Beschreibung der Studie

Mit dieser Studie soll untersucht werden, ob es möglich ist, die zwischen verschiedenen Menschen sehr unterschiedliche Schmerzwahrnehmung und damit auch den unterschiedlichen Schmerzmittelbedarf durch Messung des sog. „RIII-Reflexes“ vorherzusagen. Wenn dies gelingt, kann bei zukünftigen Patienten eine den individuellen Bedürfnissen angepasste Schmerztherapie bereits vor der Operation geplant werden Vor der Operation während der Narkoseeinleitung wird bei den Patienten der RIII-Reflex untersucht. Hierzu wird ein Nerv am Fussknöchel elektrisch gereizt und am Oberschenkel die Reflexantwort mit Klebeelektroden gemessen. Parallel dazu wird das EEG („Hirnströme“) über Klebeelektroden auf der Stirn abgeleitet, um die Narkosetiefe zu erfassen. Nach der Operation werden die Patienten im Aufwachraum nach Schmerzen befragt und erhalten der Stärke der Schmerzen entsprechend Schmerzmittel. Für die weitere Schmerztherapie erhalten Sie eine „Schmerzpumpe“, mit deren Hilfe Sie sich die Schmerzmittelmenge selber dosieren können. Wir werden in bestimmten Abständen kontrollieren, wie viel Schmerzmittel Sie verbraucht haben. Teilnehmer der Studie sind Patienten, die sich einen operativen Eingriff mit Hautschnitt in Allgemeinanästhesie unterziehen müssen, bei denen postoperative mit mittleren bis starken Schmerzen zu rechnen ist.

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Studiendetails

Studienziel Vorhersagbarkeit des postoperativen Analgetikaverbrauchs mit präoperativ im Wachzustand gemessener RIII-Reflexschwelle bzw. des subjektiven Schmerzempfinden, das der elektrische Stimulus induziert.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten, die sich einem operativen Eingriff in Allgemeinanästhesie unterziehen müssen, bei dem die Patienten laut „Standard Operating Procedure“ der Klinik für Anästhesiologie postoperativ mit einer „patient controlled analgesia (PCA)“-Pumpe versorgt werden (d.h. ein mittelstarkes bis starkes Schmerzniveau zu erwarten ist).

Ausschlusskriterien

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Schmerz-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Optimale Schmerzkontrolle ist ein wichtiger Faktor des postoperativen Outcomes. Ein sehr hohes postoperatives Schmerzniveau ist darüber hinaus ein Risikofaktor für die Entwicklung eines chronischen postoperativen Schmerzsyndroms. Ziel ist daher eine an die Bedürfnisse des Patienten angepasste Schmerztherapie. Allerdings variiert das postoperative Schmerznivieau interindividuell bei gleichen Eingriffen oft erheblich. Wünschenswert wäre daher eine Vorhersagbarkeit des postoperativen Schmerzniveaus bzw. des Analgetikabedarfs. Bisherige Ansätze beschränkten sich meist auf psychologische Faktoren wie Ängstlichkeit oder Neurotizismus und konnten damit keine zuverlässige Vorhersage ermöglichen. Zwei neuere Studien konnten dagegen mit der subjektiven Reaktion auf einen thermischen Reiz eine gut Vorhersage des postoperativen Schmerzniveaus erreichen (Werner MU et al. Anesthesiology 2004; 100:115-9; Granot M et al.: Anesthesiology 2003; 98:1422-6). Allerdings kann es durch die thermischen Reize zu Verbrennungen kommen wodurch das Verfahren in seiner klinischen Anwendbarkeit eingeschränkt wird. Neben thermischen lassen sich auch elektrische Reize als Testreiz verwenden. Hierbei kann neben der subjektiven Reaktion auch eine objektive Antwort z.B. in Form des nozizeptiven RIII-Reflexes gemessen werden. Mit der vorliegenden Studie soll untersucht werden, ob sich mit Hilfe der subjektiven oder objektiven Antwort auf einen elektrischen Reiz das postoperative Schmerzniveau bzw. der Analgetikabedarf vorhersagen lässt. Darüberhinaus soll untersucht werden, ob eine Vorhersage auch dann über die Messung des RIII-Reflexes möglich ist, wenn der Testreiz erst nach Narkoseeinleitung verabreicht wird, da dies für den Patienten wesentlich angenehmer wäre. Ziel dieser Studie war es folgende Hypothesen zu testen: 1) Der postoperative Analgetikaverbrauch korreliert mit präoperativ im Wachzustand gemessenen RIII-Reflexschwelle. 2) Der postoperative Analgetikaverbrauch korreliert mit der präoperativ nach Bewustseinsverlust gemessenen RIII-Reflexschwelle.

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