Beschreibung der Studie

Das Prostatakarzinom zählt zu dem am häufigsten diagnostizierten bösartigen Tumor des Mannes und ist für 11% der Todesfälle verantwortlich. Bei behandlungsbedürftigen Tumoren stellen die radikale Entfernung der Prostata und die Strahlentherapie gleichwertige Optionen zur Heilung dar. Trotz initial guter Ergebnisse kommt es abhängig vom Tumorstadium in ca. 17-40% nach Ersttherapie zu einem Wiederkehren des Tumors. Darunter versteht man einen Wiederanstieg des Tumormarkes PSA (Prostata spezifisches Antigen) im Serum. Sind als Ursache hierfür bereits Knochenmetastasen oder Weichteilmetastasen bekannt, ist damit eine schlechte Prognose verbunden und eine mögliche Heilung ausgeschlossen. Hingegen ist die Frage nach einer Prognoseabschätzung für Männer mit einem wiederkehrenden Prostatatumor in Form von einzelnen oder mehreren Lymphknotenmetastasen vollkommen unbeantwortet. Die derzeitige Standardtherapie für diese Patienten stellt die systemische Hormonentzugstherapie und schließlich die Chemotherapie dar. Jede Form der systemischen Standardtherapie (Kastration, Chemotherapie) vermag nicht zu heilen und führt ausnahmslos zu schweren Nebenwirkungen sowie zu einem behandlungsrefraktären Tumorstadium mit schlechter Prognose. Etablierte Alternativkonzepte zur Hormontherapie für Patienten mit alleinigen Lymphknotenmetastasen beim Prostatakarzinomrezidiv fehlen. Hauptursache für die bisher fehlende Beschreibung dieser Patienten ist, neben der „historischen Zusammenfassung von Knochen- und Lymphknotenmetastasen“, die Schwierigkeit Lymphknotenmetastasen in der Bildgebung (CT/MRT) mit ausreichender Verlässlichkeit darzustellen. Heutzutage kann durch die hervorragende Anreichung der Radionukleide 11C-Choline oder 18F-Cholin speziell in Lymphknotenmetastasen mit hoher Sicherheit durch die Anwendung des Cholin-PET-CT gesunde von befallenen Lymphknoten unterschieden werden. Ob sich durch eine operative Entfernung von Lymphknotenmetastasen eine PSA-Reduktion im Sinne einer Kuration erzielen lässt, oder ob, und unter welchen Bedingungen, sich nur ein zeitlich begrenzter Einfluss auf die PSA-Progression oder Tumorprogression ausüben lässt, ist nicht bekannt und soll in dieser Studie untersucht werden. Ebenso soll analysiert werden welche Patienten sich für eine solche Therapie eignen und welche Faktoren Einfluss auf Erfolg oder Misserfolg haben. Ziel dieser retrospektiven Studie ist die Auswertung von 52 Lymphknotenentfernungen welche auf Basis der Cholin-PET-CT-Diagnostik an 47 Patienten mit einem lymphknotenpositiven Prostatakarzinom durchgeführt wurden.

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Studiendetails

Studienziel PSA-progressionsfreies Überleben
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 47
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinik Freiburg Abteilung Urologie

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Einschlusskriterien

  • Vorhandensein einer biochemischen Rezidiv des Prostatakarzinoms nach radikaler Prostatektomie oder primärer Bestrahlung. Vorhandensein von 11C-Cholin oder 18F-fluorethylcholin-PET-CT positiven Lymphknotenmetastasen, Charlson-Komorbidität-Index ≤ 2, Alter <80 Jahre.

Ausschlusskriterien

  • Vorhandensein von Knochen-oder viszeralen Metastasen, Charlson-Komorbidität-Index > 2, Alter > 80 Jahre, Fortführung der antihormonellen Therapie, unbehandeltes Lokalrezidiv (Prostataloge)

Adressen und Kontakt

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Das Prostatakarzinom stellt mit 29% den am häufigsten diagnostizierten bösartigen Tumor des Mannes dar und ist für 11% der Todesfälle verantwortlich. Bei behandlungsbedürftigen Tumoren stellt die radikale Entfernung der Prostata (radikale Prostatektomie mit primärer pelviner Lymphadenektomie) und die Strahlentherapie gleichwertige Optionen zur Kuration des Prostatakarzinoms dar. Trotz initial guter Ergebnisse kommt es abhängig vom Tumorstadium in ca. 17-40% nach Primärtherapie des Prostatakarzinoms zu einem biochemischen Rezidiv. Darunter versteht man einen Wiederanstieg des Tumormarkes PSA im Serum. Sind als Ursache des Rezidives bereits Knochenmetastasen oder viszerale Metastasen diagnostiziert, ist damit eine schlechte Prognose verbunden und eine mögliche Heilung ausgeschlossen. Hingegen ist die Frage nach einer Prognoseabschätzung für Männer mit einem Prostatakarzinomrezidiv in Form von solitären oder multiplen Lymphknotenmetastasen vollkommen unbeantwortet. Die derzeitige Standardtherapie für diese Patienten stellt die systemische Hormonentzugstherapie und schließlich die Chemotherapie dar. Jede Form der systemischen Standardtherapie (Kastration, Chemotherapie) besitzt keine kurativen Eigenschaften und führt ausnahmslos zu einem therapierefraktären Tumorstadium mit schlechter Prognose. Etablierte Alternativkonzepte zur Hormontherapie für Patienten mit alleinigen Lymphknotenmetastasen beim Prostatakarzinomrezidiv fehlen. Hauptursache für die bisher fehlende Beschreibung dieser Patienten ist, neben der „historischen Zusammenfassung“ von Knochen- und Lymphknotenmetastasen“, die Schwierigkeit Lymphknotenmetastasen in der Bildgebung mit ausreichender Verlässlichkeit darzustellen. Heutzutage kann durch die hervorragende Anreichung der Radionukleide 11C-Choline oder 18F-Cholin speziell in Lymphknotenmetastasen mit hoher Sicherheit durch die Anwendung des Cholin-PET-CT gesunde von befallenen Lymphknoten unterschieden werden. Ziel dieser retrospektiven Studie ist die Auswertung von 52 salvage Lymphadenektomien welche auf Basis der Cholin-PET-CT-Diagnostik an 47 Patienten mit einem nodalen Prostatakarzinomrezidv durchgeführt wurden. Ob sich durch eine operative Entfernung von Lymphknotenmetastasen eine PSA-Reduktion im Sinne einer Kuration erzielen lässt, oder ob und unter welchen Bedingungen, sich nur ein zeitlich begrenzter Einfluss auf die PSA-Progression oder Tumorprogression ausüben lässt, ist nicht gezeigt und soll in dieser Studie untersucht werden. Ebenso soll analysiert werden welche Patienten sich für eine solche Therapie eignen und welche Faktoren Einfluss auf Erfolg oder Misserfolg haben.

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