Beschreibung der Studie

Erkrankungen der Netzhautmitte führen zu einer wesentlichen Sehverschlechterung und gefährden die Lesefähigkeit. Dabei können zwei Krankheitsbilder, die epiretinale Gliose und das Makulaforamen, operativ behandelt werden. Die Therapie besteht in der Glaskörperausschneidung (Vitrektomie) und Entfernung der pathologisch veränderten Grenze zwischen Glaskörper und Netzhaut in der Netzhautmitte (Makula). Ein etabliertes Verfahren ist die 20 gauge Vitrektomie. Dabei erfolgt die Schnittführung durch Bindehaut und Sklera getrennt von einander zu Beginn der Operation und die Schnitte werden am Ende der Operation mit Fäden vernährt . Folgende Probleme und Beschwerden treten auf: 1. vergleichsweise große Wundfläche der Bindehaut, 2. Nähte an der Augenoberfläche, die zu Fremdkörpergefühl und Tränen führen und damit den Patienten belasten, 3. kann es intraoperativ zu Komplikationen wie einem Netzhautloch oder einer Netzhautablösung kommen, oder 4. postoperativ zu einer schweren Infektion (Endophthalmitis), einer Linsentrübung (Katarakt) oder Netzhautablösung. 5. kann es notwendig sein, den Eingriff zu wiederholen bei Misserfolg oder Wiederkehr der Erkrankung. Seit 2009 steht uns auch die 23 gauge Vitrektomie zur Verfügung. Dabei handelt es sich um ein Trokar-geführtes nahtloses Operationsverfahren mit kleineren Instrumenten. Dieses Verfahren verringert o.g. Probleme (1 und 2), da eine minimale Wundfläche hervorgerufen wird und keine Nähte verwendet werden. Ob die intra- und postoperativen Komplikationen sowie die Re-Operationsrate seltener, gleich häufig oder zahlreicher auftreten oder neue Komplikationen hervorgerufen werden, ist bislang nicht systematisch untersucht.

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Studiendetails

Studienziel Ausgewertet werden sollen für beide Indikationen und 4 Operateure die intra- und postoperativen Komplikationen, sowie die bestkorrigierte Sehschärfe vor und nach der Operation (dezimal Visus in 5 m gemessen).
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 120
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitäts-Augenklinik Freiburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Makulaerkrankung (epiretinale Gliose oder Makulaforamen), die mit Vitrektomie 23 gauge oder Vitrektomie 20 gauge versorgt wurde (retrospectiv)

Ausschlusskriterien

  • Andere Indikationen für eine Vitrektomie, Z.n. perforierender Keratoplastik, Amotio, proliferative vitreoretinale Erkrankungen, okuläres Lymphom

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Vergleich der intra- und postoperativen Komplikationen nach 20 gauge Vitrektomie versus 23 gauge Vitrektomie bei Patienten mit epiretinaler Gliose und Makulaforamen

Quelle

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