Beschreibung der Studie

Die Untersuchung des Zusammenwirkens von genetischen und Umwelteinflüssen verspricht wichtige Aufschlüsse über die Ursachen komplexer Erkrankungen. Die aktuelle Befundlage zur Rolle derartiger (G×E) in der Psychiatrie ist jedoch widersprüchlich. Eine Möglichkeit, das Potential dieses Ansatzes besser auszuschöpfen, bietet die Einbindung der G×E Forschung in die Neurowissenschaften. Mit der vorliegenden Studie soll geprüft werden, ob die Auswirkungen von Stressbelastungen in verschiedenen Stadien der Entwicklung auf das Gehirn von genetischen Faktoren abhängig sind, um mehr über den Zusammenhang von Stress, Genen und Hirnfunktion zu erfahren. Teilnehmer an dieser Studie sind junge Erwachsene einer Längsschnittstudie, deren Entwicklung seit Geburt begleitet wird. Mittels bildgebender Methoden (Kernspintomografie und Elektroenzephalografie) wird der Aufbau und die Funktion von Hirnregionen untersucht, die maßgeblich an der Verarbeitung affektiver und belohnungsbezogener Informationen beteiligt sind. Von der Erforschung derartiger Einflüsse auf die Verarbeitung von Emotionen und Motivationen im Gehirn erwarten wir ein besseres Verständnis der Vorgänge, die einer erhöhten Anfälligkeit für stressbedingte Erkrankungen (wie z.B. Depression, Alkoholabhängigkeit) zugrunde liegen.

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Studiendetails

Studienziel Effekte des Zusammenwirkens von Genen mit belastenden Umwelteinflüssen auf morphologische Merkmale und Aktivierungsmuster in Hirnregionen, die an der Verarbeitung von Emotionen und Motivationen beteiligt sind. Im Einzelnen werden durchgeführt: (a) strukturelle Bildgebung (VBM), (b) Diffusion Tensor Imaging (DTI), und (c) funktionelle Bildgebung zur Erfassung der BOLD fMRI kombiniert mit EEG. Dabei kommen drei experimentelle Paradigmen zum Einsatz: (1) face matching task, (2) flanker task und (3) reward task.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 312
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Aktuelle Teilnehmer der „Mannheimer Risikokinderstudie“

Ausschlusskriterien

  • Teilnehmer der Hauptuntersuchung: akute psychische oder schwere somatische Erkrankung, Drogen- oder Alkoholmissbrauch, Linkshändigkeit, metallische Implantate im Körper.

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Psychische Störung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Ziel der vorliegenden Studie ist es, zu einem besseren Verständnis der neuronalen Grundlagen von (G×E) bei stressbedingten Erkrankungen (wie z.B. Depression, posttraumatische Belastungsstörung oder Alkoholabhängigkeit) beizutragen. Dazu soll untersucht werden, ob der Einfluss genetischer Faktoren auf die Struktur und Funktion neuronaler Netzwerke, die besonders stressempfindlich sind, von der Exposition gegenüber widrigen Umweltbedingungen in verschiedenen Stadien der Individualentwicklung abhängig ist. An 200 jungen Erwachsenen einer prospektiven Längsschnittstudie, deren Entwicklung seit Geburt begleitet wird, sollen mittels bildgebender Methoden (MRI und fMRI kombiniert mit EEG) morphologische und funktionelle Merkmale von Hirnregionen identifiziert werden, die an der zentralnervösen Verarbeitung affektiver und motivationaler Informationen beteiligt sind. Als Kandidatengene dienen funktionelle Varianten serotonerger und dopaminerger Neurotransmission. Als belastende Umweltfaktoren, deren Einfluss in verschiedenen Entwicklungsstadien wirksam wird, werden widrige Bedingungen der Prä- und frühen Postnatalzeit sowie der Adoleszenz untersucht. Aus den Erkenntnissen über die neuronalen Grundlagen von G×E bei stressbedingten Erkrankungen können wichtige Anregungen gewonnen werden, wie die Prävention und Therapie derartiger Störungen spezifischer und effektiver gestaltet werden können.

Quelle

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