Beschreibung der Studie

Das geplante Studienprojekt verfolgt das Ziel, Beeinträchtigungen der Atemmuskelfunktion bei Guillain-Barré-Syndrom (Nerven(wurzel)entzündung), so genau und einfach wie möglich zu bestimmen. Bei akutem Guillain-Barré-Syndrom besteht ein hohes Risiko eine beatmungspflichtige Atemschwäche zu erleiden, so dass einfache Testmethoden zur frühzeitigen Erkennung einer atemmuskulären Schwäche essentiell sind. Im Rahmen dieser Studie werden verschiedene Tests der atemmuskulären Funktion im Rahmen der ersten Erkrankungswoche bei Patienten mit akutem Guillain-Barre-Syndrom untersucht. Medizinisch könnten so zukünftig Einschränkungen der Atemmuskelfunktion frühzeitig erkannt werden, was für die Progonse und Therapiesteuerung von großer Wichtigkeit ist.

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Studiendetails

Studienziel Objektiv erfasste atemmuskuläre Beeinträchtigung bei akutem Guillain-Barrè Syndrom durch Magnetstimulation des N. phrenicus und Zwerchfellkraftmessung im Verlauf der ersten Erkrankungwoche
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Akutes Guillain-Barré-Syndrome

Ausschlusskriterien

  • anamnestisch erfasster vorbestehender Atempumpstörung
  • neuromuskulären Erkrankungen, die nicht einer Verlaufsform des Guillain-Barré-Syndroms entsprechen
  • schweren Thoraxdeformitäten (einschließlich Trichterbrust)
  • schweren respiratorischen Infekten
  • einer Einschränkung der Lungenfunktion bei FEV1/FVC von unter 70% Soll
  • systemische Steroidtherapie mit einer prednisolonäquivalenten Tagesdosis über 10 mg
  • elektronischen Implantaten jeglicher Art sowie metallenen Implantaten im Kopf/Hals-Bereich (diese Ausschlusskriterien gelten nur für die Durchführung der Magnetstimulation)
  • Blutgerinnungsstörungen mit einem Quick-Wert < 30 %
  • Bei Frauen: Schwangerschaft
  • schwergradiges obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Polyneuritis-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Es existiert bis dato keine Studie, die sich mit Beeinträchtigungen der Atemmuskelfunktion bei Guillain-Barré-Syndrom unter Anwendung einer kompletten Diagnostik der Atemmuskelfunktion beschäftigt hat. Da es jedoch im Rahmen des Guillain-Barré-Syndroms zu lebensbedrohlichen Funktionsstörungen der Atemmuskelfunktion kommen kann, ist eine kontinuierliche Verlaufsbeobachtung bei allen Patienten die hieran erkrankt sind zwingend erforderlich. Derzeit wird als Verlaufsparamter die tägliche spirometrische Bestimmung der Vitalkapazität herangezogen. Veränderungen in der Vitalkapazität stellen hierbei jedoch nur eine indirekte Abschätzung der Atemmuskelfunktion dar. Es muss daher davon ausgegangen werden, dass die körperlichen Einschränkungen der Patienten die an einem Guillain-Barré-Syndrom erkrankt sind wesentlich spezifischer erfasst und im Verlauf kontrolliert werden können, wenn Verfahren zum Einsatz kommen, die auf unterschiedliche Art und Weise direkt die Atemmuskelfunktion messen können. In der vorliegenden Studie soll nun geklärt werden, in wie weit es beim Guillain-Barré-Syndrom zu einer Einschränkung der Atemmuskelfunktion kommt und wie sich die Atemmuskelfunktion im klinischen Verlauf am sichersten beurteilen lässt.

Quelle

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