauer dieser Patienten beträgt ca. 4-5 Jahre. Ursache hierfür ist unter anderem die deutliche Verkalkungsneigung dieses Patientenkollektivs (Herzinfarkte, Hirnschläge, u.a.m.). Therapien, die die Verkalkungsneigung vermindern können, haben das Potenzial die Morbidität und Mortalität dieser Patienten zu vermindern. Die Messung der Verkalkungsneigung im Blut war bisher nicht möglich. Wir haben ein neues Verfahren entwickelt, das die Verkalkungsneigung im Blut messen kann. Unsere ersten Ergebnisse zeigen, dass Magnesium einen sehr starken Einfluss auf die Verkalkungsneigung hat bzw. die Verkalkungsneigung deutlich verringert. Hämodialysepatienten werden in der Schweiz und auch weltweit standardmässig mit Dialysewasser dialysiert (= „Dialysebad“), das 0.5 oder 0.75 Millimol Magnesium enthält. Im klinischen Alltag sind diese beiden Magnesiumskonzentrationen problemlos verträglich und werden beide in verschiedenen Zentren routinemässig angewendet. Dementsprechend sind auch kommerzielle Dialysebäder erhältlich, die entweder 0.5 oder 0.75 Millimol Magnesium enthalten. Hypothese: Ein Dialyse-Magnesiumbad von 0.75 Millimol hat eine stärkere kalzifizierungs-hemmende Wirkung auf das Serum der Patienten als ein Dialyse-Magnesiumbad von 0.5 Millimol. Ziel dieser Studie: Erhebung kontrollierter Daten über den Einfluss der Magnesiumkonzentration im Dialysat auf die Verkalkungsneigung des Serum. Wir erhoffen uns einen sehr deutlichen Effekt dieser Massnahme, der dazu führen könnte, dass weithin auf 0.75 Millimol Magnesiumbad umgestellt wird.

Quelle

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