Beschreibung der Studie

In unserer Studie möchten wir die gesundheitlichen Aspekte von Milchkonsum untersuchen. Die immer effizientere Milchproduktion hat dazu geführt, dass viele Kühe während des Melkens trächtig (schwanger) sind. Dadurch gelangen die Schwangerschaftshormone, hauptsächlich Östrogene und Progesteron, in die Milch. Verschiedene Studien geben Hinweise darauf, dass bei einem hohen Milchkonsum mehr Prostata- sowie möglicherweise auch Brustkrebsfälle auftreten können. Diese Krebserkrankungen werden unter anderem durch Hormone in ihrer Entstehung beeinflusst. Es könnte daher sein, dass ein Zusammenhang mit den Hormonen in der Milch besteht. Bisher wurde jedoch noch nicht untersucht, ob die Hormone in Milch und Milchprodukten beim Verzehr vom Menschen aufgenommen und verstoffwechselt werden – dies ist die Grundvoraussetzung für deren Wirkung. Die Bestimmung der Hormonspiegel im menschlichen Urin kann darüber Aufschluss geben. Daher möchten wir in unserer Studie untersuchen, ob durch den Verzehr von Milch die messbaren Spiegel von Östrogenen und Progesteron im Urin postmenopausaler Frauen ansteigen bzw. sich verändern. Zusätzlich wollen wir herausfinden, ob der Fettgehalt der Milch die Hormonausscheidung in unterschiedlicher Weise beeinflusst.

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Studiendetails

Studienziel Einfluss von Milchkonsum auf die urinale Steroidhormonexkretion (Analyse der Gehalte an Östrogenen, Östrogenmetaboliten und Pregnandiol-Glukuronid): Dabei sind die individuellen Differenzen (viertägige Milchintervention 1 – viertägige Depletion 1) der jeweiligen Steroide im Urin von primärem Interesse. Zusätzlich werden die individuellen Differenzen (viertägige Milchintervention 2 – viertägige Depletion 2 und viertägige Depletion 3 – viertägige Depletion 1) betrachtet.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • 1) postmenopausale Frauen (letzte Regelblutung vor mind. 12 Monaten*)
  • bei Interessentinnen mit Hysterektomie sowie Hysterektomie und einseitiger Adnexektomie im jüngeren Teilnahmealter (um die 55 Jahre) lassen wir zusätzlich den Hormonstatus im Blut (Messung von 17β-Östradiol, 17-OH-Progesteron, Progesteron) bestimmen, um sicher gehen zu können, dass diese Frauen postmenopausal sind
  • 2) Nichtrauchen
  • 3) guter Gesundheitszustand / Mobilität

Ausschlusskriterien

  • 1) Hormonersatztherapie (muss mind. 6 Monate zurückliegen)
  • 2) Zufuhr von Phytoöstrogenen (z. B. Nahrungsergänzungsmittel mit Extrakten aus Rotklee, Cimicifuga oder Soja)
  • 3) Laktoseintoleranz
  • 4) folgende derzeitige Erkrankungen: Krebs, Diabetes mellitus, Darmerkrankungen wie z. B. Morbus Crohn oder Zöliakie, Erkrankungen der Leber und der Galle

Adressen und Kontakt

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Die immer effizientere Milchproduktion hat dazu geführt, dass laktierende Kühe trächtig sind. Die Schwangerschaftshormone, vornehmlich die Steroidhormone Östrogene und Progesteron, gelangen in die Milch und können vom Verbraucher beim Verzehr von Milch bzw. Milchprodukten mit aufgenommen werden. Ob die vermehrte Aufnahme von weiblichen Sexualhormonen die Gesundheit des menschlichen Konsumenten beeinflusst, ist wenig untersucht. Epidemiologische Studien geben Hinweise darauf, dass die Inzidenzen des Mamma- sowie des Prostatakarzinoms bei hohem Milchkonsum erhöht sein können. Möglicherweise besteht daher ein Zusammenhang mit den Steroidhormonen in der Milch, da sowohl das Mamma- als auch das Prostatakarzinom hormonabhängige Tumoren sind und insbesondere die Kombination von Östrogenen und Progesteron das Brustkrebsrisiko steigert. Die essenzielle Frage, ob durch den Verzehr von Milch bzw. Milchprodukten die messbaren Spiegel von Östrogenen und Progesteron in den Körperflüssigkeiten ansteigen, ist bislang nicht in Humanstudien untersucht worden. In unserer Crossover-Studie konsumieren 100 postmenopausale Frauen, deren Ovarien keine Steroidhormone mehr produzieren, über einen Zeitraum von jeweils vier Tagen täglich einen Liter Vollmilch (3,5 % Fett) bzw. Halbfettmilch (1,5 % Fett). Die Probandinnen sollen dabei weitestgehend auf den zusätzlichen Verzehr von Lebensmitteln mit einem hohen Östrogen-, Progesteron- oder Phytoöstrogengehalt verzichten. Beiden Interventionen geht eine viertägige Auswaschphase mit östrogen /progesteronarmer Ernährung voraus. Am Ende der jeweiligen Auswasch- bzw. Interventionsphase wird von allen Probandinnen der 24 h-Urin gesammelt. Im Urin wird der Gehalt an Östrogenen bzw. Östrogenmetaboliten sowie die Konzentration von Pregnandiol-Glukuronid als Abbauprodukt von Progesteron bestimmt. Das besondere Interesse liegt dabei auf einer vermehrten bzw. veränderten urinalen Ausscheidung von Östrogen- und/oder Progesteronmetaboliten nach Milchkonsum.

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