Beschreibung der Studie

Für die Deckung gingivaler Rezessionen, umgangssprachlich auch "freiliegende Zahnhälse" genannt, sind verschiedene parodontal-chirurgische Techniken beschrieben worden. Dabei wird das benachbarte Zahnfleisch mittels spezieller Schnittführung von seiner knöchernen Unterlage gelöst und in einer in Richtung freiliegendem Zahnhals verschobenen Position neu vernäht, um auf diese Weise die freiliegende Wurzeloberfläche zu decken. Manchmal werden diese Eingriffe auch mit beispielsweise aus dem Gaumen entnommenen Bindegewebstransplantaten oder mit Substanzen zur Konditionierung der freiliegenden Wurzeloberfläche kombiniert, um die Erfolgswahrscheinlichkeit der Behandlung zu erhöhen. Das Ziel dieser Untersuchung ist der Vergleich zweier chirurgischer Techniken zur Deckung gingivaler Rezessionen: es soll die modifizierte Tunneltechnik mit subepithelialem Bindegewebstransplantat (Test), zu der es noch wenig Literatur / Wissenschaft gibt, mit der chirurgischen Standardtechnik, dem koronalen Verschiebelappen mit Schmelz-Matrix-Protein-Applikation (Kontrolle) verglichen werden. Die Resultate beider chirurgischer Techniken werden in dieser prospektiven randomisierten klinischen Studie sowohl aus Behandler- als auch Patientensicht bewertet. Die primäre im Rahmen dieser Studie zu überprüfende Hypothese lautet: gingivale Rezessionen werden mit der modifizierten Tunneltechnik im Vergleich zum koronalen Verschiebelappen mindestens gleich erfolgreich behandelt, mit der modifizierten Tunneltechnik werden dabei insgesamt jedoch schönere Behandlungsergebnisse erzielt.

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Studiendetails

Studienziel Gemäß Studienprotokoll Messung und Auswertung der Behandlungsresultate 2 Jahre nach chirurgischer Rezessionsdeckung - Vermessung der operierten parodontalen Weichgewebe mit der Parodontalsonde, Abformung der operierten parodontalen Weichgewebe und volumetrische Evaluation sowie Fotodokumentation
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Hürzeler/Zuhr Praxis für Zahnheilkunde

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten ohne Grunderkrankungen bzw. ohne Medikation mit Einfluss auf die parodontale Gesundheit oder die parodontale Wundheilung; Patienten ohne Kontraindikationen bezüglich eines parodontal-chirurgischen Eingriffes; parodontal gesunde Patienten mit guter Mundhygiene gemäß Studienprotokoll; Patientin mit singulären oder multiplen, bis 5mm tiefen gingivalen Rezessionen der Miller-Klasse I oder II an natürlichen, nicht-rotierten, nicht-extrudierten, karies- und restaurationsfreien Schneidezähnen, Eckzähnen oder ersten Prämolaren des Oberkiefers ohne parodontalchirurgische Vorbehandlung und ohne Anzeichen pulpaler Erkrankungen mit Beteiligung der umgebenden parodontalen Gewebe

Ausschlusskriterien

  • schwangere Patientinnen

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Das Ziel dieser prospektiven randomisierten kontrollierten klinischen Studie ist der Vergleich der modifizierten Tunneltechnik mit subepithelialem Bindegewebstransplantat gegenüber dem koronalen Verschiebelappen mit Schmelz-Matrix-Protein-Applikation zur Deckung gingivaler Rezessionen. Dies meint den Vergleich beider Techniken hinsichtlich der Parameter Vollständigkeit der Wurzeldeckung, prozentuale Wurzeldeckung, Gewinn an klinischem Attachment, Gewinn an keratinisiertem Gewebe und volumetrischer Gewebegewinn. Vor dem Hintergrund der Bedeutung eines ästhetischen Behandlungsresultates wird die Studie beide Techniken auch hinsichtlich der Ästhetik des erzielten Behandlungsergebnisses miteinander vergleichen. 30 Patienten werden gemäß der Studieneinschluss- bzw. Ausschlusskriterien rekrutiert und randomisiert einem der beiden Verfahren (modifizierte Tunneltechnik = Test bzw. koronaler Verschiebelappen = Kontrolle) zugeteilt. Die Patienten werden vor dem chirurgischen Eingriff (baseline) sowie 3, 6, 12 und 24 Monate danach gemäß dem Studienprotokoll untersucht. Die studienrelevanten Parameter werden dabei zum einen über intraorale metrische Messungen mit einer Parodontalsonde erhoben. Zum anderen werden zu jedem Untersuchungszeitpunkt präzise Situationsgipsmodelle hergestellt, welche über optische Erfassung in digitale dreidimensionale Modelle überführt werden. Die anschließende virtuelle Übereinanderlagerung dieser digitalen Modelle erlaubt erstmalig eine exakte Untersuchung volumetrischer Veränderungen an den beteiligten Geweben. Daneben werden die erzielten Behandlungsresultate auf Basis digitaler Fotoaufnahmen gemäß Studienprotokoll unter ästhetischen Gesichtspunkten bewertet. Auch die Patienten selbst werden gemäß Studienprotokoll zum Behandlungsverlauf und den erzielten Behandlungsergebnissen befragt. Die primäre im Rahmen dieser Studie zu überprüfende Hypothese lautet: gingivale Rezessionen werden mit der modifizierten Tunneltechnik im Vergleich zum koronalen Verschiebelappen bezogen auf die prozentuale Wurzelabdeckung mindestens gleich erfolgreich gedeckt, mit der modifizierten Tunneltechnik werden unter ästhetischen Gesichtspunkten dabei insgesamt jedoch schönere Behandlungsergebnisse erzielt.

Quelle

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