Beschreibung der Studie

Im Falle eines Herz-Kreislauf-Stillstands sind untere anderem zwei Dinge wesentlich für das Überleben: eine qualitativ hochwertige Herz-Lungen-Wiederbelebung mit möglichst geringen Unterbrechungen und (soweit indiziert) eine schnellstmögliche Defibrillation. Die Unterbrechungen der Herz-Lungen-Wiederbelebung sollen kleiner als fünf Sekunden sein, da sonst die Sterblichkeit signifikant ansteigt - auch im Rahmen der Unterbrechung für die Defibrillation. Bislang erfolgte eine Rhythmuskontrolle, dann wurde in Abhängigkeit des Rhythmus geladen und defibrilliert. Es gibt gute Hinweise darauf, dass ein blindes Laden vor jeder Rhythmuskontrolle (während der Herzdruckmassage) und dann abhängig vom Rhythmus entweder eine Defibrillation oder ein Verwerfen der Energie direkt nach der Rhythmusanalyse die Zeiten signifikant und relevant verkürzt. Dies soll in diese Studie bestätigt werden sowie untersucht, ob sich die Methoden in Hinblick auf die Sicherheit unterscheiden.

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Studiendetails

Studienziel Zeit ohne Herzdruckmassage (No-Flow-Zeit) - Computerauswertung, Sicherheit - Videobeobachtercheckliste
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement, Klinikum der Universität München

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Volljährigkeit: mindestens das 18. Lebensjahr vollendet, Einwilligung (Informed consent und Einwilligungsfähigkeit), Studierende(r) der Humanmedizin an der Medizinischen Fakultät der
  • Ludwig-Maximilians-Universität München, Teilnahme am Praktikum Notfallmedizin (Block AINS), Volle Geschäftsfähigkeit, Verständigung in deutscher Sprache möglich, Schriftliche Zustimmung zur Teilnahme an der Studie nach erfolgter Aufklärung, Keine Ausschlusskriterien

Ausschlusskriterien

  • Fehlende Einwilligung, Fehlende Volljährigkeit, Fehlende Geschäftsfähigkeit, Keine Verständigung in deutscher Sprache möglich, Fehlen der schriftliche Zustimmung zur Teilnahme an der Studie, Fehlen der Aufklärung, Schwangerschaft, Körperliche Gebrechen / Behinderungen, die einer Teilnahme entgegenstehen, Körperliche Beeinträchtigungen oder Behinderungen, die eine Durchführung von Reanimationsmaßnahmen unmöglich machen bzw. deutlich erschweren, geistige Beeinträchtigungen oder Behinderungen, aufgrund derer kein Verständnis für die Ziele der Studie bzw. die durchzuführende Maßnahmen möglich ist

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die aktuellen Guidelines zur Wiederbelebung 2010 fordern eine Minimierung der No-Flow-Zeiten um die Sterblichkeit zu reduzieren. Je fünf Sekunden Pause ohne Herz-Druck-Massage führt zu einem signifikanten Anstieg der Mortalität. Dies gilt auch für Unterbrechungen zur Rhythmusanalyse und Defibrillation (soweit indiziert). Üblicherweise erfolgt eine kurze Unterbrechung der Rhythmusanalyse mit zeitnahem Wiederbeginn der Herzdruckmassage. Bei VF/pVT erfolgt unter laufender Herzdruckmassage das Laden des Defibrillators. Während einer erneuten Pause der Herzdruckmassage wird die Defibrillation durchgeführt. bei einer alternativen, neuen Sequenz wird der Defi immer bereits vor der Rhythmusanalyse geladen, unabhängig vom Rhythmus. Dann wird die Herzdruckmassage unterbrochen und der Rhythmus analysiert. Bei VF/pVT wird dann direkt im Anschluss an die Analyse defibrilliert und sofort wieder mit der Herzdruckmassage begonnen. Eine größere, retrospektive Studie am Patienten (Edelson et al., 2010) und eine kleiner, prospektive Studie am Manikin (Thim et al., 2012) konnten eine signifikant geringere No-Flow-Zeit für die alternative, antizipatorische Ladesequenz zeigen. Die soll in dieser prospektiven Studie am Simulations-manikin bestätigt werden. Außerdem wird untersucht, ob es zwischen den beiden Methoden einen Unterschied in Hinblick auf die Sicherheit gibt. Dazu werden die Teilnehmer randomisiert entweder der Studiengruppe (antizipierte Ladesequenz) oder der Kontrollgruppe (klassische Ladesequenz) zugeordnet.

Quelle

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