Beschreibung der Studie

Hauptzweck der Studie ist die Überprüfung der Hypothese, dass die im Zentrum stehende Interventionsmethode „Deprexis“ - ein internetbasiertes Selbsthilfeprogramm zur Behandlung von Depression - Kosteneinsparungen für die Gesetzliche Krankenversicherung zur Folge hat. Außerdem soll überprüft werden, ob die mit dem Selbsthilfeprogramm behandelten Personen dadurch eine Reduktion der Depression, eine bessere Lebensqualität, eine Steigerung der beruflichen Zufriedenheit und sozialen Funktionsfähigkeit erfahren. Es handelt sich um eine nicht-pharmakologische Studie (mit Industrieförderung). Es werden keinerlei Substanzen/Medikamente verabreicht oder invasive Methoden angewendet. Alle Personen, die unter Depressionen leiden und die am Programm teilnehmen möchten (Versicherte der DAK in Hamburg werden angesprochen), werden per Zufall auf zwei Gruppen aufgeteilt. Die Interventionsgruppe benutzt das Programm "Deprexis" für einen Zeitraum von 12 Wochen. Die andere Gruppe hat keinen Zugang zu "Deprexis" und dient als Kontrollgruppe, um die Hypothese der Kosteneinsparungen und anderen Wirkungen auf z.B. Lebensqualität zu überprüfen.

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Studiendetails

Studienziel Krankheitskosten, die im Zeitraum von einem Jahr nach Programmende anhand von Kostendaten der DAK ermittelt werden.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 5400
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle DAK Hamburg
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • a) Mindestens leicht ausgeprägte Depressivität; gemessen durch den
  • Depressionsscreener PHQ-9 >= 5
  • b) Alter 18 Jahre
  • c) Informed Consent
  • d) nachgewiesene 1-Jährige Mitgliedschaft in der DAK bzw. Verfügbarkeit der
  • Behandlungskosten im Jahr vor und nach der Deprexis-Behandlung, in Form der
  • Krankenversichertennummer
  • e) Internet Zugang des Teilnehmers

Ausschlusskriterien

  • Das Vorhandensein von akuten suizidalen Tendenzen; diese erfordern eine sofortige
  • rztlich-psychiatrische Vorstellung (Wert von > 0 auf Item 9 des PHQ-9)

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Depression-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Depressive Erkrankungen sind mit hohem Leidensdruck verbunden und in Europa und Deutschland gegenwärtig die Krankheitsgruppe mit der schwersten gesellschaftlichen (ökonomischen) Belastung. Depressionen haben eine günstigere Prognose, wenn die Erkrankung im Frühstadium erkannt und adäquat behandelt wird. Nach internationalen Stufenbehandlungs-Modellen („Stepped-Care“) sollten bei leichten bis mittelgradigen Depressionen niedrigschwellige psychosoziale Interventionen eingesetzt werden, zu denen auch die computergestützte individualisierte Selbsthilfe zählt, die im Zentrum dieser Studie steht. Mehrere Gründe sprechen für einen Einsatz internetbasierter Programme in der Behandlung psychischer Störungen: (1) die mangelnde Verfügbarkeit adäquater konventioneller Behandlungsangebote, insbesondere in ländlichen Regionen, sowie dadurch entstehende lange Wartezeiten; (2) mit psychischen Störungen assoziiertes Stigma und damit verbundene Vermeidungstendenzen bezüglich einer Behandlungsaufnahme; (3) die zeitliche Begrenzung vieler konventioneller Behandlungen auf übliche Geschäftszeiten und dadurch entstehende Erreichbarkeitsprobleme bei Berufstätigen sowie (4) zum Teil hohe Behandlungskosten. Das primäre Studienziel betrifft die Frage, ob die Behandlungskosten bei Mitgliedern und Versicherten der DAK, denen ermöglicht wurde, Deprexis über 12 Wochen zu nutzen, im Zeitraum von 1 Jahr nach Programmzugang niedriger sein werden, als bei DAK-Mitgliedern, denen Deprexis nicht zur Verfügung gestellt wurde. Sekundäre Studienziele beziehen sich auf die Fragen, ob die Nutzung des Deprexis- Programms, im Vergleich zu einer Kontrollgruppe, zu einer Reduktion der Depressivität, zur Steigerung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität, zur Steigerung der beruflichen u. sozialen Funktionsfähigkeit und zur Steigerung der Zufriedenheit mit dem Beratungsangebot der DAK führt. Das Programm soll bei Menschen mit mindestens minimaler depressiver Symptomatik eingesetzt werden, wobei diese durch den PHQ-9, einen weit verbreiteten, validierten Screening-Fragebogen erfasst werden soll. Die Umsetzung dieser Ziele im Rahmen der avisierten Studie bedeutet, dass erstmalig eine Studie der Wirksamkeit eines solches Programms von einer vollen gesundheitsökonomischen Evaluation begleitet wird. Es wird erwartet, dass „Deprexis“ sich als wirksame und dabei auch niedrigschwellige und kostengünstige Intervention zur Behandlung von unipolarer Depression erweist.

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