Beschreibung der Studie

In Abwesenheit einer adjuvanten Chemotherapie können ungefähr 50% aller PatientInnen mit resezierbarem Kolonkarzinom durch eine kurative Operation geheilt werden, während 50% ein Tumorrezidiv erleiden. Durch eine adjuvante Chemotherapie nach kurativer Operation können ungefähr 15% der PatientInnen aus der Tumorrezidiv-Gruppe geheilt werden. In der derzeitigen Praxis erhält die Mehrzahl der PatientInnen mit Kolonkarzinom unnötigerweise eine adjuvante Therapie, entweder weil sie durch die Operation bereits geheilt sind oder trotz adjuvanter Therapie ein Tumorrezidiv erleiden. Es ist daher essentiell PatientInnen zu identifizieren die von einer adjuvanten Chemotherapie profitieren und damit auch anderen die mögliche Toxizität einer Chemotherapie die nicht wirkt zu ersparen. Es besteht in der klinischen Onkologie ein großes Interesse an prognostischen und prädiktiven Biomarkern um die Behandlung für die einzelne Patientin und den einzelnen Patienten zu optimieren. Zunehmende Evidenz zeigt, dass Krebs eine Stammzellerkrankung ist und nur eine Subpopulation von Krebszellen für die Krebsentstehung, Progression und Chemoresistenz verantwortlich ist. In einem Vorprojekt haben wir bereits genetische Biomarker in Stammzellgenen identifiziert, die das Wiederauftreten von Kolonkarzinomen nach bereits erfolgter Operation möglicherweise vorhersagen können. In dieser Studie wollen wir diese Biomarker in einem unabhängigen retrospektiven Patientenkollektiv validieren. Unsere Ergebnisse können zu einer Verringerung der Tumorrezidiv-Rate bei PatientInnen mit Kolonkarzinom nach erfolgter Operation führen und somit eine individualisierte Therapie ermöglichen.

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Studiendetails

Studienziel Vorhersagbarkeit der Zeit bis zum Wiederauftreten des Tumors anhand der genetischen Biomarker
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 1061
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle FWF Der Wissenschaftsfonds

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Kolonkarzinom im Stadium II und III nach kurativer Operation

Ausschlusskriterien

  • Kolonkarzinom im Stadium I und IV

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In Abwesenheit einer adjuvanten Chemotherapie können ungefähr 50% aller PatientInnen mit resezierbarem Kolonkarzinom durch eine kurative Operation geheilt werden, während 50% ein Tumorrezidiv erleiden. Durch eine adjuvante Chemotherapie nach kurativer Operation können ungefähr 15% der PatientInnen aus der Tumorrezidiv-Gruppe geheilt werden. In der derzeitigen Praxis erhält die Mehrzahl der PatientInnen mit Kolonkarzinom unnötigerweise eine adjuvante Therapie, entweder weil sie durch die Operation bereits geheilt sind oder trotz adjuvanter Therapie ein Tumorrezidiv erleiden. Es ist daher essentiell PatientInnen zu identifizieren die von einer adjuvanten Chemotherapie profitieren und damit auch anderen die mögliche Toxizität einer Chemotherapie die nicht wirkt zu ersparen. Es besteht in der klinischen Onkologie ein großes Interesse an prognostischen und prädiktiven Biomarkern um die Behandlung für die einzelne Patientin und den einzelnen Patienten zu optimieren. Zunehmende Evidenz zeigt, dass Krebs eine Stammzellerkrankung ist und nur eine Subpopulation von Krebszellen für die Krebsentstehung, Progression und Chemoresistenz verantwortlich ist. Es gibt eine substantielle genetische Variabilität in den Genen die als Marker für Kolonkarzinom-Stammzellen verwendet werden, darunter sind auch Einzelnukleotidpolymorphismen. Diese häufigen DNA-Sequenzvariationen resultieren in einer veränderten Genfunktion und/oder Genaktivität und führen zu einem inter-individuellen Unterschied in der Kapazität für ein Tumorrezidiv und Chemoresistenz. In einer aktuellen Studie untersuchten wir 25 Keimbahnpolymorphismen in einem umfassenden Set aus Genen die kürzlich mit Kolonkarzinom-Stammzellen assoziiert wurden um das Tumorrezidiv-Risiko in einem Kollektiv mit 234 PatientInnen mit Kolonkarzinom im Stadium II und III und adjuvanter Chemotherapie vorherzusagen. Wir konnten zeigen, dass die Zeit bis Auftreten eines Tumorrezidivs von Genotypen in CD44, ALCAM, LGR5 und ALDH1A1 abhängt und diese Genvarianten somit wertvolle und vielversprechende genetische Biomarker darstellen. In diesem Projekt werden wir diese genetischen Biomarker basierend auf den Ergebnissen unserer aktuellen Studie in einer großen und unabhängigen Studienkohorte bestehend aus 1061 PatientInnen mit Kolonkarzinom im Stadium II und III untersuchen um die genetischen Biomarker CD44 rs8193 C>T, ALCAM rs1157 G>A and LGR5 rs17109924 T>C und unser prädiktives Model inklusive CD44 rs8193 C>T, ALCAM rs1157 G>A, LGR5 rs17109924 T>C und ALDH1A1 rs1342024 G>C in PatientInnen die eine 5-FU basierte Chemotherapie erhalten haben zu validieren. Durch Evaluierung der genetischen Biomarker in PatientInnen die eine kurative Operation ohne adjuvante Chemotherapie erhalten haben werden wir den prognostischen und/oder prädiktiven Wert der genetischen Biomarker klären. Unsere Ergebnisse können zu einer Verringerung der Tumorrezidiv-Rate bei PatientInnen mit Kolonkarzinom im Stadium II und III führen und somit eine individualisierte Therapie ermöglichen.

Quelle

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