Beschreibung der Studie

Der Gastrointestinaltrakt des Menschen stellt ein komplexes Ökosystem dar. Er wird von einer Vielzahl an Mikroorganismen (MO) besiedelt die sich aus Bakterien, Archaeen und Eukaryoten zusammensetzen. Ihre Verteilung und Häufigkeit unterscheidet sich in den einzelnen Abschnitten des Magen-Darm-Traktes erheblich. Eine intakte Mikrodarmflora ist entscheidend für die Verhinderung des Wachstums pathogener Bakterien. Mittlerweile ist bekannt, dass das Mikrobiom, also die Gesamtheit aller den Menschen besiedelnden Mikroorganismen, eine wichtige Rolle bei einer Reihe von Krankheitsbildern, z.B. Diabetes mellitus oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, spielt. Die Darmbakterien besitzen die Fähigkeit unverdauliche Nahrungsbestandteile abzubauen wobei Fermentationsprodukte wie z.B. kurzkettige Fettsäuren (FS) entstehen, die der Mensch zur Deckung seines Energiebedarfs nutzt. Beachtliche 5 - 10 % des Gesamtenergiebedarfs werden so durch die Produkte der Mikroflora des Kolons gewonnen. Forschungsergebnisse zeigen, dass sich das Mikrobiom bei Normalgewicht und bei Übergewicht/Adipositas sowohl bei Mäusen als auch bei Menschen unterscheidet und dies auch eine funktionelle Bedeutung hat. Über die Rolle der MO im Darm bei Magersucht ist wenig bekannt. Anorexia nervosa PatientenInnen haben erhebliche gastrointestinale Beschwerden. Es ist nicht bekannt, ob bei diesen PatientenInnen eine veränderte Darmflora vorliegt und wenn ja, ob die Darmflora prämorbide Merkmale der Anorexia nervosa darstellen oder ob sie den aktuellen Ernährungszustand reflektieren und sich mit Normalisierung des Körpergewichts und/oder des Essverhaltens verändern. Mit dieser Studie wollen wir Erkenntnisse zwischen den Zusammenhängen Darmflora, Magen-Darm Beschwerden und der Gewichtsregulation bei Patienten mit Essstörungen erlangen. Die beteiligten Forscher an dieser Studie glauben, dass eine bestimmte Zusammensetzung der Darmflora unter Umständen die Gewichtszunahme und Heilung der Krankheit positiv beeinflussen könnte. Es sollen 60 Anorexia nervosa (AN) Patientinnen, ab einem Alter von 14 Jahren, die mit dem Ziel der Gewichtszunahme und Erlernung eines normalen Essverhaltens an einer stationären Therapie in der Psychosomatik, Schön Klinik Roseneck teilnehmen, rekrutiert werden. Es werden Stuhlproben zu Beginn und zum Ende der Therapie gesammelt und untersucht. Die Ergebnisse werden gemeinsam mit den erhobenen Daten zur Anamnese, zu Ernährungs- und Stuhlgewohnheiten sowie Magen-Darm-Beschwerden ausgewertet. Die Ergebnisse werden mit den Daten einer geschlechts- und altersgleichen, normalgewichtige Referenzgruppe verglichen.

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Studiendetails

Studienziel Primäres Zielkriterium ist die Veränderung des body mass indexes (BMI). Das Gewicht wird zu Beginn und zum Ende der Therapie mit einer geeichten Personenwaage erfasst.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 120
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle SymbioPharm GmbH

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Eingeschlossen werden alle Patientinnen mit der Diagnose Anorexia nervosa (alle Subtypen) soweit die klinischen Bedingungen dies zulassen und die Patientinnen älter als 14 Jahre sind. Als Referenzgruppe werden normalgewichtige, geschlechts- und altersgleiche Probanden rekrutiert.

Ausschlusskriterien

  • Ausgeschlossen werden Patienten die intellektuell oder körperlich nicht in der Lage sind, die Probensammlung vorzunehmen oder aufgrund ihrer sprachlichen oder intellektuellen Fähigkeiten die Instruktionen nicht verstehen. Dies entscheidet der zuständige klinische Neuropsychologe. Referenzgruppe: Die Entscheidung wird von der/dem UntersuchungsleiterIn getroffen. Eine fehlende Einwilligung des Teilnehmenden oder des Erziehungsberechtigten führt ebenfalls zum Ausschluss aus der Studie.

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Essstörung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Der Gastrointestinaltrakt des Menschen stellt ein komplexes Ökosystem dar. Er wird von einer Vielzahl an Mikroorganismen (MO) besiedelt die sich aus Bakterien, Archaeen und Eukaryoten zusammensetzen. Ihre Verteilung und Häufigkeit unterscheidet sich in den einzelnen Abschnitten des Magen-Darm-Traktes erheblich. Eine intakte Mikrodarmflora ist entscheidend für die Verhinderung des Wachstums pathogener Bakterien. Mittlerweile ist bekannt, dass das Mikrobiom, also die Gesamtheit aller den Menschen besiedelnden Mikroorganismen, eine wichtige Rolle bei einer Reihe von Krankheitsbildern, z.B. Diabetes mellitus oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, spielt. Die Darmbakterien besitzen die Fähigkeit unverdauliche Nahrungsbestandteile abzubauen wobei Fermentationsprodukte wie z.B. kurzkettige Fettsäuren (FS) entstehen, die der Mensch zur Deckung seines Energiebedarfs nutzt. Beachtliche 5 - 10 % des Gesamtenergiebedarfs werden so durch die Produkte der Mikroflora des Kolons gewonnen. Forschungsergebnisse zeigen, dass sich das Mikrobiom bei Normalgewicht und bei Übergewicht/Adipositas sowohl bei Mäusen als auch bei Menschen unterscheidet und dies auch eine funktionelle Bedeutung hat. Über die Rolle der MO im Darm bei Magersucht ist wenig bekannt. Anorexia nervosa PatientenInnen haben erhebliche gastrointestinale Beschwerden. Es ist nicht bekannt, ob bei diesen PatientenInnen eine veränderte Darmflora vorliegt und wenn ja, ob die Darmflora prämorbide Merkmale der Anorexia nervosa darstellen oder ob sie den aktuellen Ernährungszustand reflektieren und sich mit Normalisierung des Körpergewichts und/oder des Essverhaltens verändern. Mit dieser Studie wollen wir Erkenntnisse zwischen den Zusammenhängen Darmflora, Magen-Darm Beschwerden und der Gewichtsregulation bei Patienten mit Essstörungen erlangen. Die beteiligten Forscher an dieser Studie glauben, dass eine bestimmte Zusammensetzung der Darmflora unter Umständen die Gewichtszunahme und Heilung der Krankheit positiv beeinflussen könnte. Es sollen 60 Anorexia nervosa (AN) Patientinnen, ab einem Alter von 14 Jahren, die mit dem Ziel der Gewichtszunahme und Erlernung eines normalen Essverhaltens an einer stationären Therapie in der Psychosomatik, Schön Klinik Roseneck teilnehmen, rekrutiert werden. Es werden Stuhlproben zu Beginn und zum Ende der Therapie gesammelt und untersucht. Die Ergebnisse werden gemeinsam mit den erhobenen Daten zur Anamnese, zu Ernährungs- und Stuhlgewohnheiten sowie Magen-Darm-Beschwerden ausgewertet. Die Ergebnisse werden mit den Daten einer geschlechts- und altersgleichen, normalgewichtige Kontrollgruppe verglichen.

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