Beschreibung der Studie

Bei Einsatz der laparoskopischen Gasbefeuchtung wird das während der Laparoskopie verwendete Gas vor der Insufflation angefeuchtet und erwärmt. Im Gegensatz zur herkömmlichen Verwendung von raumtemperiertem und trockenem Kohlenstoffdioxid-Gas soll hiermit ein physiologischeres Milieu geschaffen werden und die Schädigung der peritonealen Zellen durch die Laparoskopie verringert werden. Dies könnte zu einer Verringerung der postoperativen Schmerzen führen. Die vorgelegte Studie untersucht als Hauptzielparameter den Einfluss der laparoskopischen Gasbefeuchtung auf die postoperative Schmerzentwicklung nach Laparoskopisch assistierter vaginaler Hysterektomie. Zudem wird die Körpertemperatur prä-, intra- und postoperativ erhoben und der postoperative Schmerzmittelverbrauch über die Verwendung einer PCA-Pumpe (patient-controlled analgesia) gemessen. In der Studie erhält die Behandlungsgruppe die laparsokopische Gasbefeuchtung und die Kontrollgruppe das Standardgas.

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Studiendetails

Studienziel Postoperative Schmerzentwicklung nach 2, 4, 6, 24, 48 Stunden (Erhebung mittels VAS (Visuelle Analog Skala))
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 88
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Pius-Hospital Oldenburg, Klinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Gynäkologische Onkologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patientinnen ab 18 Jahren, Patientin leidet an einer benignen Erkrankung des Uterus, Patientin muss mindestens einmal vaginal entbunden haben, Sonographische Schätzung des Uterusgewichts unter 400g, Präoperative Schätzung der Operationsdauer zwischen 1-2 h, Die Probandinnen müssen einwilligunsfähig sein, dass heißt, sie müssen Art, Bedeutung und Tragweite (Risiken) einer Zustimmung zur Teilnahme an der Studie erfassen können

Ausschlusskriterien

  • Präoperativ geschätztes Uterusgewicht über 400g, Voroperationen in der Anamnese und daraus resultierender Verdacht auf Bestehen von ausgedehnten Verwachsungen, Längsschnittlaparotomie in der Vorgeschichte, aktuell bestehende onkologische Erkrankung, gleichzeitig bestehende chronische Erkrankung, welche eine dauerhafte Einnahme von Schmerzmedikamenten erfordert, gleichzeitige Teilnahme an einer anderen klinischen Studie, Einnahme / Anwendung nicht erlaubter Begleitbehandlung

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Uterusmyom-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Während der Laparoskopie wird zur Schaffung und Aufrechterhaltung des Pneumoperitoneums trockenes, raumtemperiertes Kohlenstoffdioxid-Gas verwendet. Dies steht im Gegensatz zu den physiologischen Gegebenheiten der Peritonealhöhle mit 37 °C Körpertemperatur und einer ständigen Befeuchtung des Peritoneums durch die Peritonealflüssigkeit. Es konnte in tierexperimentellen Studien gezeigt werden, dass diese Art des Insufflationsgases negative Auswirkungen auf die peritonealen Zellen hat. Es kommt zu einer Austrocknung und Schädigung des Peritoneums mit Veränderung physiologischer Vorgänge und einer verstärkten Freisetzung entzündungsfördernder Mediatoren. Hierüber könnte es zu einer verstärkten postoperativen Schmerzempfindung kommen. In den letzten Jahren gab es eine Vielzahl unterschiedlicher Studien, welche, unter anderem, den Einfluss der laparoskopischen Gasbefeuchtung auf die Veränderung der Körpertemperatur und auf die postoperativen Schmerzen untersucht haben. Die Auswertung der vorhandenen Studien in Metaanalysen ergab widersprüchliche Ergebnisse, weshalb weitere Studien auf dem Gebiet notwendig sind. Zudem unterscheiden sich die Studien teilweise stark im Umfang und in Bezug auf die durchgeführten Operationen. Die im Bereich der Gynäkologie durchgeführten Studien gelangten ebenfalls zu widersprüchlichen Ergebnissen und untersuchten größtenteils Patientinnen mit verschiedenen Diagnosen innerhalb einer Studie. Vor Durchführung der Studie wurde eine Poweranalyse zur Errechnung der Fallzahl durchgeführt.

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