Beschreibung der Studie

Bei der Zwangsstörung handelt es sich um eine der häufigsten psychischen Störungen. Sie ist gekennzeichnet durch aufdringliche unangenehme Gedanken, Bilder oder Impulse (Zwangsgedanken), denen meist wiederholte Verhaltensweisen (Zwangshandlungen) folgen, die das Ziel verfolgen die aufdringlichen Inhalte zu neutralisieren. Kognitive Verhaltenstherapie hat sich als äußerst effektiv in der Behandlung von Zwangsstörungen erwiesen und ist das Mittel der ersten Wahl. Ziel der vorliegenden Studie ist es, die Akzeptanz und die Wirksamkeit eines Internet-basierten kognitiv-verhaltenstherapeutischen Therapieprogramms für Menschen mit Zwangsstörungen zu untersuchen. Teilnehmer erhalten vom Therapeuten insgesamt 14 individualisierte Schreib- und Übungsaufgaben, sowie Feedback und Unterstützung. Die Kommunikation zwischen Teilnehmer und Therapeut erfolgt ausschließlich via Internet.

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Studiendetails

Studienziel Symptomverbesserung gemessen an den Scores der 'Yale-Brown Obsessive Compulsive Scale' und des 'Obsessive Compulsive Inventory-Revised' (Gruppenvergleich: Prä-Post, sowie Stabilität der Ergebnisse im Follow-up). Akzeptanz und Compliance von Patientenseite, gemessen an der Dropout-Quote zu Behandlungsende.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Diagnose einer Zwangsstörung nach DSM-IV-Kriterien (gesichert durch Y-BOCS-Self-Rating und telefonisches Interview); Einwilligung zur Teilnahme an der Studie; ausreichende Beherrschung der deutschen Sprache und Schrift; Internetzugang, Einwilligung des Arztes vor Ort, auch bzgl. Krisenintervention

Ausschlusskriterien

  • Andere Primärdiagnose; schwere depressive Episode (DSM-IV-Kriterien); klinisch relevante neurologische Erkrankungen; gegenwärtig oder in der Vorgeschichte Missbrauch oder Abhängigkeit von psychotropen Substanzen (Alkohol, Drogen, Medikamente); Benzodiazepin-Einnahme; Veränderung der psychopharmakologischen Medikation innerhalb der letzten 6 Monate; akute Suizidalität; eine Diagnose (aktuell oder anamnestisch) aus dem schizophrenen Formenkreis; Diagnose einer Borderline-Störung, aktuelle psychotherapeutische Behandlung; ambulante oder stationäre störungsspezifische Behandlung mit Reizkonfrontation und Reaktionsmanagement in den letzten 5 Jahren

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die Studie untersucht einerseits die Akzeptanz auf Patientenseite als auch die Effizienz und einer Internet-basierten kognitiv-verhaltenstherapeutischen Psychotherapie für Erwachsene mit Zwangsstörungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Umsetzung von Expositionen mit Reaktionsmanagement (ERP). Hierzu wird in einer kontrolliert-randomisierten Studie die Intervention mit einer Warte-Kontrollgruppe verglichen. Die Patienten werden zu verschiedenen Zeitpunkten (Baseline, Behandlungsbeginn, Behandlungsende, Follow-up nach 8 Wochen und 6 Monaten) mittels etablierter psychometrischer Messinstrumente untersucht. Die Behandlung konzentriert sich auf das Training in der Durchführung von Expositionen mit Reaktionsmanagement. Dies ist eingebettet in die Exploration der Symptomatik, Psychoedukation sowie die Bearbeitung von Funktionalitäten und Strategien zur Rückfallprophylaxe. Die Teilnehmer befassen sich für 8 Wochen jeweils zweimal pro Woche mit 45- bis maximal 90-minütigen Schreib- und Übungsaufgaben. Die Therapeuten initialisieren diesen Prozess mit halbstandardisierten Anleitungen, die entsprechend der jeweiligen Situation individualisiert und mit Feedback und Rückmeldungen versehen werden.

Quelle

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