Beschreibung der Studie

Ältere Patienten, die akut körperlich erkranken, haben ein hohes Risiko, zusätzlich eine Depression zu erleiden. Die kognitive Verhaltenstherapie ist erwiesenermaßen wirksam bei älteren Patienten ohne nennenswerte körperliche Erkrankungen. Für Patienten, die sowohl an einer Depression als auch an körperlichen Erkrankungen leiden, gibt es keine solchen Daten. Diese Studie richtet sich an Patienten einer geriatrischen Klinik, die daraufhin untersucht werden, ob eine Depression vorliegt. Während des Krankenhausaufenthalts können sie an wöchentlichen Gruppentherapiesitzugen teilnehmen. Bei Entlassung werden Patienten, die an der Studie teilnehmen möchten, in zwei Gruppen aufgeteilt: Die Behandlungsgruppe besucht unmittelbar anschließend wöchentliche Therapiesitzungen für 12 Wochen, die Patienten der Kontrollgruppe werden in eine Warteliste aufgenommen und dann nach 4 Monaten zur wöchentlichen Psychotherapie eingeladen. Vier Monate nach Gruppenzuteilung werden alle Patienten bezüglich depressiver Symptome und körperlicher Leistungsfähigkeit nachuntersucht. Eine abschließende Untersuchung findet nach 1 Jahr statt, wenn die Patienten, die anfangs auf der Warteliste waren, auch ihre Therapie abgeschlossen haben.

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Studiendetails

Studienziel Depressivität nach 4 Monaten, gemessen mittels der Hospital Anxiety and Depression Scale (HADS)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 64
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Robert-Bosch-Stiftug

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Depressive Episode; HADS > 7 Punkte; stationäre Aufnahme im Bethanien-Krankenhaus Heidelberg wegen akuter körperlicher Erkrankung; Einverständniserklärung

Ausschlusskriterien

  • Demenz (MMSE < 21); akute Suizidalität; Unfähigkeit, an der Gruppentherapie teilzunehmen (ausgeprägte Schwerhörigkeit, unkontrollierte Atemnot); schwere körperliche Erkrankung mit limitierter Prognose; Unfähigkeit, zur Gruppentherapie ins Studienzentrum zu kommen

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Geriatrische Patienten, die wegen einer akuten körperlichen Erkrankung hospitalisiert werden, haben ein hohes Risiko, an einer komorbiden, oft undiagnostizierten oder unbehandelten Depression zu leiden. Komorbide depressive Störungen sind mit schlechterer Prognose körperlicher Erkrankungen, schlechterem funktionellem Status und höherem Bedarf an medizinischer Behandlung assoziiert. Kognitive Verhaltenstherapie ist auch bei betagten, selbstständig lebenden Patienten mit Depression, aber ohne relevante körperliche Komorbidität wirksam. Studien über Psychotherapie im Anschluss an einen somatischen Krankenhausaufenthalt liegen nicht vor. Ziel dieser Studie ist die Evaluation einer kognitiv-behavioralen Gruppenpsychotherapie bei Patienten mit akuten körperlichen Erkrankungen. Überprüft werden soll die Wirkung auf Symptome der Depression und auf die Inanspruchnahme medizinischer und sozialer Hilfsangebote. Es wird eine prospektive, randomisierte Cross-over-Studie im Wartelistendesign durchgeführt. Patienten, die in eine geriatrische Klinik aufgenommen werden, werden auf das Vorliegen einer Depression untersucht und zu zwei bis drei probatorischen Gruppentherapiesitzunge eingeladen. Am Ende des stationären Aufenthalts erfolgt die Randomisierung in eine Behandlungs- und eine Wartelistengruppe. Die aktive Behandlung besteht aus 12 wöchentlichen Gruppentherapiesitzungen. Nach 4 Monaten erfolgt eine Reevaluation depressiver Symptome (HADS) und des funktionellen Status. Anschließend erhält die Wartelistengruppe 12 Gruppentherapiesitzungen. Eine abschließende Verlaufsuntersuchung erfolgt 1 Jahr nach Randomisierung.

Quelle

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