Beschreibung der Studie

Berichte von Insomnie Patienten deuten daraufhin, dass als Auslöser oft ein stressbezogenes Phänomen steht, wobei der Umgang und die Bewertung dieser Situation eine wichtige Rolle für den Ausgang der Situation spielen. Wir glauben, dass mit nicht-pharmakologischer Behandlung (d.h. instrumenteller sensomotorischer Konditionierung, Psychotherapie) diesen maladaptiven kognitiven, behavioralen und emotionalen Reaktionen entgegengewirkt werden kann. Es gibt bereits vielversprechende Hinweise dafür, dass oben genannte Methoden neben den Medikamentösen, (i) effizient in der Behandlung von Symptomen der Insomnie sein können (d.h. die Verbesserung objektiver Schlafmaße wie: Einschlafzeit, Verringerung der Wachphasen, Verlängerung der Gesamtschlafzeit) und dass diese außerdem (ii) zu subjektiver Reduktion der Beschwerden, mit messbar höherer Lebensqualität führen. Ziel der vorliegenden Studie ist es, die Effizienz der instrumentellen sensomotorischen Konditionierung (ISC) bei primärer Insomnie zu untersuchen und dessen Effekte mit einer Placebo Behandlung (d.h. eine Konditionierung randomisierter Frequenzbereiche) gleicher Intensität zu vergleichen. Dabei sind zwei Schlaflabornächte vor und nach dem ersten sowohl auch zweiten Neurofeedbackblock zu absolvieren. Zwischen beidern Blöcken muss eine Wash-Out Phase von 8-12 Wochen eingehalten werden. Das Neurofeedback bzw. Pseudofeedback wird Doppelblind durchgeführt.

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Studiendetails

Studienziel Was: subjektive und objektive Schlafverhaltens - veränderungen Wann: 1 Woche vor und 1 Woche nach den jeweiligen Interventionen und 3 Monate nach Abschluss der Studie Wie: Fragebögen (PSQI, Schlafprotokolle), PSG-Daten (9 Labornächte je Patient)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF)
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • primäre Insomnie

Ausschlusskriterien

  • andere Schlafstörungen, physische, psychische oder neurologische Erkrankungen; Einnahme von Psychopharmaka

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Insomnie ist gekennzeichnet durch Ein-, Durchschlafschwierigkeiten und/oder nicht erholsamen Schlaf, welche zu klinisch signifikanten Einschränkungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Bereichen führt. Aus psychologischer Sicht klagen an Insomnie leidende Patienten oft über eine gedankliche Unruhe, die sie vom Schlafen hindert. Insomnie steht in enger Verbindung mit verschlechterter Lebensqualität, Abwesenheiten, gehäuften Arbeits- und Autounfällen sowie einer generell verminderten Leistungsfähigkeit. **Ergänzung vom 21.7.2016: Um generelle Einbussen in der Leistungsfähigkeit von Insomnie- Patienten erfassen zu können wurden im Protokoll auch 2 Gedächtnisaufgaben (prozedural/motorische, sowie deklarative Wortpaarassoziations-Aufgabe) durchgeführt und mit einer gesunden Kontrollgruppe verglichen** Zusammenfassend ist Insomnie als weit verbreitetes und klinisch relevantes Problem zu sehen. Es ist das am häufigsten auftretende Schlafproblem in industrialisierten Ländern weltweit. Die Epidemiologie zeigt, dass die Prävalenz zwischen 10 und 35% bei Erwachsenen liegt. Wir glauben, dass diese kognitiven, verhaltens- und emotionellen Fehlanpassungen, welche bei Insomnie auftreten, mit nicht-pharmakologischen Mitteln behandelt werden können (z.B. instrumentelles sensomotorisches Konditionieren, Psychotherapie). Bereits vorliegende Befunde deuten darauf hin, dass neben Medikamenten effiziente Methoden für i) die Behandlung von Insomnie-Symptomen (Verbesserung von objektiven Schlafdaten wie Einschlafzeit, Wachzeit nach dem Einschlafen, Gesamtschlafzeit), als auch ii) in der subjektiven Verbesserung der Beschwerden vorliegen (messbare höhere Lebensqualität). Das Ziel dieser Studie ist die Effektivität der instrumentellen sensomotorischen Konditionierung (ISC), genauer des sensomotorischen Rhythmus(SMR), bei primärer Insomnie zu messen und mit einer „Placebo“ Behandlung gleicher Intensität zu vergleichen.

Quelle

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