Beschreibung der Studie

In der Studie führen wir Interviews mit den Angehörigen von verstorbenen Pflegeheimbewohnern durch. Dabei geht es insgesamt um vier Senioreneinrichtungen. In zwei dieser Altenheime läuft ein Programm der "gesundheitlichen Vorausplanung", das „beizeiten begleiten“ genannt wird. Dabei wird allen Bewohnern angeboten, Behandlungswünsche für die letzte Lebensphase mit einer zertifizierten Gesprächsbegleiterin ausführlich zu besprechen und in einer Patientenverfügung zu dokumentieren. Angehörige und der Hausarzt werden in die Gespräche mit einbezogen. Die anderen Dienste, die an der gesundheitlichen Betreuung dieser Menschen beteiligt sein könnten (z.B. Rettungsdienst, Krankenhaus usw.), sind über dieses Programm der gesundheitlichen Vorausplanung informiert und sind geschult. Sie kennen die Form der Dokumentation und wissen, dass sie die Behandlungswünsche der betroffenen Patienten zu beachten haben. Wenn die Patienten verlegt werden müssen, z.B. ins Krankenhaus, dann werden ihnen die sorgfältig dokumentierten Patientenverfügungen regelmäßig mitgegeben. In den beiden anderen Altenheimen läuft kein derartiges Programm. Die Interviews mit Angehörigen von verstorbenen Bewohnern der beiden Altenheime, die 'beizeiten begleiten' anbieten, werden mit denjenigen der anderen beiden Altenheime verglichen, in denen kein derartiges Programm eingeführt wurde.

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Studiendetails

Studienziel Rating auf der 11-Punkte-Likert-Skala bezüglich der Frage "F2a" des Interviewleitfadens: Nach ihrer Einschätzung: Wie gut hat die medizinische Behandlung von [NAME] im letzten Lebensmonat ihren/seinen Wünschen entsprochen?"
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 128
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Univ.-Prof. Dr. med. Christiane Woopen, Leiterin der Forschungsstelle Ethik des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin der Universität zu Köln

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Der/die jeweils am stärksten involvierte Angehörige (ggf. prof. Betreuungsperson) aller in den vier Senioreneinrichtungen im Zeitraum von Anfang März 2011 bis einschl. August 2012 verstorbenen Bewohner wird telefonisch interviewt. Eine Bezugsperson der Einrichtung erfragt vorab die Einwilligung zur Kontaktaufnahme durch den Interviewer.

Ausschlusskriterien

  • Angehörige von Bewohnern, die vor ihrem Tod nicht mindestens einen Monat in der Senioreneinrichtung gewohnt haben, werden nicht in die Studie eingeschlossen.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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In einzelnen angelsächsischen Regionen hat sich gezeigt, dass eine neue, als Advance Care Planning (ACP) bezeichnete Herangehensweise zu einem sehr hohen Vorkommen und einer guten Verfügbarkeit valider Patientenverfügungen führen kann. Die Patientenverfügungen der Betroffenen werden im Laufe eines begleiteten Gesprächsprozesses (an dem auch Angehörige und Hausarzt beteiligt sind) mit Unterstützung von dafür ausgebildeten Mitarbeitern entwickelt. Um die Befolgung dieser Patientenverfügungen zu gewährleisten, sind auch alle beteiligten Leistungserbringer (Pflegeheime, Krankenhäuser, Rettungsdienste) informiert und geschult. In Deutschland wurde ein solches ACP-Programm im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Modellprojekts unter dem Namen „beizeiten begleiten“ in den Seniorenheimen der Stadt Grevenbroich etabliert (Projekt RESPEKT, BMBF Vorhaben-Nr. 01 GX 0753, Laufzeit 2008-2011, Verbundkoordinator: Dr. J. in der Schmitten, Universitätsklinik Düsseldorf). Diese Studie ist Teil der Evaluation von RESPEKT. In einer kontrollierten Vergleichsstudie geht es hier darum, durch Interviews mit Angehörigen von verstorbenen Heimbewohnern zu erfahren, wie sie die letzten vier Lebenswochen und den Sterbeprozess erlebt haben. Dabei befragen wir Hinterbliebene von zwischen März 2011 und August 2012 in vier Pflegeheimen Verstorbenen. In zweien dieser Einrichtungen (Interventionsgruppe) wird das ACP-Programm angeboten, in den beiden anderen nicht (Kontrollgruppe). Zielsetzung der Studie: 1. Hat die Etablierung von bb eine Auswirkung darauf, wie Angehörige das Sterben von Altenheimbewohnern erleben? Methode: Kontrollierte Vergleichsstudie mit primärem Endpunkt. 2. Darüber hinaus wollen wir unter Verwendung eines validierten Fragebogens allgemein Aufschluss darüber erhalten, wie Angehörige verstorbener Bewohner die Umstände und das Verhalten Beteiligter in der letzten Lebensphase des Bewohners erlebt haben und bewerten. Methode: deskriptive Studie mit strukturiertem Interview.

Quelle

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