Beschreibung der Studie

Zunehmend mehr Menschen leiden an chronischen Nierenerkrankungen. Es ist davon auszugehen, dass bereits mehr als 10 Prozent der Bevölkerung in Deutschland betroffen sind. Eine Einschränkung der Nierenfunktion kann bis zur Dialysepflichtigkeit fortschreiten. Nierenpatienten haben zudem ein stark erhöhtes Risiko, Erkrankungen des Herz-Kreislauf- Systems wie z. B. Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Die individuellen Krankheitsverläufe sind sehr unterschiedlich. Warum das so ist, und von welchen Faktoren ein schneller Krankheitsverlauf abhängt, ist weitgehend unklar. Kontrollierte klinische Studien waren auf dem Gebiet der Nierenerkrankungen bisher seltener als in anderen Fachdisziplinen. Deshalb wird unter der Leitung der Universität Erlangen-Nürnberg in Zusammenarbeit mit den Universitäten Aachen, Berlin, Freiburg, Hannover, Heidelberg, Innsbruck, Jena, München, Regensburg und Würzburg in ganz Deutschland eine große Beobachtungsstudie durchgeführt. Ziel ist, an einer sehr großen Patientenzahl über einen langen Zeitraum umfassende Erkenntnisse über die unterschiedlichen Verläufe zu gewinnen und somit Möglichkeiten zur Früherkennung und Behandlung von Nierenerkrankungen zu verbessern durch gezieltere Nutzung bestehender Methoden und Entwicklung neuer Verfahren. Die Studie wird von der KfH-Stiftung Präventivmedizin und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Bis zu 5.000 Patienten, die eine eingeschränkte Nierenfunktion haben, sollen über einen Zeitraum von 10 Jahren beobachtet werden. Beobachtungen zum Krankheitsverlauf, Beschwerden und Komplikationen werden mit Erbinformationen und Messergebnissen in Blut- und Urinproben verglichen und statistisch-epidemiologisch ausgewertet. Mit Hilfe der GCKD-Studie sollen Risikofaktoren identifiziert werden, die den Verlauf der Nierenerkrankung beeinflussen. Außerdem soll geklärt werden, warum nierenkranke Menschen für Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall besonders gefährdet sind. Dazu sollen die Auswirkungen von Nierenerkrankungen auf die allgemeine Gesundheit und die Lebensqualität erfasst werden. Diese neuen Erkenntnisse über Komplikationen und Verlauf sollen spezialisierte Diagnostik und gezielte Behandlungsmaßnahmen ermöglichen und so die Prognose verbessern und helfen, Dialysepflichtigkeit zu vermeiden.

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Studiendetails

Studienziel Mortalität, Herzinfarkt, Bedarf an Nierenersatztherapie, Halbierung eGFR Beobachtungszeitraum: bis zu 10 Jahre
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 5000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Bonn
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • eGFR:30-60 ml/min/1,73 m²
  • ODER:
  • eGFR >60 ml/min/1,73 m²
  • UND Proteinurie
  • Albuminurie > 300 mg/Tag ODER
  • Gesamtprotein > 500 mg/Tag)

Ausschlusskriterien

  • Nicht Kaukasier,
  • Zustand nach Transplantation,
  • Aktive Tumorerkrankung in den letzten 2 Jahren vor Einschluss,
  • Herzinsuffizienz NYHA IV,
  • Nicht einwilligungsfähig

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Nierenversagen-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Zunehmend mehr Menschen leiden an chronischen Nierenerkrankungen. Es ist davon auszugehen, dass bereits mehr als 10 Prozent der Bevölkerung in Deutschland betroffen sind. Eine Einschränkung der Nierenfunktion kann bis zur Dialysepflichtigkeit fortschreiten. Nierenpatienten haben zudem ein stark erhöhtes Risiko, Erkrankungen des Herz-Kreislauf- Systems wie z. B. Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Die individuellen Krankheitsverläufe sind sehr unterschiedlich. Warum das so ist, und von welchen Faktoren ein schneller Krankheitsverlauf abhängt, ist weitgehend unklar. Kontrollierte klinische Studien waren auf dem Gebiet der Nierenerkrankungen bisher seltener als in anderen Fachdisziplinen. Deshalb wird unter der Leitung der Universität Erlangen-Nürnberg in Zusammenarbeit mit den Universitäten Aachen, Berlin, Freiburg, Hannover, Heidelberg, Innsbruck, Jena, München, Regensburg und Würzburg in ganz Deutschland eine große Beobachtungsstudie durchgeführt. Ziel ist, an einer sehr großen Patientenzahl über einen langen Zeitraum umfassende Erkenntnisse über die unterschiedlichen Verläufe zu gewinnen und somit Möglichkeiten zur Früherkennung und Behandlung von Nierenerkrankungen zu verbessern durch gezieltere Nutzung bestehender Methoden und Entwicklung neuer Verfahren. Die Studie wird von der KfH-Stiftung Präventivmedizin und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Bis zu 5.000 Patienten, die eine eingeschränkte Nierenfunktion haben, sollen über einen Zeitraum von 10 Jahren beobachtet werden. Beobachtungen zum Krankheitsverlauf, Beschwerden und Komplikationen werden mit Erbinformationen und Messergebnissen in Blut- und Urinproben verglichen und statistisch-epidemiologisch ausgewertet. Mit Hilfe der GCKD-Studie sollen Risikofaktoren identifiziert werden, die den Verlauf der Nierenerkrankung beeinflussen. Außerdem soll geklärt werden, warum nierenkranke Menschen für Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall besonders gefährdet sind. Dazu sollen die Auswirkungen von Nierenerkrankungen auf die allgemeine Gesundheit und die Lebensqualität erfasst werden. Diese neuen Erkenntnisse über Komplikationen und Verlauf sollen spezialisierte Diagnostik und gezielte Behandlungsmaßnahmen ermöglichen und so die Prognose verbessern und helfen, Dialysepflichtigkeit zu vermeiden.

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