Beschreibung der Studie

Patienten, die an einer Herzschwäche leiden, werden aufgrund einer Verschlechterung der Erkrankung häufig in ein Krankenhaus eingewiesen. Ein Grund für die Verschlechterung ist eine mangelnde Selbstpflege, d.h. die mangelnde Therapietreue und Fähigkeit Symptome einer Verschlechterung frühzeitig zu erkennen und darauf adäquat reagieren zu können. Die Selbstpflege kann durch eine Schulung und Beratung verbessert werden. Diese Studie soll herausfinden, ob eine durch Gesundheits- und KrankenpflegerInnen durchgeführte Schulung und Beratung die Selbstpflege und darüber hinaus die Lebensqualität und Pflegeabhängigkeit verbessern kann. Patienten mit chronischer Herzschwäche, die in ein Krankenhaus eingewiesen wurden, erhalten während ihres Aufenthaltes eine individuelle Schulung und Beratung bzgl. der Herzschwäche. Des Weiteren werden sie nach der Entlassung viermal in drei Monaten zu Hause angerufen und über ihren Gesundheitszustand und ihre Selbstpflege befragt. Nach drei Monaten werden Patienten, die eine Schulung und Beratung erhielten, mit Patienten ohne Schulung und Beratung hinsichtlich ihrer Selbstpflege, Pflegeabhängigkeit und Lebensqualität verglichen. Es wird vermutet, dass Patienten mit einer Schulung/Beratung in diesen Parametern besser abschneiden als die Patienten ohne Schulung/Beratung.

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Studiendetails

Studienziel Selbstpflege gemessen mit der deutschen Version der 9-item European Heart Failure Self-care Behaviour Scale (bei Studieneinschluss und nach 3 Monaten)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 128
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universitäts-Herzzentrum Freiburg-Bad KrozingenPflegedirektion

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Chronische systolische Herzinsuffizienz mit
  • LVEF <=40
  • NYHA II-IV

Ausschlusskriterien

  • neu diagnostizierte Herzinsuffizienz; Aufenthalt in einem Krankenhaus in den letzten 14 Tagen;
  • Desorientiertheit zu Zeit und/oder Ort und/oder Person und/oder Situation oder dementielle Veränderungen als Haupt- oder Nebendiagnose;
  • Patient ist nicht in der Lage, deutsche Texte zu lesen und/oder zu verstehen;
  • Verlegung in eine andere Abteilung/ein anderes Krankenhaus/eine Rehabilitationseinrichtung nach Ende der stationären/Ambulanten Behandlung;
  • Lebenserwartung < 3 Monate nach Ansicht des behandelnden Arztes; ICD/CRT-Implantation in den letzten 3 Monaten; Herz-OP (Klappe, Bypass) in den letzten 3 Monaten; Alter < 18 Jahre; Fehlender Telefonanschluss; Patient lehnt Teilnahme am telefonischen Follow-up ab; Teilnahme an einer Studie mit ähnlichem Ziel

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die Herzinsuffizienz ist eine der häufigsten Erkrankungen in den westlichen, industrialisierten Ländern mit hohem ökonomischen und individuellen Auswirkungen. Patienten mit Herzinsuffizienz leiden unter eingeschränkter körperlicher Funktionalität und Lebensqualität. Die Kosten für die Behandlung der Herzinsuffizienz betragen ca. 2% der Gesamtausgaben im Gesundheitssystem. Dabei stellt die Wiedereinweisung in ein Krankenhaus der höchste Kostenpunkt dar. Die Förderung der Selbstpflege der Patienten durch ein pflegegeleitetes Schulungs- und Beratungsprogramm ist ein viel versprechender Ansatz die Gesundheit und Lebensqualität des Patienten zu erhalten oder zu verbessern und Wiedereinweisungen in ein Krankenhaus aufgrund der Verschlechterung der Herzinsuffizienz zu vermeiden. Bis dato gibt es keine Studie darüber, welche den Effekt eines pflegegeleiteten Schulungs- und Beratungsprogramm auf Selbstpflege, Pflegeabhängigkeit und Lebensqualität bei Patienten mit Herzinsuffizienz in Deutschland untersucht. Daher ist das Ziel der Studie, den Effekt eines pflegegeleiteten Schulungs- und Beratungsprogramm auf Selbstpflege, Pflegeabhängigkeit und Lebensqualität bei Patienten mit Herzinsuffizienz in Deutschland zu untersuchen.

Quelle

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