Beschreibung der Studie

Ziel der Studie ist die Bestimmung der Konzentrationen und Aktivitäten von Plasminogen und der anderen Komponenten des Fibrinolysesystems in der vorderen Augenakmmer. Es soll gezeigt werden, dass diese Faktoren bei Patienten mit einer feuchten altersbedingten Makuladegeneration im Vergleich zu einer Kontrollgruppe erhöht sind. Um dies zu zeigen wird zu Begin einer Kataraktoperation Kammerwasser aus der vorderen Augenkammer gewonnen. Eine Erhöhung der Plasminkonzentration in der vorderen Augenkammer von Patienten mit einer feuchten altersbedingten Makuladegeneration kann den Einsatz von in den Glaskörper injiziertem Plasminogenaktivator rechtfertigen, der zu einer Ablösung des Glaskörpers von der Netzhaut führen kann, was einen positiven prognostischen Effekt für Patienten mit einer feuchten Makuladegeneration hat. So konnte durch die Abhebung des hinteren Glaskörpers die Sehkraft verbessert und das Fortschreiten der Makuladegeneration verlangsamt werden.

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Studiendetails

Studienziel Bestimmung der intrakameralen Plasminogenaktivität.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort Marburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • altersbedingte Makuladegeneration
  • Katarakt

Ausschlusskriterien

  • Malignome
  • Patienten mit hoher Myopie
  • Patienten jünger als 40 Jahre
  • Patienten mit weiteren Augenerkrankungen (diabetische Retinopathie, Z.n. Netzhautablösung, Uveitis, Glaukom)

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die pathophysiologischen Vorgänge am vitreoretinalen Interface spielen bei der Entstehung und der Progression der feuchten altersbedingten Makuladegeneration eine wichtige Rolle. Ein anliegender hinterer Glaskörper triggert diese pathophysiologischen Prozesse, während ein komplett abgehobener hinterer Glaskörper dieser Entwicklung entgegenwirkt. Daher besteht in der Abhebung der hinteren Glaskörpergrenzmebran eine therapeutische Option für Patienten mit einer feuchten Makuladegeneration. Diese Abhebung kann durch die Durchführung einer Vitrektomie oder unter Zuhilfenahme der enzymatischen Vitreolyse induziert werden, wobei letztere einige Vorteile gegenüber der Vitrektomie bietet. Intravitreal applizierter Gewebsplasminogenaktivator kann durch eine enzymatische Vitreolyse den hinteren Glaskörper von der Netzhaut abheben, wenn genügend Plasminogen im Auge vorhanden ist. Plasminogen wird durch den Plasminogenaktivator in Plasmin umgewandelt und somit aktiviert. Ziel der Studie ist es, die Konzentrationen und Aktivitäten von Plasminogen und weiterer Komponenten des Fibrinolysesystems zu untersuchen und zu zeigen, dass diese bei Patienten mit feuchter altersbedingter Makuladegeneration erhöht sind.

Quelle

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