Beschreibung der Studie

Das TeAM-Programm richtet sich an 14- bis 18jährige Jugendliche, welche eine stationäre Adipositatherapie abgeschlossen haben. Nach Abschluss der Therapie in der Reha-Einrichtung werden Jugendliche, welche ihre Teilnahmebereitschaft erklärt haben in eine Studien- und eine Kontrollgruppe randomisiert. Die Kontrollgruppe wird nach dem Rehaaufenthalt vom Kinder- bzw. Hausarzt weiter betreut. In der Studiengruppe wird zusätzlich zu dieser üblichen Betreuung das TeAM-Programm durchgeführt. Hierbei bilden jeweils ein Jugendlicher und ein Berater ein Team. Über 6 Monate unterstützt der Berater den Jugendlichen dabei, das während der Reha Erlernte in den Alltag zu Hause zu integrieren. Das Team kommuniziert über Telefon und Kurzmitteilungen (SMS) miteinander. Zuerst soll eine Machbarkeitsstudie zeigen ob und wie das Programm von den Jugendlichen angenommen wird. Danach untersucht eine Effektivitätsstudie den Effekt des Programms auf den Gewichststatus (BMI-SDS) und weitere Parameter (Essverhalten, körperliche Aktivität, Lebenszufriedenheit).

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Studiendetails

Studienziel BMI-SDS nach Intervention (T1) und 12 bzw. 24 Monate (T2 und T3) nach Interventionsbeginn. Die Berechnung erfolgt aufgrund von anthropometrischen Daten, gemessen von medizinischem Fachpersonal zu den Studienzeitpunkten T0 (Interventionsbeginn), T1, T2 und T3.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 150
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • absolvierte stationäre Adipositas-Therapie, Teilnahmeerklärung des Jugendlichen und eines Erziehungsberechtigten

Ausschlusskriterien

  • anderes Gewichtsreduktions- oder Gewichtsstabilisationsprogramm; psychische Erkrankungen, Medikamentationen oder chronische Erkrankung, welche eine Teilnahme ausschließen

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Fettleibigkeit-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

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Für das Kindes- und Jugendalter existieren in Deutschland bisher keine evaluierten Nachsorgekonzepte nach erfolgter Adipositas-Therapie. Ein strukturiertes, ambulantes, auf Telefonberatung basierendes Nachsorgeprogramm für Jugendliche mit dem Ziel der Verstetigung einer erreichten Gewichtsreduktion existiert nach unserem Wissen bisher nicht. Das Ziel dieser Studie ist es daher, a) die Machbarkeit und b) die Effektivität eines sechs-monatigen, auf telefonischer Beratung basierenden Nachsorgeprogramms für Jugendliche nach erfolgter stationärer Adipositas-Therapie zu evaluieren. Die Jugendlichen (Alter 14 – 18 Jahre) werden direkt über deutsche Rehabilitationskliniken rekrutiert und jeweils in eine Interventions- oder Kontrollgruppe randomisiert. Die Machbarkeitsstudie wird mit zwei Interventionsgruppen und einer Kontrollgruppe durchgeführt. Es gibt zwei Interventionsgruppen, da zwei verschiedene Interventionsformen untersucht werden: 1.) telefonische Beratung und individualisierte SMS-Nachrichten und 2.) telefonische Beratung, individualisierte SMS-Nachrichten und passwortgeschützter Zugang zu einem Web-Forum zum Austausch mit anderen Teilnehmern (TN). Nach der Datenanalyse soll die überlegene Interventionsform für die Effektivitätsstudie zur Anwendung kommen. Die Effektivitätsstudie wird mit einer Interventionsgruppe und einer Kontrollgruppe durchgeführt. In dieser Studie wird die in der Machbarkeitsstudie überlegene Interventionsform auf ihre Effektivität (primäre und sekundäre Endpunkte) untersucht. Um Aussagen über die Nachhaltigkeit des Programms treffen zu können, erfolgen in der Effektivitätsstudie 12 und 24 Monate nach der Randomisierung Follow-up-Untersuchungen. Die Kontrollgruppen beider Studien erhalten keine Intervention. Ihnen steht die in Deutschland übliche, in den Richtlinien der AGA festgelegte, medizinische Primärversorgung durch den betreuenden Kinder- oder Hausarzt offen. Die in den Interventionen durchgeführte telefonische Beratung basiert auf dem Konzept der lösungsorientierten Kurzzeittherapie von DeShazer, welcher der systemische Beratungsansatz zugrunde liegt. Abfolge und Inhalte der Beratung sind in einem Studienmanual festgelegt.

Quelle

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