Beschreibung der Studie

Palliativmedizinisch betreute Menschen neigen häufig dazu, sich aus verschiedenen Gründen zu wenig zu bewegen. Dieser Umstand führt zu einem frühzeitigen Muskelabbau und folglich zu einer Einschränkung der Mobilität, der Selbstständigkeit und schließlich der Lebensqualität. Es existieren sehr wenige Untersuchungen, welche ein systematisches Bewegungstraining bei Palliativpatienten evaluieren. Aus den wenigen vorhandenen Studien ist bekannt, dass Training bei den meisten Palliativpatienten wirksam ist und es als sicher für den Patienten eingeschätzt werden kann. Diese Studie soll somit dazu beitragen, die Machbarkeit eines sanften Trainings zu bestätigen und seine Wirkung auf die Mobilität festzuhalten.

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Studiendetails

Studienziel Patienten: De Morton Mobility Index (DEMMI); Fragebogen: Mobilität; Messung nach 3 und 6 Wochen /// Caregiver: IRES-24; Fragebogen: Gesundheitsstatus und Funktionsfähigkeit; Messung nach 3 und 6 Wochen
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 25
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Klinik für Palliativmedizin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einschlusskriterien der Palliativpatienten:
  • Palliativpatienten
  • 18 Jahre
  • Lebenserwartung 6-12 Monate
  • ECOG: ≤ 2
  • Numerische Rating-Skala für Schmerz (0-10) bei ≤ 3
  • Adequater kognitivere Status

Ausschlusskriterien

  • Ausschlusskriterien
  • neurologische oder orthopädische Erkrankungen
  • ossäre Metastasen
  • Herzerkrankungen: NYHA III-IV
  • Hypertensiver Notfall in den letzten 12 Monaten
  • Klinische Hinweise auf Blutungsneigung
  • Belastungsdyspnoe (VRS ≥ 2)

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

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Es existieren zahlreiche Forschungsarbeiten zum Thema Bewegung und Krebs. Der Bereich Palliativmedizin wird davon bislang nur marginal tangiert (Lowe 2011a; Cramp und Byron-Daniel 2012). Palliativmedizinisch betreute Menschen weisen viele beeinträchtigende Symptome auf wie z. B. Muskelabbau, Kachexie, motorische Immobilität, Fatigue, Schmerz, Dyspnoe, Nausea, Schlaflosigkeit, Depression und Obstipation (Jäger 2012; Strömgren et al. 2006). Besonders die Abnahme physischer Fähigkeiten wirkt sich beeinträchtigend auf die Mobilität, die Autonomie und auf die Lebensqualität von Krebspatienten im fortgeschrittenen Stadium aus (Helbostad et al. 2009; Lowe et al. 2009b; Cohen und Leis 2002). Die Wirkung von gezielten Bewegungsprogrammen für Palliativpatienten ist weitgehend unerforscht, sodass noch keine Bewegungsempfehlungen existieren (Lowe et al., 2009b). Die wenigen vorhandenen Interventionsstudien deuten auf positive Effekte im physisch-funktionellen und im psychischen (z. B. emotionaler Zustand) Bereich hin, welche durch zukünftige Studien bekräftigt werden sollten (Lowe 2011b; Oldervoll et al. 2011; Oldervoll et al. 2006). Das immense Forschungsdefizit im deutschsprachigen Raum besteht darin, dass noch keine interventionelle Studie existiert, in welcher die Wirkung eines systematischen Bewegungsprogramms (z. B. auf die physische Funktionsfähigkeit) bei Palliativpatienten untersucht wird. Eine Bedarfsanalyse von Lowe (2010) zeigt die Wichtigkeit von physischer Aktivität und das Interesse von Palliativpatienten an einem zu Hause stattfindenden Bewegungsprogramm. Darüber hinaus spielt der „Caregiver“ (informelle Pflegekraft, meist Familienmitglied) eine zentrale Rolle für Patienten. Caregiver befinden sich unter physischem und psychischem Stress, sind allerdings ein bestimmender Faktor für die Lebensqualität der Patienten. Da Caregiver dazu neigen, sich selbst zu vernachlässigen und de facto wenig Unterstützung durch das Gesundheitssystem erhalten, werden diese in die Untersuchung eingeschlossen (Blum und Sherman 2010; Glajchen 2004; Haley 2003; Le et al. 2003). Diese Pilotstudie soll dazu beitragen, die Datenlage für die Machbarkeit und die Wirkung eines Bewegungsprogramms zu erweitern.

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