Beschreibung der Studie

Ziel der Studie ist es, den Einfluss von wiederholtem Kopfballspiel auf das Gehirn, insbesondere auf das so genannte autonome oder vegetative Nervensystem, sowie auf die Hirnstromaktivität und Gehirnleistungen wie etwa Konzentrationsfähigkeit oder Aufmerksamkeit bei Fußballspielern zu untersuchen. Bei den Personen, die in die Untersuchung einwilligen, werden verschiedene Körperfunktionen gemessen, wie Herzschlag, Blutdruck, Anzahl der Atemzüge pro Minute, Sauerstoffsättigung sowie Hautwiderstand und zwar in Ruhe und während leichter körperlicher Belastung in Form so genannter autonomer Belastungs-Manöver. Diese umfassen langsames, regelmässiges Atmen, Aufstehen vom Sitzen, Kopfrechnen und das Valsalva-Manöver, das so ähnlich abläuft, wie der Vorgang des Sich-Schneuzens. Es wird die Hirnstromaktivität aufgezeichnet und neuropsychologische Leistungen, wie Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit gemessen. Zusätzlich erfolgen Blutabnahmen zur Bestimmung der Stresshormone und zweier Eiweiße, die so genannte Neuronen Spezifische Enolase und das Protein S-100B zum Nachweis von möglichen leichten Schädigungen im Gehirn. Die Messungen finden 1 mal in Ruhe, ein mal nach 50 sogenannten „Pseudokopfbällen“ (Anstrengung wie beim Kopfballspiel, allerdings wird der Ball nicht mit dem Kopf, sondern mit der Hand weitergeleitet) und ein mal nach 50 Kopfbällen statt.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Es soll untersucht werden, ob bei Fußballspielern im Vergleich der Werte vor und unmittelbar nach Kopfballtraining Veränderungen bestehen (I) in der mittels Elektroenzephalogramm (EEG) erfassten hirnelektrischen Aktivität, (was auf eine zerebrale Funktionsstörung hinweisen würde), (II) in Aufmerksamkeit und Konzentration (Trail-Making Test Teil A & B, d2-Test) - was auf funktionelle neuropsychologische Störungen des Gehirns hinweisen würde, (III) im Ausmaß der kognitiven Anstrengung während der Aufmerksamkeits- und Konzentrations-Testung, (wobei ein starker Anstieg des Katecholamin-Spiegels nach Kopfball-Training auf erhöhte kognitive Anstrengung hinweisen könnte), (IV) in den Serumwerten von pS-100B und NSE, (wobei ein Anstieg der Werte auf leichte struktuelle Läsionen des Gehirns hinweisen würde). (V) in der sympathischen oder parasympathischen Modulation der Herzfrequenz und des Blutdrucks, (was am ehesten durch Veränderungen der Kontrollfunktionen autonomer Zentren des Gehirns bedingt wäre).
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Neurologische Universitätsklinik Erlangen

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • männliche gesunde Fußballspieler zwischen 16 und 40 Jahren

Ausschlusskriterien

  • Es dürfen keine organischen oder psychiatrischen Erkrankungen vorliegen. Darüber hinaus werden Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, von der Teilnahme an der Studie ausgeschlossen.

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Kopfballspiel im Rahmen professionellen Fußballtrainings könnte zu starken Verzögerungseinwirkungen, Rotations- und Scherkräften auf Schädel und Gehirn führen. Bei Kopfball-Spiel wurde im Rechenmodell ein Druck auf die Stirn des Spielers von bis zu 200 Kilopascal gemessen. Professionelle Fußballspieler spielen im Laufe ihrer Karriere mehrere Tausend Kopfbälle. Diese könnten die Ursache leichter Schädel-Hirn-Traumen darstellen. Bisher gibt es keine vergleichenden Untersuchungen zu den Auswirkungen intensiven Kopfballspiels auf die - vom zentralen Nervensystem vermittelte - sympathische und parasympathische Modulation von Herzfrequenz und Blutdruck, auf die hirnelektrische, d.h. elekroenzephalographische Aktivität, auf Aufmerksamkeit und Konzentration sowie auf die Serumwerte von Protein S-100B und Neuronen Spezifischer Enolase (NSE), deren Erhöhungen als sensitive Marker für eine akute Hirnschädigung gelten. In dieser Studie soll geprüft werden, ob bei Fußballspielern: (A) Hinweise auf Folgeschäden durch langfristiges Fuß- und Kopfballspiel und eventuell damit verbundene Schädelhirntraumatisierungen bestehen, und ob (B) Hinweise auf zerebrale Beeinträchtigungen oder Funktionsstörungen in der unmittelbaren Folge nach einem akuten, intensiven Kopfballtraining bestehen. Hierzu soll untersucht werden, ob bei den Fußballspielern im Vergleich der Werte vor und unmittelbar nach Kopfballtraining Veränderungen bestehen (I) in der mittels Elektroenzephalogramm (EEG) erfassten hirnelektrischen Aktivität, (was auf eine zerebrale Funktionsstörung hinweisen würde), (II) in Aufmerksamkeit und Konzentration, (was auf funktionelle neuropsychologische Störungen des Gehirns hinweisen würde), (III) in den Serumwerten von pS-100B und NSE, (wobei ein Anstieg der Werte auf leichte struktuelle Läsionen des Gehirns hinweisen würde), (IV) in der sympathischen oder parasympathischen Modulation der Herzfrequenz und des Blutdrucks, (was am ehesten durch Veränderungen der Kontrollfunktionen autonomer Zentren des Gehirns bedingt wäre) während Ruhemessung sowie unter verschiedenen sog. autonomen Belastungsmanövern: bei metronomischem Atmen mit sechs Atemzügen pro Minute, bei drei Valsalva- Manövern, während aktiven Aufstehens, sowie bei Kopfrechnen. Aus den Signalen der Herzfrequenz und es Blutdrucks werden wir mittels Spektralanalyse Surrogatmarker für die sympathische und parasympathische kardiovaskuläre Modulation sowie die Baroreflexempfindlichkeit (BRS) bestimmen. Hierzu werden wir bei allen Studienteilnehmern folgende Signale aufgezeichnet: Herzfrequenz, kontinuierlicher Pulsschlag-zu-Pulsschlag systolischer und diastolische Blutdruck, Atemfrequenz, transkutane Sauerstoffsättigung sowie galvanischer Hautwiderstand. Um mögliche zerebrale Beeinträchtigungen oder Funktionsstörungen in der unmittelbaren Folge nach einem akuten, intensiven Kopfballtraining zu erfassen, werden wir bei den Fußballspielern vor und nach 50 mal durchgeführtem, so genannten „Pseudokopfballspiel“, das die körperliche Anstrengung des Kopfballspiels imitiert, bei dem der Ball aber mit der Schulter weitergespielt wird, sowie nach 50 mal durchgeführtem Kopfballspiel die oben genannten Tests durchführen. Um mögliche ungünstige Effekte des Kopfball-Trainings zu erfassen und gegenüber den Effekten der körperlichen Anstrengung bei so genanntem „Pseudokopfballspiel“ abzugrenzen, werden die Ergebnisse aller Untersuchungen vor und nach „Pseudokopfballspiel“ sowie vor und nach Kopfball-Training verglichen.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.