Beschreibung der Studie

In einer vorangegangenen retrospektiven Untersuchung konnte das Auftrete von Hypoglykämien bei Frühgeborenen nach der Etablierung der oralen Ernährung beobachtet werden. Der Gewebezucker bei Frühgeborenen unter voll oraler Bolus-Ernährung wird prospektiv kontinuierlich mittels subkutaner Glucose-Sonde untersucht und Risikofaktoren für Schwankungen des Gewebezuckers identifiziert.

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Studiendetails

Studienziel Häufigkeit und Schwere von Schwankungen des Gewebezuckers bei Frühgeborenen unter oraler Bolusernährung ermittelt durch kontinuierliche Gewebezuckermessung über 72 Stunden
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Klinikum der Universität München, Campus Großhadern

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Frühgeborene mit einem Gestationsalter unter 32 SSW bzw. einem Geburtsgewicht unter 1500 g nach abgeschlossenem Nahrungsaufbau.

Ausschlusskriterien

  • Pathologisches Neugeborenen-Screening auf angeborene Stoffwechseldefekte; angeborene Stoffwechseldefekte in der Familie; schwerwiegende Fehlbildungen

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 1500g und in noch höherem Maß Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 1000g benötigen für ein adäquates postnatales Wachstum eine hohe Kalorienzufuhr. Hierzu wird gegenwärtig einer Bolus-Ernährung der Vorzug über einer kontinuierlichen Ernährung über eine Nahrungsmittelpumpe gegeben. Ein ausreichendes Wachstum steht wiederum in engem Zusammenhang mit dem Langzeit-Outcome dieser Kinder. Aus diesem Grund wird empfohlen, Frühgeborene nach den ersten Lebenstagen hochkalorisch mit einer Gesamtzufuhr von bis zu 150 kcal/kg/Tag zu versorgen. Diesen Beobachtungen stehen jedoch Daten gegenüber, die implizieren, dass eine frühkindliche hochkalorische Ernährung bei Frühgeborenen vergleichbar ist mit der intrauterinen Hyperalimentation bei Gestationsdiabetes und möglicherweise mit der Entwicklung eines metabolischen Syndroms und einer Insulinresistenz im späteren Leben assoziiert ist. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt werden alle Frühgeborenen der Neonatologie der Kinderklinik am Perinatalzentrum der LMU-München, Großhadern bis zur Entlassung hochkalorisch ernährt, um ein ausreichend gutes Wachstum, ähnlich dem intrauterinen Wachstum zu erreichen. In einer retrospektiven Analyse Frühgeborener der Abteilung konnten wir zeigen, dass bei voll oral ernährten, hyperalimentierten Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht unter 1000g bzw. 1000-1500g, bei sporadisch bestimmten kapillären Blutzuckern bis zu 35% bzw. 23% der Kinder eine Hypoglykämie unter 50 mg/dl aufwiesen. Diese Beobachtungen sind bisher in der Literatur nicht berichtet, so dass wir nun prospektiv die Häufigkeit von Hypoglykämien bei oral ernährten Frühgeborenen durch eine kontinuierliche Messung der interstitiellen Glucosekonzentration erfassen.

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