Beschreibung der Studie

In Rahmen dieser Studie werden zwei Narkoseverfahren, die total intravenöse Anästhesie und die balancierte Anästhesie, zur Implantation eines MitraClips®-Systems verglichen. Es soll untersucht werden, ob durch das gewählte Narkoseverfahren die Schädigung von Herzmuskelzellen beeinflusst wird und ob sich das Verhalten von Blutdruck und Herzfunktion während der Narkose unterscheidet. Um eine mögliche Schädigung der Herzmuskulatur nachweisen zu können, wird 24 Stunden nach Narkosebeginn ein bestimmter Marker hierfür (Troponin I) im Blut bestimmt. Des Weiteren wird 24 Stunden nach Narkosebeginn ein Elektrokardiogramm (EKG) aufgezeichnet. Während der Narkose wird zusätzlich zu den standardmäßig erhobenen Parametern der Herz-Kreislauffunktion eine kontinuierliche erweiterte Messung der Herzfunktion stattfinden. Dieses Verfahren ermöglicht gegenüber den Standardverfahren der Überwachung der Herz-Kreislauffunktion eine genauere Analyse und ggf. Therapie einer Funktionsstörung der Herzmuskulatur.

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Studiendetails

Studienziel Troponin I-Freisetzung 24 Stunden nach Anästhesieeinleitung
Status Teilnahme vorübergehend ausgesetzt
Zahl teilnehmender Patienten 84
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Charité Campus Benjamin Franklin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

Ausschlusskriterien

  • Alter <18 Jahre
  • Fehlende Einwilligung
  • Myokardinfarkt innerhalb von 6 Wochen vor Intervention
  • Kontraindikationen gg. Propofol, inhalative Anästhetika, Remifentanil, CisAtracurium
  • Einnahme von Sulfonylharnstoffen, Theophyllin oder Allopurinol
  • Z.n. Gefäß-OP inguinal

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Koronare Herzkrankheit-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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In der interventionellen Kardiologie finden katheterbasierte Verfahren zur Korrektur von Klappenvitien wie TAVI oder MitraClip® eine immer größere Verbreitung. Da diese Verfahren bisher in der Regel in Allgemeinanästhesie stattfinden, ergibt sich daraus eine wachsende Bedeutung für die Anästhesiologie. Hinsichtlich der Fragestellung, ob die Auswahl der Narkose, total intravenöse Anästhesie (TIVA) oder Balancierte Anästhesie, einen Einfluss auf das Outcome der Patienten hat, gibt es bisher weder für das MitraClip®-System noch für die weiter verbreitete Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) veröffentlichte Daten. Untersuchungen bei Patienten mit offen chirurgischem Aortocoronarem Bypass (CABG) konnten zeigen, dass die Balancierte Anästhesie gegenüber der TIVA mit einem geringeren Kardiomyozytenschaden einhergeht. Dagegen bot eine Präkonditionierung mit inhalativen Anästhetika bei Percutaner Coronarintervention (PCI) oder offen chirurgischer Mitralklappenrekonstruktion keine oder nur bei einer Subgruppe signifikante Vorteile. Ebenso scheint die Wahl des Anästhesieverfahrens keinen Einfluss auf das Auftreten einer kardialen Ischämie im Rahmen von nicht-kardiochirurgischen Eingriffen zu haben. Gegenstand dieser Studie soll daher der Vergleich von TIVA und Balancierter Anästhesie im Rahmen der Implantation eines MitraClips® sein. Als Parameter einer Kardiomyozytenschädigung erfolgt die Messung von Troponin I im Serum 24 h nach Intervention.

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