Beschreibung der Studie

Hauptanliegen unserer Studie ist es zu untersuchen, in welchem Umfang Patienten nach einem Herzinfarkt von der zusätzlichen Beratung durch einen Apotheker im stationären und ambulanten Umfeld profitieren können. Daneben möchten wir durch unsere Studie auch erfahren, wie es den Patienten im ersten Jahr nach dem Aufenthalt im Krankenhaus ergeht und wie gut sie mit ihren Medikamenten zurecht kommen. Um diese Fragen beantworten zu können, bieten wir Patienten nach einem Herzinfarkt in der Klinik für Kardiologie & Angiologie an der MHH die Möglichkeit, an unserer Studie teilzunehmen: Patienten, die der "Innovativen Studiengruppe" zugelost werden, erhalten vor Ihrer Entlassung zusätzlich zur ärztlichen Betreuung eine Beratung rund um ihre Medikamente durch einen Apotheker. Im Verlauf eines Jahres findet nach 6 sowie nach 12 Monaten jeweils ein telefonisches Nachfolgegespräch statt, bei dem weitere Beratungen durchgeführt werden neben der Erhebung studienrelevanter Daten. Bei Zulosung in die "Traditionelle Studiengruppe" erfahren die Patienten ausschließlich Betreuung und Beratung durch das ärztliche Pesonal. Studiendaten werden - ebenso wie in der Innovativen Studiengruppe - wärend des stationären Aufenthalts sowie durch 2 telefonische Nachfolgegespräche nach 6 bzw. 12 Monaten gesammelt. In unserer Studie finden keine körperlichen Untersuchungen statt und es werden keine neuen Medikamente getestet.

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Studiendetails

Studienziel Patienten-rapportierte Medikamenten-Adhärenz 12 Monate nach Indexhospitalisierung durch Messung mit der Deutschen Version des Morisky Medication Adherence Scale / 8-Item Version.
Status Teilnahme nicht mehr möglich
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Zentralapotheke der Medizinischen Hochschule Hannover

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Mindestalter 18 Jahre
  • Akutes Koronarsyndrom als bestätigte Einweisungsdiagnose, d.h. ST-Hebungsinfarkt (STEMI), Nicht-ST-Hebungsinfarkt (NSTEMI) oder Instabile Angina Pectoris (IA)
  • Informierte Einverständniserklärung

Ausschlusskriterien

  • Eingeschränkte kognitive Fähigkeiten, d.h. Patienten, die sich nicht selbst versorgen können (Patienten mit neurologischen/psychiatrischen Störungen, Patienten in ambulanter Pflege, Patienten die im Pflegeheim leben)
  • Terminale dialysepflichtige Niereninsuffizienz
  • Laufende antineoplastische Therapie
  • Mangelnde Deutschkenntnisse, die Beratung und Datenerhebung auf Deutsch nicht gestatten

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Herzinfarkt-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

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Ziel der Studie ist die Nutzenevaluation von pharmazeutischer Betreuung für Patienten nach Akutem Koronarsyndrom mittels einer kontrollierten randomisierten Interventionsstudie. Zusätzlich wird die medikamentöse Versorgungssituation untersucht. Da das Outcome bei diesem Patientenkollektiv binnen eines Jahres nach Indexhospitalisierung erheblich beeinträchtigt ist, wurde eine multimodale sektorenübergreifende Intervention zur Stärkung von Adhärenz und Persistenz auf dieses Patientenkollektiv zugeschnitten. Mit Hilfe der Studie soll geklärt werden, in welchem Ausmaß die pharmazeutische Betreuung zur Verbesserung des Patienten-Outcomes beitragen kann. Hauptintervention bildet eine Patientenschulung innerhalb des stationären Aufenthalts. Innerhalb zweier Nachfolgegespräche nach 6 sowie nach 12 Monaten werden der Interventionsgruppe erneut Kurzberatungen angeboten. Die Kontrollgruppe erfährt hingegen ausschließlich die standardmäßige Betreuung und Beratung durch das ärztliche Personal. Die Endpunkte werden durch Patient-reported Outcomes definiert. Primärendpunkt ist die Patienten-rapportierte Medikamentenadhärenz während als Schlüsselsekundärparameter die gesundheitsbezogene Lebensqualität gewählt wurde. Die Datenerhebungen finden ausschließlich mit Hilfe von standardisierten psychometrischen Messinstrumenten statt. Da keine standardmäßige Nachbetreuung durch eine Klinikambulanz stattfindet, wird das Follow-up im Remote-Stil mittels Telefongesprächen durchgeführt und im Fall der Interventionsgruppe mit der Nachfolgeintervention gekoppelt.

Quelle

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