Beschreibung der Studie

In dieser Studie sollen Patienten mit muskulär bedingten oder auf das Kiefergelenk bezogenen Schmerzen im Gesichtsbereich gegenüber schmerzfreien Patienten hinsichtlich Unterschieden in der Aufmerksamkeitsleistung unter Verwendung von Fragebögen und psychometrischer, computerassistierter Verfahren untersucht werden. Patienten mit Kraniomandibulären Dysfunktionen sollen gegenüber schmerzfreien Kontrollen hinsichtlich selbst wahrgenommener sowie psychometrisch nachweisbarer Aufmerksamkeitsleistungen verglichen werden. Als Arbeitshypothese gilt, dass keine Unterschiede vorliegen.

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Studiendetails

Studienziel Was: Aufmerksamkeitsleistungen (Vigilanz, Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit, geteilte Aufmerksamkeit, Zahlen nachsprechen) Wann: einmalige Erhebung Wie: Fragebögen (FEDA), computerassistierte Tests (TAP 2.2)
Status Teilnahme nicht mehr möglich
Zahl teilnehmender Patienten 120
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft e.V.

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten:
  • Diagnose einer schmerzhaften kraniomandibulären Dysfunktion gemäß den DC/TMD (insofern bis dahin veröffentlich, ansonsten nach RDC/TMD)
  • Schmerzen seit über 6 Monaten
  • xxxx
  • Kontrollen:
  • Keine länger andauernden (>1 Tag) Schmerzen im muskuloskelettalen System oder Kopfschmerzen im letzten Monat
  • keine Diagnose gemäß den DC/TMD

Ausschlusskriterien

  • unzureichende Kenntnisse der deutschen Sprache
  • starke Beeinträchtigungen des Sprech- und Hörvermögens
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Patienten mit vordiagnostizierten neurologischen oder psychiatrischen Erkrankungen (zum Ausschluss neurologisch oder psychisch bedingter Aufmerksamkeitsstörungen) bzw. motorischen Defiziten (z. B. Lähmungen)
  • Patienten mit vordiagnostizierter Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung.
  • Einnahme von Schmerzmittel in den letzten 24 h
  • Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit beeinträchtigende Medikamente (z.B. Antidepressiva, Muskelrelaxantien, Anästhesie in den letzten 24h)

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Chronische Schmerzen haben erhebliche negative Auswirkungen für die Betroffenen. Unter anderem konnte nachgewiesen werden, dass durch chronische Schmerzen die graue Substanz des Gehirns verändert und die kognitive Leistungsfähigkeit verändert wird. Das trifft wegen der Vielzahl eingeschränkter Funktionen auch für orofaziale Schmerzen zu, die überwiegend durch Störungen im Bereich der Kiefergelenke und der Kaumuskulatur verursacht werden. Neben Rückenschmerzen stellen diese als kraniomandibuläre Dysfunktionen (CMD) bezeichneten Schmerzzustände die zweithäufigste Gruppe muskuloskelettaler Probleme beim Menschen dar. Bislang kaum erforscht sind die Einschränkungen kognitiver Prozesse bei CMD-Patienten, weil diese Patientengruppe infolge der primär beim Zahnarzt stattfindenden Behandlung bislang nicht im Fokus der Schmerz- und Kognitionsforschung stand. Im Rahmen eines interdisziplinären Projekts sollen Patienten mit chronisch schmerzhaften kraniomandibulären Dysfunktionen untersucht und mit schmerzfreien Kontrollpatienten hinsichtlich ihrer Fähigkeit zu Aufmerksamkeitsleistungen untersucht werden. Dabei sollen sowohl die subjektiv erlebten Aufmerksamkeitseinschränkungen mit Hilfe eines mehrdimensionalen Instrumentes erhoben als auch eine psychometrische Erfassung durchgeführt werden. Aus der Literatur ist bekannt, dass bei verschiedenen Patientengruppen die Korrelationen zwischen subjektiv-wahr genommenen kognitiven Einschränkungen und objektiver Testung eher gering sind. Umso wichtiger erscheint es, die Zusammenhänge und Einflussfaktoren anderer krankheitsbedingter Variablen zu erfassen (z.B. Angst, Depression, Somatisierung, Schmerzdauer). Hierdurch kann ein Störungsprofil der unterschiedlichen Aspekte der Aufmerksamkeit erstellt werden, eine Abschätzung der tatsächlichen Konsequenzen erfolgen und Therapiestrategien entwickelt werden.

Quelle

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