Beschreibung der Studie

Menschen mit schweren psychiatrischen Erkrankungen werden in Deutschland nicht optimal versorgt. Gerade in Krisensituationen fehlt es insbesondere in ländlichen Regionen an gut vernetzten zugänglichen ambulanten Alternativen zur stationären Behandlung. Gegenwärtig wird im ländlichen Niedersachsen eine Form Assertive Outreach (AO) implementiert, bei der der niedergelassene Psychiater eng mit ambulant psychiatrischen Pflegediensten zusammenarbeitet, um ein Modell von intensiver und aufsuchender Begleitung anbieten zu können. Weitere Bestandteile der Intervention sind regelmäßige Psychoedukation, interdisziplinäre Fallkonferenzen, ein Evidenz gestützter Behandlungsleitfaden und ein Krisendienst, der 24 Stunden 7 Tage die Woche ansprechbar ist. Im Forschungsvorhaben soll für Menschen mit Schizophrenie die Effektivität und Effizienz dieser Form der Versorgung mit der Regelversorgung verglichen werden. Die Interventionsgruppe setzt sich aus Patienten zusammen, die AO erhalten. Als Kontrollen gelten Patienten, die bei denselben Nervenärzten wie die Interventionspatienten behandelt werden, aber aufgrund ihrer Krankenkassenzugehörigkeit kein AO erhalten können. Die Hypothese ist, dass sich AO im Vergleich mit psychiatrischer Regelversorgung als effektiver in Bezug auf den Krankheitsverlauf und als kostengünstiger erweist. Wichtigstes Ergebniskriterium ist die Anzahl der in Anspruch genommenen Krankenhaustage. Weitere Kriterien beziehen sich auf die Symptomatik der Patienten, das psychosoziale Funktionsniveau, die Lebensqualität, direkte und indirekte Krankheitskosten. Der Beobachtungszeitraum erstreckt sich über 12 Monate. Innerhalb dieses Zeitraumes finden drei Haupterhebungen im Abstand von 6 Monaten und zwei Zwischenerhebungen (jeweils drei Monate nach den ersten beiden Haupterhebungen) statt. Die Studie soll einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung von integrierter Versorgung im Sinne von Assertive Outreach für schwer schizophren erkrankte Menschen leisten.

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Studiendetails

Studienziel Anzahl in stationär psychiatrischer Versorgung verbrachter Tage (gemessen anhand des Client Socio-demografic and Service Receipt Inventory CSSRI)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 536
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Europäischer Fonds für regionale Entwicklung

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Eingeschlossen werden Patienten mit einer diagnostizierten Schizophrenie (ICD 10: F20) und mittleren bis schweren Funktionsbeeinträchtigungen eingeschätzt durch den behandelnden Facharzt anhand des Global Assessment of Functioning (GAF ≤ 60).

Ausschlusskriterien

  • mittlere oder schwere kognitive Beeinträchtigungen oder eine organische Störung
  • keine ausreichenden Kenntnisse der deutschen Sprache
  • fehlende Einwilligungsfähigkeit bezogen auf die Studienteilnahme
  • Patienten, die eine angebotene AO ablehnten

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Menschen mit schweren psychiatrischen Erkrankungen werden in Deutschland nicht optimal versorgt. Gerade in Krisensituationen fehlt es insbesondere in ländlichen Regionen an gut vernetzten zugänglichen ambulanten Alternativen zur stationären Behandlung. Gegenwärtig wird im ländlichen Niedersachsen eine Form von Assertive Outreach (AO) implementiert, bei der der niedergelassene Psychiater eng mit ambulant psychiatrischen Pflegediensten zusammenarbeitet, um ein Modell von intensiver und aufsuchender Begleitung anbieten zu können. Weitere Bestandteile der Intervention sind regelmäßige Psychoedukation, interdisziplinäre Fallkonferenzen, ein Evidenz gestützter Behandlungsleitfaden und ein Krisendienst, der 24 –Stunden 7 Tage die Woche ansprechbar ist. Im Forschungsvorhaben soll diese Form von AO evaluiert werden. Eingeschlossen werden Patienten mit Schizophrenie (F20) und mittleren bis schweren Funktionsbeeinträchtigungen (GAF≤60). Die Interventionsgruppe setzt sich aus Patienten zusammen, die AO erhalten. Die Kontrollgruppe aus Patienten, die kein AO erhalten können, da ihre Krankenkasse diese Behandlung nicht erstattet. Es wird davon ausgegangen, dass die Krankenkassenzugehörigkeit und damit die Gruppenzuteilung zufällig sind. Ausgeschlossen werden Patienten, die eine angebotene AO-Behandlung ablehnen. Die Hypothese ist, dass sich AO im Vergleich mit psychiatrischer Regelversorgung als effektiver in Bezug auf den Krankheitsverlauf und als kostengünstiger erweist. Primärer Outcomeparameter ist die Anzahl der in Anspruch genommenen Krankenhaustage. Sekundäre Outcomeparameter beziehen sich auf die Psychopathologie des Patienten, das psychosoziale Funktionsniveau, die Lebensqualität sowie direkte und indirekte Krankheitskosten. Der Beobachtungszeitraum erstreckt sich über 12 Monate. Innerhalb dieses Zeitraumes finden drei Haupterhebungen im Abstand von 6 Monaten und zwei Zwischenerhebungen (jeweils drei Monate nach den ersten beiden Haupterhebungen) statt. Die Studie soll einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung von integrierter Versorgung im Sinne von Assertive Outreach für schwer psychisch Kranke leisten.

Quelle

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