Beschreibung der Studie

20 gesunden, männlichen Probanden (18-45Jahre) werden je zwei Schmerzkatheter gesetzt. Nervenkatheter kommen im klinischen Alltag zur Anwendung, wenn über längere Zeit Schmerzen zu erwarten sind, also bei größeren Operationen. Vor allem bei orthopädischen Patienten ist eine frühe Mobilisation und Rehabilitation oft sehr wichtig und notwendig, um spätere Bewegungseinshränkungen zu vermeiden. (Beispiel: Knie- oder Schulterarthroskopoie, also Gelenksspiegelung). Ohne suffizienter Schmerzausschaltung gelingt dies allerdings nicht. Darum kommen Schmerzkatheter zum Einsatz, die lokal an der betroffenen Stelle und nicht systemisch wirken. Diese Katheter können allerdings auch verrutschen, im schlimmsten Fall so sehr, dass wir wirkungslos sind und entfernt werden müssen. Ziel dieser Studie ist es, die Rate an Mobilisationen der einzelnen Katheter zu evaulieren. Jedem Probanden werden- nach lokaler Schmerzausschaltung mit Lokalanäesthesie- unter direkter Sicht mit Ultraschall im Oberschenkel- und Halsbereich die Katheter gelegt. Über die Spitze der Katheter kann Kochsalz appliziert werden, um die Lage zu kontrollieren. Kochsalz wird deshalb verwendet, da an Probanden kein Medikament nötig ist, die Situation "nach einer Operation" wird lediglich nachgestellt. Kochsalz und das lokalanästhetiesche Medikament haben im Ultraschall die gleiche "Echogenität", sie sehen also gleich aus. Der Proband wird aufgefordert 3 mal (stündlich) klardefinierte Übungen, danach 2 Stunden "nicht standardisierte" Bewegungen durchzuführen (Bsp.: essen, spazieren). In regelmäßigen Abständen wird Kochsalz appliziert und die Ausbreitung der Lösung mit Ultraschall kontrolliert, um Rückschlüsse auf eine Dislokation zu ziehen. Nach 300 Minuten ist der aktive Teil des Studientages zu Ende. Die Rate an Dislokationen von 2 verschiedenen Kathetern soll ermittelt werden.

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Studiendetails

Studienziel Zwei verschiedene Katheter werden ultraschallgezielt gesetzt. 3 mal, nach jeweils einer Stunde, muss der Proband klardefinierte, physiotherapeutische Übrungen durchführen, danach erfolgt eine Ultraschallkontrolle der Katheterlagen. Nach 3 Stunden soll der Proband für weitere 2 Stunden Alltagshandlungen durchführen. Nach diesen 2 Stunden erfolgt eine Abschlussuntersuchung mit Ultraschall. Die Dislokationsrate wird evaluiert.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Medizinische Universität Wien, Universitätsklinik für Klinische Pharmakologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Geistig und körperlich gesunde, männliche Probanden, zwischen 18 und 45 Jahre, BMI <30 kg/m2, unterschriebene Einverständniserklärung, geistige und sprachliche Fähigkeit, die Einverständniserklärung verstanden zu haben.

Ausschlusskriterien

  • Anatomische Fehlbildungen der oberen und unteren Extremität,
  • Allergien gegen Mepivacain oder andere Aminoamidlokalanästhetika (wird zur Lokalanästhesie vor Anlage der Katheter verwendet), Blutgerinnungsstörungen, Behandlung mit NSAR in den letzten 2 Wochen, BMI > 30kg/m2, klinisch relevante Veränderungen im EKG( Bradykardie, AV Block),Teilnahme an einer anderen klinischen Studie, fehlende Kooperation, Unfähigkeit die physiotherapeutischen Übungen durchzuführen, Ablehnung des Studienarztes unterschiedlicher Begründungen

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Es handelt sich um eine prospektive, unkontrollierte, offene Probandenstudie. 20 gesunde, männliche Probanden(Alter 18-45Jahre) erhalten nach Lokalanästhesie unter direkter Sicht mit Ulltraschall zwei Katheter (Femoraliskatheter und Scalaensukatheter). Über diese wird Kochsalz appliziert. Die Verteilung der Lösung ist mit Ultraschall gut sichtbar. Wird der Nerv von der Lösung umspült, ist die Lage korrekt. Ist dies nicht der Fall, handelt es sich um eine Dislokation. Drei mal stündlich müssen die Probanden klardefinierte Übungen durchführen, danach 2 Stunden "nicht standartisierte" Übungen (Bsp.: gehen, essen). Dazwischen erfolgen regelmäßig Ultraschalluntersuchungen zur Lagekontrolle. Nach 300 Minuten ist der aktive Teil des Studientages beendet. Die Dislokationsrate soll ermittlet werden.

Quelle

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