Beschreibung der Studie

Die ältere Bevölkerung in Deutschland wird in den nächsten Jahrzehnten absolut und prozentual weiter wachsen. Doch wenig ist bekannt zum normalen Alternsverlauf, zu Gesundheitsförderung und Prävention im Alter, da medizinische Annahmen zum Alterungsprozess und dem Verlust von Fähigkeiten überwiegend auf Untersuchungen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen basieren und stellen somit nicht die Mehrheit der selbstständig im eigenen Zuhause lebenden älteren Menschen dar. Zum besseren Verständnis des natürlichen Alterns werden Beobachtungen der selben Personen seit 12 Jahren zu gesundheitlichen Reserven, Gewohnheiten, krankheits- und behinderungsfreier Zeit, Verlust von Fähigkeiten bis zur Pflegebedürftigkeit (Pflegestufe), Pflegeheimeinweisung und Tod erfasst und ausgewertet. Hierfür wurden 3.326 selbstständig lebende ältere Menschen ab 60 Jahre ohne Pflegestufe (Pflegeversicherung I-III) und ohne demenzielle Auffälligkeiten aus 21 Hamburger Hausarztpraxen im Jahr 2000 eingeschlossen. Informationen zu (prä)-klinischen Markern des gesunden Alterns versus der Entwicklung von funktionellem Abbau wurden seit Studienbeginn in wiederkehrenden Befragungswellen im 1-, 7-, 9- und 11-Jahres-Verlauf erhoben (28.350 Personenjahre). Ziele: Erhebung epidemiologischer Daten über wiederkehrende Befragungen von Schlüsselmerkmalen (a) zur Beschreibung individueller Alternslebensläufe in einer städtischen Bevölkerung, (b) das Suchen nach Determinanten des gesunden Alterns; (c) die Auswertung lang anhaltender Effekte gesundheitsfördernder und präventiver Interventionsangebote; (d) die Entwicklung von Gesundheitsempfehlungen für unterschiedliche Zielgruppen älterer Menschen (robust bis pflegebedürftig); (e) Einrichtung eines Forschungsrahmens zur Überprüfung von Hypothesen über die Durchführung eingebetteter Studien mit speziellen Teilgruppen der Langzeitkohorte (z.B. RCT Nr. ISRCTN 28458424 zur Gesundheitsförderung im Alter während Erhebungs-Welle 1).

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Studiendetails

Studienziel Mortalität nach 7, 9, 11 Jahren aus Daten des Einwohnermeldeamtes (Fachamt Einwohnerwesen). Pflegebedürftigkeit nach 7, 9, 11 Jahren aus Daten vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) Nord.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 3326
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Bonn
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Jahr 2000: Patienten 60+ Jahre in teilnehmenden Hausarztpraxen in Hamburg. Jahr 2007 (Re-Rekrutierung für 7-Jahres-Follow-up): Alle lebenden Teilnehmer der Kohorte aus dem Jahr 2000 (=LUCAS Langzeitkohorte)

Ausschlusskriterien

  • Studienbeginn 2000:
  • Patienten mit Hilfebedarf bei Aktivitäten des täglichen Lebens,
  • Patienten mit Pflegebedürftigkeit laut Pflegeversicherung I-III,
  • Patienten mit kognitiven Einschränkungen,
  • Patienten mit terminaler Erkrankung und/oder
  • Patienten ohne ausreichende Deutschkenntnisse.
  • LUCAS start (2007):
  • Nicht mehr erreichbar (lost to follow-up) oder Nichtbereitschaft zur weiteren Teilnahme

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Altersgebrechlichkeit-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Hintergrund: Die ältere Bevölkerung in Deutschland wird in den nächsten Jahrzehnten absolut und prozentual weiter wachsen. Doch wenig ist bekannt zum normalen Alternsverlauf, zu Gesundheitsförderung und Prävention im Alter, da medizinische Annahmen zum Alterungsprozess und funktionellem Abbau überwiegend auf Untersuchungen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen basieren und repräsentieren somit nicht die Mehrheit der selbstständig im eigenen Zuhause lebenden älteren Menschen. Hauptzweck: Zum besseren Verständnis des natürlichen Alterungsprozesses werden Beobachtungen der selben Individuen einer Langzeit-Kohorte seit 12 Jahren zu krankheits- und behinderungsfreier Zeit, funktionellem Abbau, Pflegebedürftigkeit (Pflegestufe), Institutionalisierung und Mortalität dokumentiert und analysiert. Hierfür wurden 3.326 selbstständig lebende ältere Menschen ab 60 Jahre ohne Pflegestufe (Pflegeversicherung I-III) und ohne demenzielle Auffälligkeiten aus 21 Hamburger Hausarztpraxen im Jahr 2000 zur Durchführung der Studie „Aktive Gesundheitsförderung im Alter“ eingeschlossen (2000-2005). Hierauf aufbauend wurden die Personen im Jahr 2007 re-rekrutiert (LUCAS-Kohorte), um in weiteren wiederkehrenden Befragungswellen Informationen zu (prä)-klinischen Markern des gesunden Alterns versus der Entwicklung von funktionellem Abbau im 7-, 9- und 11-Jahres-Verlauf zu erheben (28.350 Personenjahre). Ziel: Erhebung epidemiologischer Daten mittels periodischer Befragungen von Schlüsselparameter für die (1) Beschreibung individueller Alternslebensläufe in einer städtischen Bevölkerung über die Dokumentation der Veränderung von funktionellem Status, Auftreten von Gebrechlichkeit, Behinderung, Pflegebedürftigkeit und Tod; (2) Aufdeckung von Determinanten des gesunden Alterns; (3) Analyse nachhaltiger Effekte gesundheitsfördernder und präventiver Interventionsangebote; (4) Abgabe von Gesundheitsempfehlungen für unterschiedliche Zielgruppen älterer Menschen (fit, vorgebrechlich, gebrechlich, behindert); (5) Einrichtung eines Forschungs-Rahmens zur Hypothesen-Überprüfung mittels Durchführung eingebetteter Studien mit speziellen Teilgruppen der Langzeitkohorte (z.B. RCT Nr. ISRCTN 28458424 zur Gesundheitsförderung im Alter während Welle 1). Hypothese: (A) Die Entwicklung der individuellen Gesundheit kann nicht abgeleitet werden über die Beobachtung von nur einem medizinischen Parameter, sondern über die Betrachtung des natürlichen Alternsverlaufs bei denselben Individuen bei gleichzeitiger Dokumentation von Verhalten, Multimorbidität, funktionaler Kompetenz und ihrer Veränderungen im Zeitverlauf (B) Eine Kohortenstudie mit älteren Menschen (60-100 Jahre) ist mit einer sehr hohen Teilnehmerbereitschaft über 12 Jahre durchführbar trotz umfangreicher, wiederkehrender schriftlicher Selbstausfüller-Befragungen (BMBF-Förderkennzeichen 01ET0708 + 01ET1002A).

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