Beschreibung der Studie

Das Modellprojekt GerHaRD richtet sich an Menschen mit einer Demenzerkrankung und fehlender Krankheitswahrnehmung (Anosognosie), die bislang demenzspezifische Hilfen ablehnten sowie ihre Bezugspersonen /Angehörige. Die erkrankten Personen werden in ihrer häuslichen Umgebung von einem Facharzt sowie einem Mitarbeiter des örtlichen Demenznetzes aufgesucht. Neben einer ersten diagnostischen Einschätzung durch den Facharzt wird umfangreich zu bestehenden Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten beraten. Ziel ist dabei die Einbindung in das Hilfenetz der Stadt Düsseldorf, um den Verbleib in der eigenen Häuslichkeit längst möglich zu sichern.

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Studiendetails

Studienziel Einbindung in das ambulante kommunale Hilfesystem. 1) Ergebnis Intervention bei Hausbesuch: Ergebnisbogen Hausbesuch -->individuelle Empfehlung an Hausarzt (Arztbrief) zu • Nutzung von Hilfsangeboten ja/nein • Spezifische medizinische Behandlung ja/nein 2) Follow-up nach 12 Monaten: standardisiertes Telefoninterview- • bestehende Nutzung von Hilfsangeboten ja/nein • bestehende spezifische medizinische Behandlung ja/nein
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 120
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Landeshauptstadt Düsseldorf Der Oberbürgermeister Amt für Soziale Sicherung und Integration Geschäftsstelle Seniorenbeirat

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Eingeschlossen werden können
  • Menschen mit dem klinischen Bild einer Demenzerkrankung und fehlender Krankheitswahrnehmungen sowie konsekutiver Ablehnung spezifischer hausärztlicher Behandlung und spezifischer ambulanter Hilfen wie niedrigschwellige Angebote etc.
  • Das Lebensalter der Zielgruppe ist 50 Jahre und älter.
  • Die Betroffenen müssen Einwohner von Düsseldorf sein.

Ausschlusskriterien

  • Akute Fremd- und Selbstgefährdung,
  • Kognitive Beeinträchtigungen, die nicht demenzbedingt sind.
  • Bestehende körperliche Erkrankungen, die einen akuten stationär-klinischen Versorgungsbedarf verursachen,
  • Bereits bestehende umfangreiche demenzspezifische Diagnostik und aktuell etablierte hausärztliche und/oder nervenärztliche Behandlung.
  • Ablehnung der Kontaktaufnahme.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Eine eingeschränkte oder sogar fehlende Krankheitswahrnehmung ist ein häufiges Begleitsymptom demenzieller Erkrankungen und wird auch als Anosognosie bezeichnet. Von Bedeutung ist das Thema deshalb, weil die fehlende Krankheitswahrnehmung und Krankheitseinsicht mit einer deutlich schlechteren Prognose für den Krankheitsverlauf der Betroffenen einhergeht: werden Defizite und Probleme nicht wahrgenommen, wird in der Konsequenz kein Arzt aufgesucht, so dass wiederum weder diagnostische Schritte noch eine antidementive Therapie eingeleitet werden. Die fehlende Einbindung in bestehende Hilfenetze hat wiederum negative Folgen für den Verbleib in der eigenen Häuslichkeit. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, neue Strategien zu erproben, um auf die spezifische Bedürfnislage demenzkranker Menschen mit Anosognosie und deren Angehörigen einzugehen. Die im Rahmen von GerHaRD statt findenden Hausbesuche sind ein niedrigschwelliges Unterstützungsangebot für Menschen mit Demenz und Anosognosie sowie deren Angehörigen. Gegenstand der begleitenden Untersuchung ist somit die Implementierung von schnittstellenübergreifenden Maßnahmen zur Einbindung von Menschen mit Demenz und fehlender Krankheitswahrnehmung in das ambulante, kommunale Hilfenetz in Düsseldorf. Zielgruppe dieser Untersuchung sind Menschen mit einer Demenzerkrankung und fehlender Krankheitswahrnehmung (Anosognosie) sowie ihre Bezugspersonen /Angehörige, die bislang demenzspezifischen Hilfen abgelehnt hatten. Sie werden in der häuslichen Umgebung aufgesucht. Ziel der Studie ist: 1. Die Beschreibung einer bisher kaum wissenschaftlich untersuchten Untergruppierung von Menschen mit einer Demenzerkrankung, die eine Anosognosie-Symptomatik aufweisen. 2. Die Erhebung soziodemographischer Daten sowie die Erfassung des Schweregrades der Demenz und das Belastungserleben der Angehörigen, insbesondere durch die fehlende Krankheitswahrnehmung. Hierzu werden standardisierte Rating-Instrumente eingesetzt. 3. Umfangreiche Informationen zum Krankheitsbild Demenz und zum Umgang mit resultierenden Verhaltensauffälligkeiten werden vermittelt. 4. In einem nächsten Schritt soll eine krankheitsspezifische Diagnostik und Behandlung durch die (früheren) Hausärzte initiiert werden. Als Basis-Instrument hierfür ist ein ausführlicher schriftlicher ärztlicher Bericht vorgesehen. 5. Für die Angehörigen wird ein Modul für ein Psychoedukationsprogramm zum Umgang mit fehlender Krankheitswahrnehmung entwickelt. 6. Dieses Vorgehen wird im Verlauf nach 12 Monaten evaluiert. Die Angehörigen werden telefonisch befragt, inwiefern durch den Hausbesuch Hilfen initiiert werden konnten, wie sich die häusliche Situation entwickelt hat und wie der Status quo ist.

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