Beschreibung der Studie

Die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte ist weltweit die häufigste Fehlbildung der Mittelgesichtsregion. Es kann angenommen werden, dass die faziale Stigmatisierung, Sprachstörungen und langjährige Belastungen im Rahmen der Therapie zu einer Reihe von Stressoren (Angst, Depressionen) und sekundärer Psychopathologie führt. Hier sind neurophysiologische Veränderungen wie beispielsweise eine erhöhte kortikale Aufmerksamkeitsbereitschaft und Hypersensitivität denkbar. Diese Hypothese sollte in der vorliegenden Studie überprüft werden.

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Studiendetails

Studienziel Die "Contingent negative variation (CNV)" wurde mit Hilfe eines zweifach Stimulus Paradigmas gemessen. Zusätzlich musste jeder Teilnehmer einen Fragebogen zur Ängstlichkeit und Depression "Hospital anxiety and depression questionnaire (HADS)" und einen Symptomfragebogen "Symptom checklist 90-R (SCL-90-R)" beantworten.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • ein- oder beidseitige Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalte

Ausschlusskriterien

  • psychiatrische Erkrankung

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte (LKGS) ist weltweit die häufigste Fehlbildung der Mittelgesichtsregion. Es kann angenommen werden, dass die faziale Stigmatisierung, Sprachstörungen und langjährige Belastungen im Rahmen der Therapie zu einer Reihe von Stressoren (Angst, Depressionen) und sekundärer Psychopathologie führt. Hier sind neurophysiologische Veränderungen wie beispielsweise eine erhöhte kortikale Aufmerksamkeitsbereitschaft und Hypersensitivität denkbar. Diese Hypothese sollte in der vorliegenden Studie überprüft werden. So kann vermutet werden, dass sich die "contingent negative variation (CNV), d.h. das Erwartungspotenzial zwischen einem warnenden Reiz und einem erwarteten Reiz, bei Patienten und gesunden Vergleichspersonen unterscheidet. Die evozierten Potenziale von insgesamt 25 erwachsenen Männern und Frauen mit Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte im Alter von 18-51 wurden unter Laborbedingungen mittels EEG aufzeichnet und mit den Werten einer gesunden Kontrollgruppe verglichen . Die initiale (iCNV), späte (lCNV) und totale CNV (tCNV) wie auch die Habituation der iCNV wurden bei jedem Probanden bestimmt. Neben der Messung der CNV musste jeder Versuchsteilnehmer zwei Fragebögen zur Depressivität und zu Angstzuständen ausfüllen: 1. HADS-Fragebogen (Hospital anxiety and depression scale) 2. SCL-90 (Symptom checklist) Die Probanden mit LKGS unterschieden sich unwesentlich von gesunden Probanden in Hinblick auf alle untersuchten CNV Parameter. Zusätzlich zeigten sich keine Unterschiede zwischen den Gruppen bezüglich Ängstlichkeit und Depression. Diese Daten deuten darauf hin das Patienten mit LKGS eine normale kortikale Informationsverarbeitung zeigen. Es ist wahrscheinlich das die LKGS und deren Behandlung keinen Einfluss auf das psychosoziale Funktionieren und neurophysiologie Aufmerksamkeitsmechanismen haben.

Quelle

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