Beschreibung der Studie

Um die Ergebnisse der Rehabilitation hinsichtlich Erwerbsfähigkeit und beruflicher Teilhabe zu verbessern, wurden für Personen mit muskuloskelettalen Erkrankungen in den letzten Jahren medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitationsprogramme entwickelt. Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitationsprogramme berücksichtigen auch psychologische Angebote. Diese psychologischen Angebote beziehen sich bislang fast ausschließlich auf die Bewältigung direkter berufsbezogener Belastungen. Die Belastung erwerbstätiger Frauen ist jedoch vor allem durch Vereinbarkeitsprobleme zwischen Erwerbs- und Familienarbeit gekennzeichnet. Wir haben daher ein Schulungsmodul zur besseren Bewältigung von Arbeit-Familie-Konflikten und frauenspezifischen beruflichen Belastungen entwickelt („Women@work“). Eine kontrollierte Studie überprüft die Wirksamkeit dieses Angebots auf die Arbeitsfähigkeit von erwerbstätigen Frauen mit muskuloskelettalen Erkrankungen.

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Studiendetails

Studienziel Primäres Zielkriterium ist die mit dem Work Ability Index (WAI) erfasste Arbeitsfähigkeit der Teilnehmerinnen. Der WAI erhebt, inwiefern erwerbstätige Personen ihren Gesundheitszustand als ausreichend bewerten, um ihre Arbeitsanforderungen bewältigen zu können. Der Fragebogen umfasst sieben Dimensionen: (1) die derzeitige Arbeitsfähigkeit im Vergleich zur besten je erreichten, (2) die Arbeitsfähigkeit im Vergleich zu den Arbeitsanforderungen, (3) die Anzahl ärztlich diagnostizierter Erkrankungen, (4) die geschätzte Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit, (5) die Arbeitsunfähigkeitsdauer im vergangenen Jahr, (6) die subjektiv prognostizierte Arbeitsfähigkeit in zwei Jahren und (7) die mentalen Ressourcen. Die Werte des WAI reichen von 7 bis 49 Punkten. Höhere Werte repräsentieren eine bessere Arbeitsfähigkeit. Der WAI wird am Beginn der Rehabilitation sowie 6 und 12 Monate nach Ende der Rehabilitation erhoben. Das erste Item des WAI wird zudem auch am Ende der Rehabilitation erhoben.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 560
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Abteilung Gesundheitsforschung

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Eingeschlossen werden erwerbstätige Frauen, die an einer durch die Deutsche Rentenversicherung bewilligten orthopädischen Rehabilitation teilnehmen.

Ausschlusskriterien

  • keine

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Ziel der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation für Menschen mit muskuloskelettalen Erkrankungen ist es, durch eine verstärkte Berücksichtigung individueller Arbeitsanforderungen und der dafür erforderlichen Fähigkeiten die beruflichen Teilhabechancen besonders stark beeinträchtigter Personen zu verbessern. In Anlehnung an Functional-Restoration-Ansätze und Work-Hardening-Programme berücksichtigt die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation auch psychosoziale Behandlungen zur besseren Bewältigung direkter berufsbezogener Belastungen (z. B. Konflikte mit Vorgesetzten, Mobbing, Zeitmanagement). Epidemiologische Studien zeigen jedoch, dass Stress und negative Beanspruchungsreaktionen nicht nur durch die unmittelbare Belastungssituation am Arbeitsplatz determiniert sind, sondern auch durch die Konflikte, die mit den unterschiedlichen Rollenerwartungen einhergehen, die mit Erwerbs- und Familienarbeit assoziiert sind. So haben Meta-Analysen mittlere Zusammenhänge zwischen Arbeit-Familie-Konflikten und körperlichen Beschwerden bestätigt. Zwar stellen Arbeit-Familie-Konflikte sowohl für Frauen als auch für Männer einen Risikofaktor dar, der Zusammenhang zwischen entsprechenden Konflikten und gesundheitsbezogenen Beeinträchtigungen beruflicher Aktivität und Teilhabe ist für Frauen allerdings stärker ausgeprägt. Für Frauen bedürfen berufsorientierte Angebote in der Rehabilitation folglich einer stärkeren Akzentuierung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Das von uns entwickelte Schulungsmodul „Women@work“ soll die teilnehmenden Patientinnen daher zu einer besseren Bewältigung von Arbeit-Familie-Konflikten und frauenspezifischen beruflichen Belastungen befähigen. Die Wirksamkeit dieses Programms für die Arbeitsfähigkeit erwerbstätiger Frauen mit muskuloskelettalen Erkrankungen wird durch eine clusterrandomisierte Studie überprüft.

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