Beschreibung der Studie

Degenerative Bandscheibenerkrankungen im Bereich der Halswirbelsäule (Bandscheibenvorfälle und Wirbelkanalverengungen) können zu nervalen Ausfallserscheinungen (z.B. Schmerzen, Gefühlsstörungen, Schwächeerscheinungen) aufgrund von Schädigung der Nervenwurzeln oder des Rückenmarkes selber führen. Bei neurologischen Ausfallserscheinungen oder konservativ nicht zu beherrschender Beschwerdesymptomatik ist oft die operative Therapie erforderlich. Die Operation hat zum einen die Entlastung der Nervenstrukturen, zum anderen die Stabilität der Halswirbelsäule zum Ziel. Je nach Lokalisation sowie Ausmaß der Einengung kommt eine Operation von der Halsvorder- oder -hinterseite in Betracht. Bei Bandscheibendegenerationen in 1 oder 2 Halssegmenten wird zumeist der Zugang von vorne mit Entfernung der Bandscheibe (Diskektomie), Entlastung der nervalen Strukturen (Rückenmark und Nervenwurzeln) und Implantation eines Bandscheibenersatzes vorgenommen. Früher wurde kein Bandscheibenersatz oder ein vom Patienten entnommener Beckenkammspan eingesetzt. Bei fehlendem Bandscheibenersatz kam es im postoperativen Verlauf jedoch oft zu entsprechendem Höhenverlust des operierten Segmentes mit kyphotischer Fehlstellung, Einengung der betreffenden Nervenaustrittskanäle und erneuter Symptomatik. Im Falle des Beckenkammspans kam es im Bereich der Entnahmestelle zu nicht unerheblichen lokalen Schmerzen und Komplikationen. Im Rahmen der weiteren Entwicklung wurde in das Bandscheibenfach Knochenzement eingegossen, um die segmentale Höhe zu erhalten und die Probleme im Bereich der Entnahmestelle des Beckenkammspans zu umgehen. Aktuell verwenden Wirbelsäulenchirurgen vermehrt sogenannte Cages als Bandscheibenersatz, welche zunächst aus Titan bestanden. Nun kommen jedoch meist Cages aus dem Kunststoff Polyetheretherketon (PEEK) zum Einsatz. Beide Verfahren sind anerkannte Techniken und wurden vielfach in der Literatur berichtet. Eine Studie mit vergleichender Betrachtung von Knochenzement und PEEK-Cages als Bandscheibenersatz im Bereich der Halswirbelsäule findet sich in der Literatur bislang nicht. Ziel des Forschungsvorhabens ist die retrospektive (zurückblickende), vergleichende Beurteilung von Knochenzement und PEEK-Cages als Bandscheibenersatz im Rahmen ventraler Diskektomien bei zervikaler degenerativer Bandscheibendegeneration. Es sollen die vorliegenden klinischen, subjektiven und radiologischen Merkmale ausgewertet werden.

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Studiendetails

Studienziel Retrospektiv, mindestens 1 Jahr postoperativ. Erfassung subjektiver Befunde anhand von Fragebögen (NRS, NDI, SF-36) sowie radiologischer Befunde mittels Röntgen und CT (Fusion, Alignment der HWS).
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 110
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Freiburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Erwachsene Patienten mit zervikaler degenerativer Bandscheibenerkrankung im Bereich HWK-2 bis HWK-7; vor Operation bestehende zervikale Radikulopathie oder Myelopathie; ventrale Operation in 1 oder 2 zervikalen Segmenten mit Implantation von Knochenzement oder PEEK-Cage als Bandscheibenersatz.

Ausschlusskriterien

  • Vorgängige Operation an der zervikalen Wirbelsäule; Operation in mehr als 2 zervikalen Segmenten; dorsale Operation.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Zervikale degenerative Bandscheibenerkrankungen (Bandscheibenvorfälle und Wirbelkanalstenosen) können zu einer radikulären und/oder myelopathischen Symptomatik führen. Bei neurologischen Defiziten oder konservativ nicht zu beherrschender Beschwerdesymptomatik ist oft die operative Therapie erforderlich. Die Operation hat zum einen die Dekompression der nervalen Strukturen, zum anderen die Stabilität der zervikalen Wirbelsäule zum Ziel. Je nach Lokalisation sowie Ausmaß der Pathologie, welche zur Kompression nervaler Strukturen führt, kommt eine Operation von ventral oder dorsal in Betracht. Bei zervikalen Bandscheibendegenerationen in 1 oder 2 zervikalen Segmenten wird zumeist eine ventrale Diskektomie mit Dekompression des nervalen Strukturen und Implantation eines Bandscheibenersatzes vorgenommen. Früher wurde kein Bandscheibenersatz oder ein vom Patienten entnommener Beckenkammspan eingesetzt. Bei fehlendem Bandscheibenersatz kam es im postoperativen Verlauf jedoch oft zu entsprechendem Höhenverlust des operierten Segmentes mit kyphotischer Fehlstellung, Einengung der betreffenden Neuroforamina und erneuter Symptomatik. Im Falle des Beckenkammspans kam es im Bereich der Entnahmestelle zu nicht unerheblichen lokalen Schmerzen und Komplikationen. Im Rahmen der weiteren Entwicklung wurde in das Bandscheibenfach Knochenzement eingegossen, um die segmentale Höhe zu erhalten und die Probleme im Bereich der Entnahmestelle des Beckenkammspans zu umgehen. Aktuell verwenden Wirbelsäulenchirurgen vermehrt intervertebrale Cages, welche zunächst aus Titan bestanden. Nun kommen jedoch meist Cages aus dem Kunststoff Polyetheretherketon (PEEK) zum Einsatz. Beide Verfahren sind anerkannte Techniken und wurden vielfach in der Literatur berichtet. Eine Studie mit vergleichender Betrachtung von Knochenzement und PEEK-Cages als zervikaler Bandscheibenersatz findet sich in der Literatur bislang nicht. Ziel des Forschungsvorhabens ist die retrospektive, vergleichende Beurteilung von Knochenzement und PEEK-Cages als Bandscheibenersatz im Rahmen ventraler Diskektomien bei zervikaler degenerativer Bandscheibendegeneration. Es sollen die vorliegenden klinischen, subjektiven und radiologischen Merkmale ausgewertet werden.

Quelle

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