Beschreibung der Studie

Im deutschen Sozialsystem können Leistungen zur medizinischen Rehabilitation beantragt werden, um erwerbsbedingte Frühberentungen zu vermeiden. Nur die Hälfte der Erwerbsminderungsrentner hat jedoch medizinische Rehabilitationsleistungen vor ihrer Frühberentung in Anspruch genommen. Mit der Studie soll untersucht werden, welche Faktoren die Inanspruchnahme von Rehabilitations- und Rentenleistungen beeinflussen. Um diese Fragen beantworten zu können, werden 10.000 Versicherte der Deutschen Rentenversicherung Bund in den Jahren 2013, 2015 und 2017 mit einem Fragenbogen befragt. Diese Daten werden jährlich mit Daten über Rehabilitations- und Rentenleistungen aus den Versichertenkonten verknüpft. Die Stichprobe berücksichtigt ausschließlich Personen, die im Vorjahr Krankengeld bezogen haben und daher eine Risikogruppe für erwerbsminderungsbedingte Frühberentung darstellen.

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Studiendetails

Studienziel Primäre Endpunkte des SPE-III sind die Inanspruchnahme von medizinischen Rehabilitationsleistungen und der Zugang zu Erwerbsminderungsrenten. Diese Daten werden jährlich aus den Versichertenkonten der Studienteilnehmer extrahiert.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up läuft noch
Zahl teilnehmender Patienten 10000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle Deutsche Rentenversicherung Bund

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Krankengeldbezug in 2012

Ausschlusskriterien

  • vorangegangener Erhalt von Rentenbezügen; Erhalt von Leistungen zur Teilhabe in den letzten vier Jahren

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Im deutschen Sozialsystem gehen dauerhafte Einschränkungen der Erwerbfähigkeit mit dem Anspruch auf Rente wegen teilweiser oder voller Erwerbsminderung (§ 43 SGB VI) einher. Seit 2005 steigt die Anzahl der erwerbsminderungsbedingten Rentenzugänge wieder an. Zur Sicherung der Erwerbsfähigkeit und der beruflichen Teilhabe werden von Rentenversicherungsträgern Leistungen zur medizinischen Rehabilitation angeboten. Hierbei handelt es sich um Antragsleistungen, die einer bewussten Entscheidung der Versicherten bedürfen. Im Jahr 2010 wurde jedoch für etwa die Hälfte aller Erwerbsminderungsrentenzugänge keine vorangegangene Rehabilitationsleistung verzeichnet. Offenbar gibt es Rehabilitationsbedarf der nicht zur Antragstellung und Inanspruchnahme rehabilitativer Leistungen führt. Das SPE-III wird daher untersuchen, inwiefern personale und soziale Kontextfaktoren die Inanspruchnahme von Rehabilitations- und Rentenleistungen beeinflussen. Da vorangegangene Studien zeigen konnten, dass vor allem die Krankengeldbezugsdauer ein wichtiger prognostische Faktor für spätere erwerbsminderungsbedingte Rentenzugänge ist, wurde das SPE-III als Risikopanel konzipiert, das nur Personen berücksichtigt, die in dem der Ersterhebung vorangegangenem Jahr Krankengeldbezüge erhalten haben. Die Bruttostichprobe umfasst 10.000 40- bis 54-jährige Versicherte der Deutschen Rentenversicherung Bund. Die Stichprobe wird nach Geschlecht geschichtet. Postalische Befragungen werden 2013, 2015 und 2017 durchgeführt. Die Fragebogendaten werden jährlich mit Verwaltungsdaten aus den Versichertenkonten verknüpft und mit verschiedenen multivariaten Verfahren analysiert, z. B. Coxregressionen, logistische und lineare Regressionen sowie Strukturgleichungsmodellen.

Quelle

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