Beschreibung der Studie

Ultraschallgezielte Regionalanästhesie ist eine moderne Art der Schmerzausschaltung und nimmt immer mehr an Bedeutung zu. Der Vorteil an ultraschallgezielten Blockaden ist es, dass weniger Medikament, das aber gezielt unter direkter Sicht verabreicht werden kann. Aus diesem Grund kann die Gefahr von Verletzungen von angrenzenden Strukturen verhindert werden. Mit Ultraschall kann die Fläche eines Nerven vermessen werden und dann Rückschlüsse auf die benötigte Menge eines Medikaments zur Schmerzausschaltung gezogen werden. Unsere Forschungsgruppe hat eine Studie an Freiwilligen veröffentlicht (Latzke et al, Br J Anaesth.2010 Feb;104(2):239-44.), in der die Menge dieses Lokalanästhetikum (LA) eruiert wurde, dass 99% der Beteiligten schmerzfrei auf Nadelstiche reagierten. Das Ergebnis beträgt 0,1ml/mm2 Nervenfläche. Diese Menge an LA ist viel geringer als in klinischen Alltag verwendet wird. Wir wollen jetzt in einer klinischen Studie beweisen, dass diese geringe Menge LA ausreicht, um auch Patienten, die sich einem plastisch-operativen Eingriff am Vorfuss unterziehen müssen, optimal zu anästhesieren und analgesieren.

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Studiendetails

Studienziel Ziel der Studie ist es zu prüfen, ob die zuvor evaluierte ED99 für ultraschallgezielte Nervenblockade ausreicht, um intraoperative Anästhesie und Analgesie zu erzielen. Nach dem Block erfolgt die Austestung der sensorischen Blockade mit Nadelstichen, die Ausbreitung der motorischen Blockade mit der Testung der Fähigkeit zur Plantarflexion und Dorsoflexion im Seitenvergleich. Zeitpunkte der Austestung ist: vor dem Block, dann 2, 4, 6, 8, 10, 15, 20, 30, 45 und 60Minuten nach dem Block, und postoperativ halbstündlich.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Studienphase 4
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Medizinische Universität Wien, Universitätsklinik für Anäesthesie, Allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten, die sich einer plastisch-chirurgischen Operation in Versorgurngsgebiet des
  • ischiadikus unterziehen müssen
  • Alter 18-90Jahre
  • BMI<35kg/m2
  • unterschriebene Einverständiserklärung mit der Hinsicht, dass jeder Teilnehmer den Inhalt,
  • das Ziel und die Risiken begriffen hat
  • geistige,sprachliche und rechtliche Fähigkeit die Einverständniserklärung verstanden zu

Ausschlusskriterien

  • Allergie gegen LA
  • Teilnahme an einer anderen klinischen Studie,
  • klinisch relevante Veränderungen im EKG, wie Bradykardie oder AV-Block,
  • fehlende Kooperation
  • andere Bedenken, aus Sicht des Studienleiters, die gegen die Teilnahme an der Studie
  • sprechen

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Ultraschallgezielte Regionalanästhesie ist eine moderne Art der Schmerzausschaltung und nimmt immer mehr an Bedeutung zu. Vorteil der ultraschallgezielten Methoden im Vergleich zu herkömmlichen Methoden wie Nervenstimulator oder landmarkenbasierte Techniken ist es, unter direkter Sicht die optimale Position der Nadel zum Nerv und damit der Blockade zu finden. Weiters ist die Anschlagzeit kürzer, dafür die Blockdauer länger. Nebenwirkungen wie z.B. versehentliche Verabreichung des Medikaments in ein Gefäß oder Nerven können vermieden bzw. reduziert werden. Vielen Studien haben das bereits gezeigt. Die beste Inovation der letzten Zeit ist die Möglichkeit, anhand der Fläche des Nerven die geeignete Menge an Lokalanästhetikum (=LA) zu errechnen. Unsere Forschungsgruppe hat zwei ähnliche Studien an Freiwilligen veröffentlicht, in der eine bestimmt Menge an LA verabreicht wurde und ausreicht, dass 95% bzw 99% der Beteiligen eine Ulnaris. Bzw. Ischiadikusblockade erreichen. Bei beiden Studien war diese Menge 0,1ml/mm2. Diese Menge an LA ist viel geringer als in klinischen Alltag verwendet wird. Um diese Daten auch bei Patienten umzusetzen, haben wir eine prospektive Studie entwickelt, die Patienten, die sich einer Operation am Vorfuss unterziehen müssen und mit einem ultraschallgezielten Block des N. ischiadikus versorgt sind, untersucht. Nach einem statistischen Verfahren nach Dixon (Dixon WJ, The Up-and-Down Method for Small Samples, Journal of the American Statistical Association 1965 (60); 967-78) wird diese ED99 Menge ermittelt. Wir wollen beweisen, dass diese geringe Menge LA ausreicht, um auch Patienten, die sich einem operativen Eingriff unterziehen müssen, optimal zu anästhesieren und analgesieren.

Quelle

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