Beschreibung der Studie

Ziel der Studie ist es, den Einfluss von Ausbildung und medizinischer Lehre in der präklinischen Notfallmedizin auf die Arbeitsweise, Patientenversorgung und Patientensicherheit zu untersuchen. Hintergrund ist, dass zwar viele Fortbildungen angeboten werden, jedoch deren Einfluss und Auswirkung weitestgehend unbekannt sind, da die Datenlage nicht repäsentativ ist. In der vorliegenden Studie wird zunächst ein Assessment-Tool zur Beurteilung der Prozesse, Kommunikation und Arbeitsstruktur entwickelt und validiert. Im zweiten Schritt werden alle Rettungsassistenten der Metropolregion Wiesbaden in strukturierter Versorgung von schwerverletzten Patienten geschult und die Entwicklung und Veränderung mittels dem Assessment-Tool in Videoanalysen während der Trainings zu unterschiedlichen Zeitpunkten beurteilt. Es werden die Hypothesen aufgestellt, dass nach entsprechender Schulung die Patientenversorgung eine einheitliche Struktur hat und lebensbedrohliche Symptome rasch erkannt werden und nötige Interventionen getroffen werden. Zusätzlich wird angenommen, dass sich die reale Einsatzdokumentation verbessert, die subjektive Sicherheit der Teilnehmer steigt und entsprechende Patientengruppen in die dafür vorgesehene Klinik transportiert werden (gemäß den Richtlinien des Traumanetzwerkes DGU und DGUV-Vorgaben).

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Studiendetails

Studienziel Verbesserung der Struktur und Prozesse in der Patientenversorgung nach entsprechender Schulung. Die Veränderungen wird mittels Videoanalyse erfasst und mit Hilfe eines dazu entwickelten Assessment-Tools beurteilt.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 375
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Deutscher Berufsverband Rettungsdienst e.V. (DBRD)

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • In die Studie eingeschlossen sind alle angestellten Rettungsassistenten und Rettungssanitäter der teilnehmenden Institutionen am Rettungsdienst Wiesbaden und Rheingau-Taunus-Kreis.

Ausschlusskriterien

  • Personen welche nicht dem o.g. Personenkreis angehören

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Hintergrund: Unfälle sind die häufigste Todesursache bis in das mittlere Erwachsenen-Alter. Die Versorgung von schwerverletzten Patienten ist eine interdisziplinäre Herausforderung. Die Datenlage, wie weit präklinische Trainingsprogramme zur Versorgung von Trauma-Patienten einen Vorteil für den Patienten bringen oder die Prozesse und Sicherheit der Einsatzkräfte beeinflusst, ist unzureichend, die Erfahrungen und Expertenmeinungen im Gegensatz dazu hoch. Methodik: I – Anhand video-aufgezeichneter Fallbeispiele wird ein Assessment-Tool im Sinne einer Checkliste zur Verifizierung der Prozesse vor und nach einem Trainingsprogramm zur Versorgung schwerverletzter Patienten entwickelt, im Sinne von “objective structured clinical examination” (OSCE). Dabei werden anhand entsprechender Skalen die Zeitpunkte, Vollständigkeit sowie die Qualität der einzelnen Maßnahmen beurteilt. Die Beurteilung der Teamkommunikation und -Interaktion wird durch qualitative Analysen entwickelt und quantifiziert sowie durch bestehende Messinstrumente (z. B. Clinical Team Scale) verifiziert. Das entwickelte Assessment-Tool wird durch eine Reihe von Experten im Bereich der Traumaversorgung, Trauma-Forschung und Lehre validiert. II a) In einem Rettungsdienst wird die subjektive Einschätzung von Rettungsassistenten zur Versorgung von Trauma-Patienten zu drei Zeitpunkten (vor, unmittelbar nach und ein halbes Jahr nach dem Training) evaluiert. b) Der Einfluss des Trainings auf die Dokumentationsqualität bei Realeinsätzen wird anhand drei relevanter Items der Patientensicherheit sowohl vor als auch nach dem Kurs bestimmt. c) Mittels dem Assessment-Tool sollen die Prozesse und Teamkommunikation in der Versorgung von Traumapatienten anhand szenariobasierter Fallbeispiele auf den Einfluss des Trainings überprüft werden. Diskussion: Die vorliegende Studie untersucht den Einfluss der Trainings auf Rettungsassistenten. Nach erfolgreichem Abschluss der Untersuchung, sind jedoch weitere, multizentrische Untersuchungen denkbar, welche auch die Untersuchung notarztgestützter Teams miteinbeziehen. Auch der Einfluss auf das Kollektiv der Patienten und präklinischer Maßnahmen soll anhand retrospektiver Analysen von Schockraumdaten beurteilt werden.

Quelle

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