Beschreibung der Studie

Hintergrund: An der Schnittstelle zwischen betriebsärztlicher Betreuung und bestehenden ambulanten Angeboten der Versorgung von Menschen mit psychischer Erkrankung entstehen neue Versorgungsmodelle. Triebfeder ist die wachsende Bedeutung psychischer Erkrankungen für Wirtschaft und Gesellschaft. Zwei große Unternehmen (Daimler AG, Standort Sindelfingen und Untertürkheim, CASSIDIAN, Standort Ulm) haben in Kooperation mit Psychosomatischen Kliniken vor Ort eine „Psychosomatische Sprechstunde im Betrieb“ in Form eines Konsiliarmodells eingerichtet. Fragestellung: Diesen neuen Versorgungsbaustein untersuchen wir in der vorliegenden Studie mit der Fragestellung: Bestehen Unterschiede hinsichtlich soziodemographischer Daten, klinischer und psychometrische Merkmale zwischen Patienten, welche die innerbetriebliche Sprechstunde nutzen im Vergleich zu Patienten der etablierten ambulanten Erstversorgung? Beurteilen die Werksärzte diesen Baustein als förderlich? Wo sehen sie Veränderungsbedarf? Profitieren die Patienten vom neuen Versorgungsbaustein? Methodik: Die Untersuchung findet im Raum Ulm und im Raum Stuttgart statt mit jeweils einer etablierten Ambulanz an der psychosomatische Klinik und einer „Psychosomatische Sprechstunde im Betrieb“ (n=280). Wir setzen etablierte Instrumente ein (PHQ-SADS, SF-12, WAI, MBI, IS), sowie standardisierte Fragen zu Symptomdauer, Anzahl der bisherigen Kontakte zum Versorgungssystem und weiteren. Mittels uni- und multivariater Analysen untersuchen wir die Daten quantitativ, die qualitative Analyse der Experteninterviews erfolgt in Anlehnung an die Inhaltsanalyse nach Mayring. Ziel und Perspektive: Wir erwarten, mit dem niedrigschwelligen Angebot am Arbeitsplatz Betroffene deutlich früher zu erreichen als im bisherigen Versorgungssystem. Unser Ziel ist, die „Psychosomatische Sprechstunde im Betrieb“ optimal an die Patientenpräferenzen und die betriebsärztliche Betreuung anzupassen. Mit den Erkenntnissen der explorativen Untersuchung planen wir diesen neuen Versorgungsbaustein langfristig auch in einer kontrollierten Studie (RCT) bezüglich seiner Wirksamkeit zu untersuchen.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Arbeitsfähigkeit (WAI) (Forschungsfrage 2) Identifizierung von Patiententypen mit speziellen Merkmalskombinationen unter dem Einfluss der Settingvariable (Klinik oder Betrieb). (Forschungsfrage 1, Querschnittsstudie)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 280
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Abt. Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung Koordinierungsstelle Nachwuchsprogramm Netzwerk 'Versorgungsforschung Baden-Württemberg' (gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren)

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alle Patienten, welche die Sprechstunde im Rekrutierungszeitraum aufsuchen.

Ausschlusskriterien

  • Alter < 18 Jahre, kein Arbeitsplatz (Ausschluss vor Datenanalyse)

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Depression-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Hintergrund: An der Schnittstelle zwischen betriebsärztlicher Betreuung und bestehenden ambulanten Angeboten der Versorgung von Menschen mit psychischer Erkrankung entstehen neue Versorgungsmodelle. Triebfeder ist die wachsende Bedeutung psychischer Erkrankungen für Wirtschaft und Gesellschaft. Zwei große Unternehmen (Daimler AG, Standort Sindelfingen und Untertürkheim, CASSIDIAN, Standort Ulm) haben in Kooperation mit Psychosomatischen Kliniken vor Ort eine „Psychosomatische Sprechstunde im Betrieb“ in Form eines Konsiliarmodells eingerichtet. Fragestellung: Diesen neuen Versorgungsbaustein untersuchen wir in der vorliegenden Studie mit der Fragestellung: Bestehen Unterschiede hinsichtlich soziodemographischer Daten, klinischer und psychometrische Merkmale zwischen Patienten, welche die innerbetriebliche Sprechstunde nutzen im Vergleich zu Patienten der etablierten ambulanten Erstversorgung? Beurteilen die Werksärzte diesen Baustein als förderlich? Wo sehen sie Veränderungsbedarf? Profitieren die Patienten vom neuen Versorgungsbaustein? Methodik: Die Untersuchung findet im Raum Ulm und im Raum Stuttgart statt mit jeweils einer etablierten Ambulanz an der psychosomatische Klinik und einer „Psychosomatische Sprechstunde im Betrieb“ (n=280). Wir setzen etablierte Instrumente ein (PHQ-SADS, SF-12, WAI, MBI, IS), sowie standardisierte Fragen zu Symptomdauer, Anzahl der bisherigen Kontakte zum Versorgungssystem und weiteren. Mittels uni- und multivariater Analysen untersuchen wir die Daten quantitativ, die qualitative Analyse der Experteninterviews erfolgt in Anlehnung an die Inhaltsanalyse nach Mayring. Ziel und Perspektive: Wir erwarten, mit dem niedrigschwelligen Angebot am Arbeitsplatz Betroffene deutlich früher zu erreichen als im bisherigen Versorgungssystem. Unser Ziel ist, die „Psychosomatische Sprechstunde im Betrieb“ optimal an die Patientenpräferenzen und die betriebsärztliche Betreuung anzupassen. Mit den Erkenntnissen der explorativen Untersuchung planen wir diesen neuen Versorgungsbaustein langfristig auch in einer kontrollierten Studie (RCT) bezüglich seiner Wirksamkeit zu untersuchen.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.