Beschreibung der Studie

Bei gesunden Personen führt Sauerstoffmangel in grossen Höhen aufgrund eines Anstieges von oxidierenden Substanzen und einer Änderung der Aktivitivät von anti-oxidativen Systemen zu einem Schaden im Bereich der Zellen. In dieser Studie werden bei gesunden Probanden im Rahmen einer Expedition in grosse Höhen (Pik Lenin 7134m.ü.M) die Aktivität von Enzymen in Bereich der energieerzeugenden Organellen der Zellen (Mitochondrien) auf verschiedenen Höhen gemessen. Die untersuchten Zellen sind eine bestimmte Population von weissen Blutzellen (Monocyten). Methoden: Blutentnahmen erfolgen auf verschiedenen Höhen während einer Expedition zum Pik Lenin (7134m.ü.M.); zusätzlich wird auf jeder Höhe der Sauerstoffgehalt des Blutes bestimmt. Die Probanden wurden vorgehend in 2 Gruppen aufgeteilt, die 2 Monate vor und während der Expedition Antioxidantien in Tablettenform oder ein wirkstoffreies Placebe erhielten. Spezifische weisse Blutzellen (Monocyten) werden auf verschiedenen Höhen aus den Blutproben isoliert und die Aktivität der Enzyme ihrer Energieerzeugung untersucht. Wir vermuten, dass der Sauerstoffmangel zu einer Abnahme der Aktivität der zellulären Energieerzeugung führt.

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Studiendetails

Studienziel Änderung der mitochondrialen Funktion von peripheren Blutmonocyten gemessen als Aktivität der Citratsynthase mittels eines Citratsynthase assay kits (Sigma-Aldrich, CS0720) sowie der Aktivität der Cytochrom C Oxidase (Sigma-Aldrich, CYTOCOX1) auf den Höhen 440m (Vergleichshöhe), 3700m (Tag 1), 4500m (Tag 4) und 5400m (Tag 9) während der Expedition.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 12
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Klinik für Intensivmedizin, Inselspital Bern

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • erwachsene, gesunde, gut trainierte Bergsteiger

Ausschlusskriterien

  • Herz-, Lunge-, Leber-, Nierenerkrankungen, Infektionen, Autoimmunerkrankungen, metabolische Störungen, Auftreten von Höhenlungen oder -hirnödem nach raschem Anstieg auf Höhen unter 3500m, regelmässige Medikamenteneinnahme

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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In dieser Studie werden bei gesunden Freiwilligen unter sauerstoffarmen Bedingungen während einer Expedition in grosse Höhen (Pik Lenin, 7134m) der Einfluss von hypobarer Hypoxie und oxidativem Stress auf die mitochondriale Funktion von Monocyten im peripheren Blut (PBM)untersucht. Zusätzlich wird der Effekt von oralen Antioxidantien auf die mitochondriale Funktionsveränderung evaluiert. Wir nehmen an, dass prolongierte Hypoxie und der erhöhte oxidative Stress zu einer Erniedrigung der mitochondrialen Funktion der PBM führt, welche als mitochondriale Enzymaktivität gemessen wird; und dass orale Antioxidantien diesen Effekt attenuieren. Teilnehmer: 12 freiwillige Probanden die auf tiefen Höhen leben Methoden: Dies ist eine prospektive, randomisierte, doppelblinde placebokontrollierte Studie. Die Probanden erhalten vor und während der Expedition entweder in doppelblinder Art ein Placebo oder orale Antioxydantien. Die Antioxydantien bestehen aus 800 I.E. Vitamin E, 1000 mg Vitamin C, 200,000 I.E. Vitamin A, und 600 mg N-Acetylcystein einmal pro Tag per os. Blutproben werden auf 440 m (Vegleichshöhe) und auf 3600 m (Expeditionstag 1), 4500 m (Tag 4) and 5400 m (Tag 9) abgenommen. Die fingerpulsoxymetrische Sauerstoffsättigung wird auf jeder Höhe gemessen(Onyx 9500, Nonin Medical Inc., Plymouth, MA, USA). Die Blutproben werden sofort nach Entnahme in höhenmedizinischen Labors verarbeitet. CD14+ Zellen werden direkt aus Vollblut mittels eines immunomagnetischen Seprationsverfahrens (Dynabeads® CD14, Invitrogen Dynal AS, Oslo, Norway) isoliert. Sofort nach Isolation werden die Zellen in den Studienlabors auf grosser Höhe bei -30°C tiefgefroren und in unser Labor in die Schweiz transportiert. Die Zellen werden durch Beifügung von 100 μl CelLyticTM MT cell lysis reagent (Sigma-Aldrich, C3228) lysiert. Die Aktivität der Citratsynthase im Monocyten-Lysat (10 μg protein/assay) wird mit einem handeslüblichen Kit gemessen (Sigma-Aldrich, CS0720). Die Aktivität der Cytochrom C Oxidase im Monocyten-Lysat (10 μg protein/assay) wird mit einem handeslüblichen Kit gemessen (Sigma-Aldrich, CYTOCOX1).

Quelle

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