Beschreibung der Studie

In der Behandlung von akuten Rückenschmerzen, die ins Bein ausstrahlen, setzen die Berufsgruppen Medizin und Physiotherapie verschiedene Therapiemaßnahmen ein. Ziel dieser Maßnahmen ist es, Schmerzen zu vermindern und Einschränkungen im Alltag schnellstmöglich zu beheben. Maßnahmen, die regelmäßig eingesetzt werden, sind: • Umfassende Information über die Erkrankung • Ermutigung frühzeitig aktiv zu werden • Aktive Übungen mit dem Ziel der Stoffwechselanregung • Vom Experten kontrollierte Verbesserung von Beweglichkeit und Belastbarkeit • Medikamente: Schmerzmittel, muskelentspannende Medikamente Die Berufsgruppe Physiotherapie setzt außerdem Traktionsbehandlungen ein. Dabei wird die Wirbelsäule mittels eines einfachen Geräts unter Zug gesetzt, um vorrangig eine Verbesserung der Beschwerden im Bein zu erreichen. Bisher gibt es keine wissenschaftliche Studie, die untersucht hat, ob eine - vom Patienten zuhause regelmäßig mittels Gerät selbst ausgeführte - Traktionsbehandlung Vorteile gegenüber einer Behandlung ohne diese Traktion hat. Die aktuelle Studie untersucht, ob die ergänzende Behandlung mit regelmäßiger Heim-Traktion in zwei verschiedenen Intensitätsgraden über zwei Wochen einen besseren Effekt hat als die momentan üblichen Behandlungen (siehe oben).

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Studiendetails

Studienziel Deutsche Version des Oswestry Disability Index (ODI) nach 2 Wochen / 6 Wochen / 1 Jahr Erfolg ist definiert mit 50 % Verbesserung im ODI.
Status Teilnahme vorübergehend ausgesetzt
Zahl teilnehmender Patienten 66
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter 18 – 65 Jahre, männlich / weiblich
  • Rückenschmerzen mit Nervenwurzelbeteiligung
  • Symptomdauer 4 – 12 Wochen vor Studieneinschluss
  • Beinschmerz > Rückenschmerz
  • Beinschmerz ≥ 4/10 VAS
  • keine Zentralisation der Symptome durch repetierte Bewegungstests oder Haltungsstrategien

Ausschlusskriterien

  • Vorausgegangene Operationen an der Wirbelsäule
  • Bekannte ernsthafte Wirbelsäulenpathologie:Tumor, Fraktur, Infektiöse Krankheit, schwere Osteoporose, Systemische Erkrankung
  • Andere ernsthafte Erkrankungen
  • Epidurale Injektion in den vorausgegangenen zwei Wochen
  • Aktuelle Schwangerschaft
  • Beteiligung des Zentralen Nervensystems.
  • Einschließlich Cauda Equina Syndrom oder das Vorhandensein pathologischer Reflexe
  • Bekannte Unfähigkeit, das Behandlungsprotokoll einzuhalten
  • Chronische Rückenschmerzen (> 3 Monate)
  • Zentralisation der Symptome durch repetierte Bewegungstests oder Haltungsstrategien

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Bandscheibenschaden-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Die aktuelle Klinische Forschung im Bereich von Rückenschmerzen favorisiert eine Subgruppenbildung anhand klinischer Zeichen und Symptome. Außerdem soll sich die Klassifizierung in die Subgruppen über die jeweils effektivste Therapie definieren. Patienten mit akuten und subakuten Nervenwurzelproblematiken stellen eine wichtige Subgruppe dar, da sie ein erhöhtes Chronifizierungsrisiko aufweisen und potentielle Kandidaten für invasive Therapien sind. Klare Leitlinien für die konservative Behandlung dieser Patienten fehlen jedoch. Neuere Studien schlagen Mechanische Traktion als mögliche Therapie dieser spezifischen Subgruppe vor. Bisherige Studien zum Thema konnten weder den Nutzen dieser Intervention klar belegen noch ihre Ineffektivität bestätigen. Die geplante Studie soll die Effektivität von intensiver mechanischer Heim-Traktion bei akuten und subakuten Rückenschmerzpatienten mit vorherrschenden, nicht zentralisierenden Beinschmerzen und Nervenwurzelbeteiligung im Vergleich zu einer Traktion mit reduzierter Intensität untersuchen. Im Rahmen des vorliegenden Forschungsprojektes soll untersucht werden, inwieweit die Intervention mechanische Heim-Traktion Einfluss auf die Lebensqualität hat. Die Ergebnisse der Studie können zur Entwicklung einer klinischen Vorhersageregel für den effektiven Einsatz von mechanischer Traktion bei Rückenschmerzpatienten beitragen. Es wird eine randomisierte kontrollierte doppelt blindierte Studie mit Patienten sein, welche die Einschlusskriterien erfüllen. Eingangsbefund und Ergebnismessungen werden nach 2 Wochen, 6 Wochen und nach einem Jahr erhoben. Die Interventionsgruppe wird über einen Zeitraum von zwei Wochen eine intensive Heim-Traktion mittels eines Auto -Traktions - Gerätes mit bis zu 2/3 des Körpergewichts durchführen. Die Kontrollgruppe wird über den gleichen Zeitraum eine Traktion mit reduzierter Intensität (20 % des Körpergewichts) mit einem Auto -Traktions - Gerät durchführen. Beide Gruppen erhalten eine intensive Aufklärung zu Pathologie und Prognose der Problematik. Beide Gruppen werden ermuntert, aktiv zu bleiben / werden. Die eingeschlossene Subgruppe stellt ein Patientenklientel mit hohem Chronifizierungs- und Kostenrisiko dar. Die Studie soll dazu beitragen, evidenzbasierte Therapieempfehlungen für eine Subgruppe zu definieren, für die trotz hohem Invalidisierungsgrad klare konservative Therapieempfehlungen fehlen.

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