Beschreibung der Studie

Beschäftigte in der Landwirtschaft haben ein höheres Risiko als die Allgemeinbevölkerung, eine chronische Atemwegserkrankung zu entwickeln. Dies gilt insbesondere für die Nutztierhaltung von z.B. Geflügel. Vor diesem Hintergrund besteht die nicht evidenz-basierte Empfehlung zum Tragen von partikelfiltrierender Halbmasken der Klasse FFP2. Die Wirkung des Atemschutzes soll anhand von Reaktionsmustern der Atemwege in einer randomisiert-kontrollierten Interventionsstudie überprüft werden. Die Intervention beinhaltet die Ausstattung der Beschäftigten mit FFP2-Staubmasken für 3 Monate und - zur Steigerung der Tragemotivation - eine Schulung zur Prävention von Atemwegserkrankungen in der Landwirtschaft. Im Vorfeld und nach Ablauf der drei Monate werden Entzündungsmediatoren in der Nasenspülflüssigkeit, die Lungenfunktion (Spirometrie), mögliche Sensibilisierungen auf typische Atemwegsallergene (Serum-Screening) und das Vorliegen von Beschwerden (Fragebogen) erhoben. Die Teilnehmenden der Kontrollgruppe erhalten die genannte Unterweisung zum Ende des Untersuchungszeitraums. Die Studienergebnisse sollen in die wissenschaftliche Diskussion zur Wirkung von luftgetragenen biologischen Arbeitsstoffen und der angemessenen persönlichen Schutzausrüstung einfließen.

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Studiendetails

Studienziel Zum Studienbeginn und nach drei Monaten (+/- zwei Wochen): Zytokine in der Nasal Lavage Flüssigkeit (NALF): IL-8 und TNF-a
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 112
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Bundesministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Beschäftigte in der Geflügelhaltung mit einer Mindestaufenthaltsdauer von 30 min täglich im Stall

Ausschlusskriterien

  • Vorliegen einer Atemwegserkrankung, die dem Tragen von partikelfiltierenden Staubmasken entgegen steht
  • Tragen eines (Voll-)Bartes
  • Mangelnde Kenntnisse der deutschen Sprache (Fragebögen)
  • vorraussichtliches Tätigkeitsende vor Ablauf der Studienlaufzeit

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Hohe Belastungen durch Bioaerosole in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung werden unter anderem für eine hohe Prävalenz chronisch obstruktiver Atemwegserkrankungen bei den Beschäftigten verantwortlich gemacht. Präventiv wird die Verwendung von partikelfiltrierenden Halbmasken der Klasse FFP2 empfohlen. Zum Teil liegen Endotoxinkonzentrationen allerdings so hoch, dass der genannte Atemschutz theoretisch keine ausreichende Schutzwirkung entfaltet. Auch wurde bisher die Effektivität im Hinblick auf klinisch relevante Parameter nur wenig evaluiert. Im Rahmen der vorliegenden Studie sollen Erkenntnisse im Hinblick auf Reaktionsmuster der Atemwege durch Tragen von Atemschutz am Beispiel Beschäftigter in der Geflügelhaltung gewonnen werden. Diese cluster-randomisiert kontrollierte Studie beinhaltet eine komplexe Intervention mit einer initialen Schulung zum Thema Atemwegserkrankungen in der Landwirtschaft und deren Prävention, die Ausstattung mit partikelfiltrierenden Halbmasken der Klasse FFP2 über den Interventionszeitraum von 3 Monaten einschließlich Anleitung zum richtigen Tragen. Das Trageverhalten und Tragekomfort wird von den Probanden dokumentiert. Die Kontrollprobanden erhalten zum Ende des Interventionszeitraums die genannte Schulung. Nach einem Zeitraum von 3 Monaten soll die Wirksamkeit der Intervention anhand verschiedener Parameter überprüft werden: Zytokine und Leukozyten als Entzündungsmediatoren in der Nasallavageflüssigkeit (NALF) (Hauptzielgrößen: IL-8 und TNF-a), Lungenfunktionsparameter (Spirometrie) und standardisiert erhobene Angaben zu subjektiv empfundenen Beschwerden. Zusätzlich wird ein Allergie-Screening im Serum durchgeführt. Die Analyse der erhobenen Parameter erfolgt deskriptiv und mittels Varianzanalyse (ANOVA) in SPSS©. Die Studienergebnisse sollen in die wissenschaftliche Diskussion zur Wirkung von luftgetragenen biologischen Arbeitsstoffen in der Landwirtschaft und der angemessenen persönlichen Schutzausrüstung einfließen.

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