Beschreibung der Studie

Der Erfolg der Behandlung einer Tumorerkrankung ist von zahlreichen Faktoren abhängig. Neben der tumorspezifischen Therapie (Operation, Chemo-, Radio- und Immuntherapie) haben in den letzten Jahren die supportiven Maßnahmen (Antiemese, Antiinfektiva, hämato-poetische Wachstumsfaktoren) zunehmend an Bedeutung gewonnen. Durch ihren Einsatz gelingt es eher, die geplante Therapie, speziell in der nichtoperativen Behandlung, zeitgerecht im Sinne von dose-dense zu applizieren, denn jede Zeitverzögerung in einem Thera-pieprotokoll führt zu einem erneuten Wachstum der Tumorzellen. Neben dem Erreichen einer Remission der Grundkrankheit ist aber auch der Weg dahin für den Patienten zunehmend in den Blickpunkt der Beurteilung einer Therapie gerückt, d.h. welche Lebensqualität hat der Patient während der Therapie und am Ende der Behandlung. Um dies zu evaluieren wurden in der Vergangenheit verschiedenartige Scores entwickelt, die den Einfluss von Erkrankung und Therapie auf die Lebensqualität (quality of life) messen.20 Bei der Verbesserung der Lebensqualität kommt der körperlichen Leistungsfähigkeit eine große Bedeutung zu. Sie ist bei tumorkranken Patienten häufig reduziert, oft ein unspezifisches Frühzeichen der Erkrankung und steht mit dem Energiebedarf und Zytokinen der Tumorerkrankung in Zusammenhang. Um einer zunehmenden Tumorkachexie und vor allen Dingen Immobilität des Patienten durch Verlust von Muskelmasse entgegen zu wirken ist ein interdisziplinärer Therapieansatz nötig. Dieser sollte zusätzlich zu Physio- und Ernährungstherapie auch die Behandlung von psychischen Problemen, wie Depression, Demoraliserungssyndrom oder des Fatigue-Syndroms einer Tumorerkrankung mit enthalten. Studien zur Behandlung des Fatigue-Syndroms (FS) haben gezeigt, das eine Erhöhung des Hämoglobins (Hb) über einen Schwellenwert zur Reduktion des FS führt. Daraus wurden die spezifischen Leitlinien zur Anämietherapie mit Erythropoetin erstellt.16 In eigenen Arbeiten konnten wir zeigen, dass allein der Hb-Wert durch die sportliche Aktivität steigt, im Vergleich zu einer nicht trainierenden Kontrollgruppe. Daher soll in einer Gruppe von Patienten die zusätzliche Gabe von einem Erythropoetin Präparat erfolgen.

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Studiendetails

Studienziel Verbesserung der Lebensqualität - Fatigue Zielkriterium: Verbesserung der Lebensqualität (EORTC QLQ-C30)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 240
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Abtl I Medizinische Universitätsklinik Freiburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit ED oder Rezidiv malignem Lymphom (histologisch gesicherter Befund)
  • bestehende Indikation einer Chemotherapie-/Immuntherapie +/- Strahlentherapie
  • Alter >18 Jahre
  • Performance-Status Karnofsky-Index >60
  • Negativer Schwangerschaftstest (Urin oder Serum) bei allen Frauen im gebärfähigen Alter
  • Schriftliches Einverständnis des Patienten nach Aufklärung
  • geographische Nähe
  • PLUS
  • nach Amendment Hodentumoren

Ausschlusskriterien

  • absolut:
  • Patienten mit erhöhtem Risiko zur Thrombose außer der Grunderkrankung
  • Arterielle Hypertonie, die nicht adäquat behandelt ist (unter Therapie > 180 mmHg systolisch; > 100 mmHg diastolisch)
  • Myokardinfarkt, Angina pectoris oder Herzerkrankung (NYHA III-IV) innerhalb von 6 Monaten
  • Stabilitätsgefährdete ossäre Metastasen
  • keine geographische Nähe
  • relativ (Einschluss bzw. Fortsetzung nach Erholung möglich)
  • Vorliegen einer akuten Infektion (≥38,0°C und/oder intravenöse Antibiotikatherapie)
  • Thrombozytenzahl < 30.000 /µl
  • Leukozyten < 1000 /µl

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Hodenkrebs-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Eine Kombination von körperlichem Training und "best clinical Standard", der Tumorbehand-lung in fachlicher Betreuung, die auch psychosoziale Komponenten nicht ausgrenzt und den Patienten zur Therapie motiviert, könnte gleichzeitig in vielerlei Hinsicht Erfolg versprechend sein. 1. Der Patient unterzieht sich unter Anleitung einem körperlichen seiner Leistungsfähigkeit angepassten Training. 2. Die Muskulatur wird aufgebaut und die Leistungsfähigkeit verbessert. 3. Durch Motivation und psychologische Betreuung wird ein positives Denken entwickelt. 4. Der Patient wird im Umgang mit seiner Erkrankung psychosozial unterstützt. 5. Die Lebensqualität soll sich verbessern. 6. Die Prognose soll sich verbessern (spekulativ) 7. Die Einbindung der Patienten in ein Studienprotokoll verbessert die Nachsorge. Alleine hierdurch kann die Prognose positiv beeinflusst werden. Die Anzahl randomisierter Studien über körperliches Training bei Karzinompatienten unter Chemotherapie ist sehr begrenzt und wurde an kleinen, heterogenen Kollektiven oder Pati-enten unter Hochdosis-Chemotherapie durchgeführt (s.o.). Es fehlen Daten randomisierter Studien über aerobes Training unter einer "Standard"-Chemotherapie bei Patienten mit einer definierten Tumorentität. In dieser Studie soll der Einfluss von aerobem Ausdauertraining auf die Lebensqualität, von Patienten mit Lymphomen, welche Chemotherapie +/- Immuntherapie erhalten, untersucht werden.

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