Beschreibung der Studie

Das Projekt „Vorsorge vor der Sorge - Ein Programm zur Verbesserung der Mundgesundheit von Kleinkindern“ zielt auf die Umsetzung aktueller evidenzbasierter zahnärztlicher Präventionsempfehlungen zur Vorbeugung der frühkindlichen Karies (AAPD 2008, EAPD 2008, DGZMK 2004) und wird in einem Modellprojekt in Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Jena über einen Zeitraum von 6 Jahren durchgeführt. Im Rahmen eines Erstbesuchsdienstes, der den Zugang zu allen neugeborenen Kindern der Stadt (ca. 1000 Kinder) gewährleistet, werden Eltern durch geschultes Personal aufgesucht und informieren die Eltern umfassend über die Förderung des gesunden Aufwachsens ihres Kindes. In diesem Beratungsgespräch erhalten die Eltern neben einem „Begrüßungspaket“ (inklusive Zahnpflegeprodukte) eine Beratung zu zahngesunden Ernährungs- und Trinkgewohnheiten, der Zahnpflege mit einer fluoridhaltigen Kinderzahnpaste ab dem ersten Milchzahn und der Vermeidung einer frühen Transmission kariogener Mikroorganismen von der Bezugsperson zum Kind. Alle Informationen der Erstbesucherinnen können die Eltern in der ausgehändigten „Begrüßungsmappe“ schriftlich nachlesen. Im Rahmen des intersektoralen Präventionsprogramms wurden die Eltern bei vorliegender Zustimmung in die prospektive Präventionsstudie aufgenommen und nach dem Erstbesuch innerhalb des ersten Lebensjahres ihres Kindes durch das Jugendamt zu einem Zahnarztbesuch in die Poliklinik für Präventive Zahnheilkunde und Kinderzahnheilkunde eingeladen. Die Kinder wurden seitdem viertel- bzw. halbjährlich in Abhängigkeit vom vorliegenden Kariesrisiko zahnärztlich betreut. Die Effizienz (Kosten-Nutzen-Analyse) dieses Präventionsprojektes soll nach 3 und 5 Jahren evaluiert werden. Die Arbeitshypothese ist, dass durch eine frühzeitige Aufklärung und präventive Interventionen die frühkindliche Karies effektiv vorgebeugt werden kann. Für eine umfassende Evaluation des Präventionsprogramms wurde der Durchführungszeitraum von 3 auf 5 Jahre verlängert.

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Studiendetails

Studienziel Messung der Mundgesundheit nach WHO-Diagnostik-Kriterien unter der Einbeziehung von inital kariösen Läsionen ohne die Anfertigung von Röntgenbildern. dmfs/dmft-Index, Plaque ja/nein, Kariesrisiko, wieviele Zahnarztbesuche fanden statt, Fluoridlackapplikation ja/nein, Fragebogen nach Migrations- und Sozialstatus, häusliche Mundhygiene- und Ernährungsgewohnheiten nach 3 und 5 Jahren Laufzeit des Präventionsprogramms
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 800
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Jena, ZZMK, Poliklinik für Präventive Zahnheilkunde und Kinderzahnheilkunde

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Rekrutierung der Interventionsgruppe nach Geburt, welche eine Beratung vom Erstbesuchsdienst erhalten haben und an dieser prospektiven Beobachtungsstudie teilnehmen möchten. Regelmäßige zahnärztliche Betreuung über 6 Jahre.

Ausschlusskriterien

  • Keine Zustimmung zur Beobachtungsstudie und Nicht-Erscheinen zur zahnärztlichen Untersuchung

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Ziel dieser Studie ist die Evaluation eines zahnärztlichen Präventionsprogramms für Kleinkinder der Stadt Jena. Im Rahmen der prospektiv angelegten Beobachtungsstudie soll im Raum Jena untersucht werden, ob durch eine frühzeitige Aufklärung und präventive Interventionen die frühkindliche Karies effektiv vorgebeugt werden kann. In Jena werden jährlich über 1000 Kinder geboren. Diese Familien werden vom Erstbesuchsdienst aufgesucht, erhalten Informationen zur Gesundheitsprävention und eine vom Land Thüringen und der Stadt Jena erarbeitete Begrüßungsmappe und ein Begrüßungspaket, das Zahnpflegeutensilien für Kind und Mutter einschließt. Mit Projektbeginn wurden innerhalb eines Jahres 1162 Kinder geboren und erstbesucht. Bei schriftlicher Zustimmung zur Studienteilnahme wurden die Eltern im ersten Lebensjahr ihres Kindes vom Erstbesuchsdienst der Stadt Jena zu einem Zahnarztbesuch in die Poliklinik für Präventive Zahnheilkunde und Kinderzahnheilkunde schriftlich eingeladen und bei Erscheinen der Interventionsgruppe zugeteilt. Die Stichprobenausschöpfung umfasste 44,1% mit 512 Kindern. Diese Kinder werden seit dem risikoorientiert zahnärztlich betreut. Die Abschlussuntersuchung erfolgt im Alter von 3 und 5 Jahren. Eltern, die einer zweimaligen Einladung zum Zahnarztbesuch im ersten Lebensjahr ihres Kindes nicht folgten, wurden der Kontrollgruppe zugeordnet. Die Kinder der Kontrollgruppe werden mit 3 und 5 Jahren zu einer zahnärztlichen Untersuchung in die Poliklinik eingeladen. Bei einer Stichprobenausschöpfung von 25% dürfte die Netto-Stichprobe für die Kontrollgruppe etwa 290 Kinder umfassen.

Quelle

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