Beschreibung der Studie

2010 wurde gezeigt, dass es trotz oraler Einnahme größerer Mengen Delta-9-Tetrahydrocannabinolsäure A (THCA-A), der biosynthetischen Vorstufe von Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) in der Cannabispflanze, zu keiner messbaren Einlagerung in die Haare kommt. In Haarproben, die im Rahmen forensisch-toxikologischer Fragestellungen erhoben werden, können jedoch sehr häufig hohe Konzentrationen an THCA-A gemessen werden. Nicht selten liegen diese sogar oberhalb der THC-Konzentration. THCA-A kann bei der Probenaufarbeitung teilweise zu THC decarboxyliert werden und dessen Konzentration artifiziell erhöhen. Dies wiederum kann zu fehlerhaften Interpretationen bezüglich des Konsumverhaltens des Probanden führen. Eine mögliche Erklärung für die teilweise sehr hohen Konzentrationen an THCA-A ist eine Kontamination durch Berührung der Haare durch Hände, die zuvor mit Cannabismaterial in Kontakt kamen. Durch die hohe Lipophilie von THCA-A verbleibt nach dem Hantieren mit Marihuana, z.B. beim Herstellen eines Joints, THCA-A neben anderen Inhaltstoffen an den Händen únd wird bei Berührung mit dem Haar teilweise auf dieses übertragen. Um diese These zu überprüfen, sollen 10 Probanden an fünf aufeinander folgenden Tagen unter Aufsicht einen Joint herstellen und anschließend ihrem normalen Tagesablauf nachgehen. Zu Beginn und am Ende dieses Zeitraums sowie nach Ablauf eines Monats wird jeweils eine Haarprobe entnommen und auf THCA und THC untersucht, um das Ausmaß einer ggf. feststellbaren Kontamination abzuschätzen

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Studiendetails

Studienziel Messung der THCA-A und THC-Konzentration in Haaren der Probanden mittels LC-MS/MS. (Probennahme: Tag Null; Ende des Expositionszeitraums (Ende Woche 1); 1 Monat nach der ersten Exposition).
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 10
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Freiburg / Rechtsmedizin Forensische Toxikologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Haarlänge von mindestens 3 cm

Ausschlusskriterien

  • Haarlänge unter 3 cm
  • Konsum von Cannabisprodukten in den letzten 6 Monaten
  • Starke Exposition mit Cannabisrauch in den letzten 6 Monaten

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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2010 wurde gezeigt, dass es trotz oraler Einnahme größerer Mengen Delta-9-Tetrahydrocannabinolsäure A (THCA-A), der biosynthetischen Vorstufe von Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) in der Cannabispflanze, zu keiner messbaren Einlagerung in die Haare kommt. In Haarproben, die im Rahmen forensisch-toxikologischer Fragestellungen erhoben werden, können jedoch sehr häufig hohe Konzentrationen an THCA-A gemessen werden. Nicht selten liegen diese sogar oberhalb der THC-Konzentration. THCA-A kann bei der Probenaufarbeitung teilweise zu THC decarboxyliert werden und dessen Konzentration artifiziell erhöhen. Dies wiederum kann zu fehlerhaften Interpretationen bezüglich des Konsumverhaltens des Probanden führen. Eine mögliche Erklärung für die teilweise sehr hohen Konzentrationen an THCA-A ist eine Kontamination durch Berührung der Haare durch Hände, die zuvor mit Cannabismaterial in Kontakt kamen. Durch die hohe Lipophilie von THCA-A verbleibt nach dem Hantieren mit Marihuana, z.B. beim Herstellen eines Joints, THCA-A neben anderen Inhaltstoffen an den Händen únd wird bei Berührung mit dem Haar teilweise auf dieses übertragen. Um diese These zu überprüfen, sollen 10 Probanden an fünf aufeinander folgenden Tagen unter Aufsicht einen Joint herstellen und anschließend ihrem normalen Tagesablauf nachgehen. Zu Beginn und am Ende dieses Zeitraums sowie nach Ablauf eines Monats wird jeweils eine Haarprobe entnommen und auf THCA und THC untersucht, um das Ausmaß einer ggf. feststellbaren Kontamination abzuschätzen.

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