Beschreibung der Studie

Diese Studie soll in der Abteilung für Anästhesiologie an der Universitätsklinik Freiburg durchgeführt werden. Hauptzweck der Studie ist die Evaluation der Atemwegsdrücke und manueller und maschineller Maskenbeatmung. Dazu werden Patienten bei der Narkoseeinleitung sowohl mit dem einen als auch mit dem anderen Verfahren behandelt und die entsprechenden Drücke und Föußraten gemessen. Potentielle Studienteilnehmer sind Kinder bis zu einem Alter von 12 Jahren. Die Prüfhypothese ist, dass der Atemwegsdruck durch die maschinelle Beatmung gleichmäßiger gehalten werden kann als bei manueller Beatmung. Ziel der Studie ist es, dass beste Verfahren zu ermitteln, mit dem der Atemwegsdruck möglichst niedrig gehalten werden kann.

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Studiendetails

Studienziel Druck und Flußmaxima: Vergleich manuelle und maschinelle Beatmung
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Anästhesiologische Universitätsklinik

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • jeder Patient bis 12 Jahre, der eine Vollnarkose erhalten soll

Ausschlusskriterien

  • Refluxkrankheit, Ablehnung durch den Patienten oder die Erziehungsberechtigten

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die manuelle Maskenbeatmung ist eine Routinemaßnahme in der Kinderanästhesie bis zur definitiven Sicherung des Atemwegs. Nach erfolgter Präoxigenierung des wachen Patienten wird die Anästhesie durch die Gabe eines Hypnotikums und Analgetikums sowie ggf. eines Muskelrelaxans eingeleitet. Nach Narkoseeinleitung und dem Sistieren der Spontanatmung wird der Patient über eine Gesichtsmaske beatmet, bis eine ausreichende Narkosetiefe zur Intubation erreicht ist. Bis zu diesem Zeitpunkt wird der Patient über eine dicht sitzende Gesichtsmaske manuell vom Anästhesisten beatmet. Generell besteht bei der Maskenbeatmung die Gefahr das Atemgas unbeabsichtigt in den Magen gepresst wird. Diese Mageninsufflination geht mit dem erhöhten Risiko einer Regurgitation und konsekutiver Aspiration einher. Möglichen Folgen sind die Atemwegsreizung, eine Pneumonie aber auch das akute Lungenversagen mit einer signifikant erhöhten perioperativen Morbidität und Mortalität. Jegliche Mageninsufflation ist daher zu vermeiden. Bei der manuellen Beatmung wird der maximal mögliche Atemwegsdruck durch das APL Ventil auf 20 mbar begrenzt – dies entspricht in etwa dem Druck, bei dem sich der untere Ösophagusspinkter passiv öffnen läßt. Der Atemwegsdruck, der Atemwegsfluss sowie die Beatmungsfrequenz werden jedoch durch den Anästhesisten bestimmt. Bei der druckkontrollierten Maskenbeatmung werden die Parameter Beatmungsdruck und -frequenz am Respirator gewählt, die daraus resultierenden Atemzugvolumina werden wie üblich über eine dicht sitzende Gesichtsmaske verabreicht. Bei Erwachsenen konnte gezeigt werden, dass hierdurch der Atemwegsspitzendruck und der maximale Atemwegsfluss reduziert werden konnten und somit eine Risikoreduktion hinsichtlich der Mageninsufflination gelang. Des Weiteren gelang durch die vorgewählte Beatmungsfrequenz eine konstante Form der Beatmung im Vergleich zur manuellen Maskenbeatmung. Für die Einleitung der Anästhesie bei Kindern wurde diese Handlungsanweisung übernommen (Wissenschaftlicher Arbeitskreis Kinderanästhesie, Anästh. Intensivmed. 48 (2007): S88-93); es liegen bisher allerdings keine Meßdaten vor. Es besteht die Möglichkeit einer Zweihand Maskenbeatmung, was insbesondere bei schwieriger Maskenbeatmung von Vorteil ist. Ziel des aktuellen Projektes ist die Evaluation der maschinellen druckkontrollierten Maskenbeatmung zur Reduzierung von Atemwegsspitzendrücken und maximalem Atemwegsfluss sowie einer konstanten Beatmungsfrequenz im Vergleich zur manuellen Maskenbeatmung.

Quelle

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