Beschreibung der Studie

Zentrales Problem in der Versorgung von Patienten mit einer akuten Lähmung des Halsmarks ist die langfristige Verhinderung von Komplikationen an der Lunge (Lungenentzündung). Durch die Verletzung wird die Fähigkeit zu atmen und zu husten schlechter. In einer Vorstudie (proof-of-concept) wollen wir überprüfen, ob eine atemabhängige Stimulation der Bauchmuskeln zu einem besseren Ausatmen und Husten führt und somit die Zahl der Lungenentzündungen vermindert. In der Studie werden wir mit Hilfe von elektrischen Strom die Bauchmuskeln beim Ausatmen reizen, so dass sie sich zusammen ziehen. Das Ausatmen messen wir direkt an den Beatmungsgeräten oder durch eine zusätzliche Maske vor dem Gesicht. Wir beginnen mit dieser Therapie möglichst bald nach dem Unfall so dass die Muskulatur sich nicht zurückbildet. Die Stimulation soll zwei Mal täglich für 30 Minuten über einen Zeitraum von 90 Tagen erfolgen. Ziel ist es, zu schauen, ob sich die Zahl der Lungenentzündungen und weiterer Atemwegsparameter verbessern.

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Studiendetails

Studienziel Pneumonierate über den Zeitraum der abdominellen Stimulation (90 Tage)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 14
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle DGUV – Forschungsförderung
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Männer und Frauen
  • Lähmung SCI C4 – Th3
  • Lähmung nicht älter als 4 Wochen, in dieser Zeit kein Extubationsversuch, Zeitraum in der Behandlung durch die Grunderkrankung begründet ist.
  • BMI < 35
  • Alter 18 - 80 Jahre
  • Intensivüberwachungspflicht
  • Beatmungspflicht zu Beginn der Studie
  • Einwilligung durch den Patienten

Ausschlusskriterien

  • Fehlende Einwilligung
  • Bekannte Lungenerkrankung (COPD)
  • Progressive Erkrankung
  • Unmöglichkeit, abdominelle Elektroden zu platzieren
  • Schwangerschaft
  • Schrittmacher oder ähnliche Implantate die mit einer elektrischen Stimulation interferieren

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Infantile Zerebralparese-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Zentrales Problem in der Versorgung von Patienten mit einer Lähmung des Hals- und oberen Brustmarks ist die Sicherung der Atemwege und die langfristige Verhinderung von Komplikationen wie Lungenentzündungen. Ziel des geplanten Forschungsvorhabens ist es, die Zahl der Komplikationen im primären stationären Verlauf nach dem Unfall zu vermindern. Dazu soll mit Hilfe einer elektrischen Stimulation der Bauchmuskulatur die Ausatmung und das Husten unterstützt werden. Gemessen wird die Atmung am Beatmungsgerät oder mit Hilfe einer Gesichtsmaske. Die Stimulation erfolgt über 30 Minuten zwei Mal am Tag über einen Zeitraum von 90 Tagen. Endpunkt der Studie ist die Zahl der Lungenentzündungen. In der Studienplanung ist vorgesehen 14 Patienten zu untersuchen, 9 sollen über den Zeitraum der Stimulation ohne eine Pneumonie bleiben.

Quelle

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